Isabel Weyerts Keine Kommentare

Bundesdigitalministerium unterstützt BITMi-Gütesiegel „Software Made in Germany“

Aachen/ Berlin 16. Februar 2026 – Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) hat die Schirmherrschaft für das erfolgreiche Gütesiegel „Software Made in Germany“ des Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) übernommen. Zum Auftakt der neuen Partnerschaft, bei dem BITMi-Präsident Dr. Oliver Grün und Vizepräsident Martin Hubschneider den IT-Mittelstand vertraten, bekräftigte Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger die zentrale Bedeutung der heimischen Digitalwirtschaft für eine souveräne Digitalisierung in Deutschland.

Wildberger erklärt: „Die Initiative ‚Software Made in Germany‘ unterstützt das Ziel des BMDS, die digitale Souveränität Deutschlands voranzutreiben. Das Label macht die Herkunft von Softwareprodukten auf den ersten Blick transparent und stärkt die heimische Digitalindustrie. Deutschlands digitale Zukunft wird maßgeblich vom IT-Mittelstand gestaltet.“

„Mit bereits über 700 ausgezeichneten Softwareprodukten demonstriert unser Gütesiegel die Leistungsfähigkeit der deutschen Digitalwirtschaft. Mit innovativen Lösungen ‚Made in Germany‘ kann der IT-Mittelstand zu einem echten Motor für digitale Transformation und Wirtschaftswachstum werden – insbesondere mit der wertvollen Unterstützung des Digitalministeriums“, betont Hubschneider.

„Die aktuelle politische Lage zeigt deutlich, wie wichtig die gezielte Förderung deutscher Softwarehersteller ist. Sie sind der Schlüssel zu unserer digitalen Souveränität. Umso mehr freuen wir uns, dass das Digitalministerium unsere Initiative ‚Software Made in Germany‘ unterstützt“, ergänzt Grün.

Seit über zehn Jahren steht „Software Made in Germany“ für Qualität, Serviceorientierung und Innovationskraft deutscher Softwareprodukte. Ergänzt wird die Initiative durch das Gütesiegel „Software Hosted in Germany“ sowie die im Dezember gestarteten europäischen Erweiterungen „Software Made in Europe“ und „Software Hosted in Europe“.

Bildunterschrift: BITMi-Vizepräsident Martin Hubschneider, Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger und BITMi-Präsident Dr. Oliver Grün (vlnr.) bei der Übergabe der Schirmherrschaft (© BMDS)

Iris Albertin Keine Kommentare

IT-Sicherheitsblog // Ein kurzes Update zum kommenden CRA

Der CRA (Cyber Resilience Act) kann eine entscheidende Rolle für die Verbesserung der Cybersicherheit in Europa spielen. Das EU-Gesetz gilt für Produkte mit digitalen Elementen, was standardmäßig für alle Produkte gilt, die Software enthalten. Der CRA wendet, ähnlich wie andere Gesetze, einen risikobasierten Ansatz an, um zu bewerten, ob ein Produkt höhere Sicherheitsmaßnahmen erfüllen muss als andere. Der Großteil der Software fällt unter die Kategorie „Verbraucher“: Rund 80 % aller Softwareprodukte fallen in diese Kategorie. Sobald kritische Ressourcen, d. h. Dienste, die unter die NIS-2-Richtlinie fallen, von der Software betroffen sind, gelten strengere Regeln gemäß CRA. Der CRA soll den Zugang zum europäischen Markt regulieren und verhindern, dass unzählige Produkte auf den Markt kommen, für die keine Sicherheitsupdates verfügbar sind.

Eine Ausnahme von der oben genannten Regel bilden reine OpenSource-Komponenten, die keinerlei Anzeichen für eine Gewinnerzielungsabsicht aufweisen (reine Hobbyprojekte). Für andere Open-Source-Projekte gilt das Modell der Verwaltung: Jemand muss die Verantwortung für die Software übernehmen und die Regeln der CRA planen und auf die Software anwenden. Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, wie diese Verwaltung funktionieren wird, aber eine Folge könnte sein, dass jedes Unternehmen, das Open-Source-Software in seinen Produkten verwendet, automatisch zum Verwalter dieses Projekts wird (ähnlich wie bei einer Abspaltung des Projekts, siehe jedoch unten).

Es gibt technische und organisatorische Maßnahmen, die Unternehmen und Organisationen erfüllen müssen.

Die wichtigsten organisatorischen Maßnahmen für CRA-Software umfassen:

  • Benutzer müssen in der Lage sein, Sicherheitslücken zu melden, und der Anbieter der CRA-Software muss Software-Sicherheitslücken innerhalb einer bestimmten Frist an die nationale Koordinierungsstelle und an CVE-Datenbanken melden. Dies ermöglicht es Kunden, umgehend auf mögliche kritische Sicherheitslücken zu reagieren, und verhindert den Schwarzmarkt für Sicherheitslücken, auf dem Hacker „unbekannte“ CVE für Softwareprodukte kaufen können. Korrekturen für Sicherheitslücken müssen gemäß der nächsten Regel bereitgestellt werden.
  • Die Wartung und Veröffentlichung von Sicherheitskorrekturen für einen Zeitraum von fünf Jahren für jede Version. Der CRA schreibt vor, dass diese Sicherheitskorrekturen für die Nutzer der Software kostenlos sein müssen. Infolgedessen müssen insbesondere Unternehmen darauf achten, dass neue Funktionen nicht mit Sicherheitskorrekturen vermischt werden, da sonst auch die neuen Funktionen kostenlos angeboten werden müssten. Die Folge ist ein strengeres Release-Management.
  • Die Pflege eines Katalogs der verwendeten Softwarebibliotheken und Materialien (SBOM). Insbesondere die SBOM ermöglicht es den Unternehmen, effizient nach Schwachstellen zu suchen, und ebnet den Weg für eine automatisierte Bearbeitung von Schwachstellen.
  • Wenn Softwareunternehmen Open-Source-Software in ihren Produkten verwenden, müssen sie auch die Verantwortung für diese Software übernehmen, d. h. sie müssen Fehlerbehebungen an der Open-Source-Software vornehmen, als wäre es ihre eigene Software. Dadurch wird sichergestellt, dass auch das umfangreiche Ökosystem der Open-Source-Komponenten von den Regeln der CRA profitiert. Wenn Unternehmen keine Fehlerbehebung anbieten können, müssen sie andere Maßnahmen ergreifen oder die (fehlerhafte) Open-Source-Komponente aus ihrem Produkt entfernen.
  • Die Dokumentation der Maßnahmen, die im eigenen Software-Stack angewendet wurden. Die Dokumentation muss zur Verfügung gestellt werden, und die EU wird auf dieser Basis die CE-Kennzeichnung für (Software-) Produkte erteilen. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels ist noch unklar, was genau die Dokumentation umfassen muss, und viele warten auf die Veröffentlichung der harmonisierten Normen.

Natürlich müssen NIS-2-Anbieter Sicherheitsupdates so schnell wie möglich auf der Grundlage ihres Risikoprofils anwenden.

Die wichtigsten technischen Maßnahmen für CRA-Software umfassen:

  • Die Möglichkeit, Sicherheitsupdates für die eigene Software herunterzuladen. Dieser Schritt ist von entscheidender Bedeutung, da Sie in der Lage sein müssen, auf mögliche Mängel zu reagieren.
  • Die Anwendung von Bedrohungsmodellen für das (Software-)Produkt. In der vernetzten Welt von heute gibt es viele Bedrohungen, die sich auf den Betrieb von Diensten auswirken. Ein Bedrohungsmodell stellt sicher, dass zumindest die wichtigsten Bedrohungen bereits abgedeckt sind und dass neue Softwareprodukte ein Mindestmaß an möglichen Sicherheitsvorkehrungen anwenden. Die Bedrohungsmodellierung erfolgt in der Regel auf der Grundlage von Angriffsvektoren des Benutzers, der Anwendung, des Netzwerks oder des physischen Systems.
  • Die Integration und Anwendung eines sicheren Softwareentwicklungslebenszyklus. Während der Softwareentwicklung sollten die technischen Sicherheitsmaßnahmen bereits dokumentiert und angewendet werden. Dies erleichtert nicht nur die Dokumentation des Softwareprodukts, sondern stellt auch sicher, dass Authentifizierungs- und Autorisierungsmaßnahmen frühzeitig in der Entwicklung angewendet werden. Beispielsweise könnte die Anwendung von „Security by Design and Default“ sicherstellen, dass Standardpasswörter eine Mindestlänge von 16 Zeichen haben und Sonderzeichen enthalten. Die Anwendung von „Fail Safe“ stellt sicher, dass das System in einen Zustand zurückfällt, in dem keine zusätzlichen Schäden zu erwarten sind.

Die Konsequenz für Unternehmen, die Dienste im Rahmen der NIS-2 anbieten, ist, dass sie in ihrem Stack hauptsächlich CRA-konforme Software verwenden sollten. In einer Lieferkette aus CRA-Konformer Software ist sichergestellt, dass jede einzelne. CRA-konforme Software ist die Lieferkette für ihre Dienste und sie stellen sicher, dass Schwachstellen in der eigenen Software-Stack behandelt werden. Die CRA ergänzt somit die Sicherheitsvorkehrungen der NIS-2. Wenn möglich, sollten NIS-2-Anbieter ihre Software-Lieferkette bereits jetzt um CRA-Konformität bitten.

Anbietern wurde eine Frist von drei Jahren eingeräumt, um die CRA-Vorschriften auf ihre Softwareprodukte anzuwenden, bevor diese verbindlich werden. Mit der Veröffentlichung der harmonisierten Normen werden viele Dinge klarer werden. Dennoch können einige Maßnahmen bereits sofort ergriffen werden: So ist beispielsweise die Bereitstellung von Sicherheitsupdates für Ihre Software kein Hexenwerk und kann bereits vorbereitet werden.

Artikel von pi-ar GmbH

Iris Albertin Keine Kommentare

SE Tylose digitalisiert Instandhaltung mit SAP und argvis

Autor: Frank Ostwald, argvis, Head of Sales/Marketing

 

Über 30.000 Aggregate, höchste GMP-Anforderungen, unterschiedlichste IT Systeme – und dann der konsequente Neuanfang. SE Tylose modernisiert die Instandhaltung auf spannende Art und Weise und etabliert eine durchgängige CMMS-Plattform mit SAP PM und argvis; Maintenance Portal.

 

SE Tylose GmbH & Co. KG (SET) macht einen Quantensprung – und digitalisiert die Instandhaltung substantiell und nachhaltig. Die SE Tylose GmbH & Co. KG mit Sitz in Wiesbaden, Teil der japanischen Shin-Etsu-Gruppe, produziert Celluloseether aus nachwachsenden Rohstoffen – hochkomplexe chemische Verfahren, die höchste Anforderungen an Anlagenverfügbarkeit, Prozesssicherheit und Dokumentation stellen. In seinen Produktionsbetrieben betreibt SET über 30.000 instandhaltungsrelevante Aggregate. Doch bis vor Kurzem war die Instandhaltung geprägt von fragmentierten IT-Systemen, papierbasierten Workarounds und einer Vielzahl eigenentwickelter Datenbanken. Die digitale Transformation kam mit der Einführung eines modernen CMMS – basierend auf SAP PM und dem argvis; Maintenance Portal.

 

Ist-Zustand: Fragmentiert, fehleranfällig, nicht auswertbar

In der Instandhaltung von SE Tylose arbeiten rund 70 Fachkräfte verteilt auf Mechanik, Elektro-, Mess- und Regeltechnik (EMR) und Reliability. Organisatorisch agiert die Abteilung zentral und bedient alle Betriebe des Unternehmens am Standort Wiesbaden. Die Anforderungen waren hoch. Neben laufender Instandsetzung gehören auch gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen, GMP-konforme Dokumentationen und komplexe Stillstandsplanungen zum Alltag. Tobias Oehler, Abteilungsleiter Reliability bei SET, bringt die Ausgangslage auf den Punkt:  „Wir sind auf Sicht gefahren – ohne verlässliche Datenauswertung war keine echte Steuerung möglich.“

Zahlreiche Systeme kamen parallel zum Einsatz: Excel, Access-basierte Tools, eigenentwickelte Datenbanken, IBM Notes für Prüfprozesse, Datenbanken und Tools externer Prüfdienstleister, SAP PM nur in Grundzügen. Die Folgen waren mehrfach redundante Stammdaten zu gleichen Aggregaten, fehlende Schnittstellen und Medienbrüche. Eine konsistente, durchgängige Dokumentation und Analyse der Instandhaltungsprozesse war nicht möglich. SAP PM selbst wurde in der Vergangenheit für die externe Auftragsverfolgung und damit verbundene Kostenkontrolle genutzt.

 

Im Visier: Volle Transparenz, maximale Usability, tiefe SAP-Integration

Mit Blick auf die steigende Komplexität der Anlagen, und weiter steigende regulatorische Anforderungen entschied sich SET für einen Systemwechsel. Ziel war eine einheitliche digitale Plattform für alle instandhaltungsrelevanten Prozesse – und zwar integriert in das bestehende . Nach einem Ausschreibungsprozess hat sich SET für argvis; Maintenance Portal als Frontend-Erweiterung entschieden. Ausschlaggebend waren nicht nur funktionale Kriterien wie Usability, Skalierbarkeit und SAP-Integration, sondern auch der Faktor Mensch, wie Oehler betont: „Ein CMMS lebt von Daten. Und Daten liefern nur motivierte User. Deshalb war Usability das oberste Gebot.“

Die strategische Entscheidung: SAP PM wird das Rückgrat, dazu umfassend ausgebaut und customized – und argvis wird die intuitive und mobile Oberfläche. Die Verbindung beider Systeme schafft eine leistungsfähige CMMS-Infrastruktur, die auch an weiteren Standorten der Gruppe ausgerollt werden kann.

 

SE Tylose GmbH & Co. KG – Unternehmensprofil

Die SE Tylose GmbH & Co. KG mit Sitz in Wiesbaden gehört zur japanischen Shin-Etsu-Gruppe und zählt weltweit zu den führenden Herstellern von Celluloseethern. Mit ca. 520 Mitarbeitenden entwickelt und vertreibt das Unternehmen Spezialchemikalien für industrielle und lebensmittelnahe Anwendungen. Die Marken Tylose® und Tylopur® finden Einsatz in Baustoffen, Farben, Keramik, Pharma und Nahrungsmitteln. Am Traditionsstandort im Industriepark Kalle-Albert – seit 1935 Produktionsstätte für Celluloseether – setzt SE Tylose heute auf Digitalisierung, Nachhaltigkeit und globale Partnerschaften. Mit starker Marktposition und detaillierten CO₂-Bilanzen ist das Unternehmen ein relevanter Player die Prozessindustrie.

 

Umsetzung mit Scrum und Nutzerfokus

Der Projektansatz: agil. In enger Zusammenarbeit mit argvis setzte SET auf Scrum-Elemente wie Sprints, Feedbackschleifen und klare Inkremente. Mitarbeitende aus der Instandhaltung waren aktiv eingebunden, testeten, gaben Feedback und halfen mit, das System auf ihre Bedürfnisse zuzuschneiden. „Unsere Leute waren keine Statisten – sie waren Mitentwickler. Das hat die Motivation enorm gesteigert“, so Tobias Oehler. „Es ist eine Software von UNS für UNS“.

Parallel wurde SAP PM umfassend erweitert. Statt reiner Kostenverfolgung bildet es heute vollständige Instandhaltungsprozesse ab – inklusive Störmeldungen, Auftragsplanung, Ressourcenmanagement, Prüfzyklen und Lebenslaufakten. Eine besondere Herausforderung stellte die regulatorische Umgebung dar: Als Hersteller im Bereich Pharma und Food muss SET GMP- und FDA-Vorgaben erfüllen. Die Lösung: Klar dokumentierte Workflows und enge Abstimmung zwischen IT, Projektteam und argvis – mit Erfolg.

 

Go-Live und Alltag: Daten, die nun umfassend genutzt werden können

Seit dem 8. Dezember 2025 ist das neue System produktiv. Und der Unterschied ist spürbar: Störmeldungen werden mobil erfasst, direkt dokumentiert und digital weiterverarbeitet. Prüfpläne laufen automatisiert, GMP-Dokumentationen sind lückenlos nachvollziehbar. Statt Insellösungen gibt es nun ein durchgängiges System, das Transparenz schafft – und Entscheidungen ermöglicht. Durch die Zentralisierung mit SAP sind Instandhaltungskosten direkt in die Geschäftsprozesse mit eingebunden.

Die Bereitschaft der Mitarbeitenden, Meldungen digital zu erfassen, ist sprunghaft angestiegen. Prozesse wie Ersatzteilmanagement, Stillstandsplanung oder Prüfmittelverfolgung laufen effizienter und strukturierter. Auch die mobile Nutzung zahlt sich aus: Techniker arbeiten direkt an der Anlage – mit Tablet oder Smartphone. Notwendige Informationen stehen direkt zur Verfügung. Papierformulare, doppelte Datenpflege und langwierige Rückfragen gehören der Vergangenheit an.

 

Vier greifbare Erfolge in kürzester Zeit

  1. Transparenz: Alle relevanten Instandhaltungsdaten sind zentral, aktuell und auswertbar verfügbar.
  2. Effizienz: Automatisierte Prozesse und bessere Planbarkeit führen zu spürbarer Zeit- und Kostenersparnis.
  3. Compliance: GMP- und FDA-Vorgaben werden vollständig digital und revisionssicher dokumentiert.
  4. Akzeptanz: Durch hohe Usability und aktive Mitgestaltung ist das System im Team breit akzeptiert.

Ausblick & Fazit: Predictive, IoT & globaler Rollout

Das neue CMMS legt die digitale Basis – doch das Potenzial ist damit längst nicht ausgeschöpft. In den kommenden Monaten plant SET die Integration von IoT-Systemen zur Zustandsüberwachung, die stärkere Nutzung von Predictive Maintenance-Ansätzen sowie eine weitere Automatisierung von Wartungs- und Prüfprozessen. Auch ein internationaler Rollout im Schwesterwerk in den USA ist vorgesehen. Abteilungsleiter Reliability Oehler blickt optimistisch nach vorn: „Wir haben jetzt das digitale Fundament – nun können wir unsere Daten gezielt nutzen, um das volle Potenzial auszuschöpfen.“

Fazit: SE Tylose zeigt eindrucksvoll, wie ein mittelständisches Unternehmen mit SAP PM und argvis; Maintenance Portal seine Instandhaltung modernisiert – praxisnah, regulatorisch sicher und zukunftsorientiert. Der digitale Wandel ist kein Selbstzweck, sondern ein klarer Hebel für mehr Effizienz, Qualität und Anlagenverfügbarkeit.

Lydia Schauß Keine Kommentare

Changemaker Paul Nagel über Gleichstellung

Im Rahmen des Projektes FEMtential wurden Interviews mit Männern geführt, die sich für Frauen in der IT und Chancengleichheit engagieren und als Changemaker hier von Ihren Erfahrungen berichten. Hier stellen wir Paul Nagel von der Adito Software GmbH vor. 

CHANGEMAKER-STECKBRIEF:

Name: Paul Nagel

Position: Head of Professional Service

Unternehmen: Adito Software GmbH

Branche: Die Adito Software GmbH entwickelt seit mehr als 35 Jahren CRM-Systeme.

Standort: Geisenhausen

Beschäftigte ca. 150 Beschäftigte

 

Vielfalt der Perspektiven im Team
„Es ist wertvoll, immer unterschiedliche Perspektiven im Team zu haben. Männer und Frauen unterscheiden sich in Arbeitsweise und Vorgehen – beide Blickwinkel braucht es, um ein Problem richtig anzugehen.“

Frauen im Projektmanagement und Vertrieb
„Gerade im Kundenkontakt und in der Steuerung von Teams ist die Feinfühligkeit und Empathie einer Frau extrem wertvoll. Deshalb habe ich bewusst versucht, auch Frauen auf diesen Positionen zu besetzen.“

Frauen als Entwicklerinnen willkommen
„In meinem Team ist die Lead-Entwicklerin eine Frau. Unser Verhältnis liegt bei etwa 1 zu 2.“

Ursache liegt in der Sozialisation
„Vielleicht liegen die Ursachen schon vor dem Arbeitsleben. Mädchen interessieren sich oft mehr für Menschen, Jungen mehr für Dinge. Deshalb entscheiden sich Jungen eher für Entwicklerjobs. Wenn Frauen sich aber für IT entscheiden, sind die Hürden in modernen Unternehmen heute gering.“

Genderneutrale Unterstützung
„Wir unterstützen alle Mitarbeitenden gleich – unabhängig vom Geschlecht. Ein Mann in meinem Team war zwei Jahre in Elternzeit und steigt jetzt mit sieben Stunden die Woche wieder ein. Genau dieselbe Flexibilität bieten wir auch Frauen.“

Männer-Themen bei Gleichstellung
„Elternzeit, Teilzeit, Work-Life-Balance, Flexibilität – das sind Themen, die Männer genauso betreffen. Wie kann ich als Mann durchsetzen, dass ich ein Jahr in Elternzeit gehe? Und wie vereinbare ich, nicht der Hauptverdiener zu sein, sondern in Teilzeit zu arbeiten und mich um Familie zu kümmern?“

Männer profitieren auch
„Auch Männer brauchen mehr Chancengleichheit – zum Beispiel bei Elternzeit, Teilzeit, Work-Life-Balance. Es sollte normal sein, wenn ein Mann sagt: ‚Ich gehe ein Jahr in Elternzeit‘ oder ‚Ich arbeite Teilzeit und kümmere mich um die Familie‘.”

Isabel Weyerts Keine Kommentare

NENNA.AI erhält Millionen-Investment für europäische AI Privacy Plattform

IBB Ventures, dfv Mediengruppe und Business Angels finanzieren Expansion der KI-Sicherheitslösung

Mit NENNA.AI schützen Unternehmen ihr Wissen und sensible Daten, kontrollieren Schatten-KI und nutzen alle führenden KI-Modelle

Berlin, Januar 2026. Das Berliner Startup NENNA.AI hat mehr als eine Million Euro Finanzierung erhalten, um weiter zu wachsen. Die Investoren-Runde wird von IBB Ventures und dfv Venture (dfv Mediengruppe) angeführt, ergänzt durch Business Angels aus dem B2B Deep Tech sowie Beratungsumfeld. Das Berliner Startup betreibt eine hochsichere KI-Plattform, die Unternehmen die DSGVO-konforme Nutzung von führenden KI-Modellen wie ChatGPT, Google Gemini, Claude & Co bei voller Datensouveränität ermöglicht. NENNA.AI schützt geistiges Eigentum und personenbezogene Daten – sprich, die unternehmerische Reputation.

NENNA.AI schützt Unternehmen vor Cybersecurity-Risiko durch Schatten-KI

Laut einer BITKOM-Studie nutzen 40 Prozent der Mitarbeitenden in deutschen Unternehmen private oder frei verfügbare KI-Tools. Weltweit berichten 50 Prozent der Unternehmen von unbefugten Uploads sensibler Informationen und Daten in freie KI-Modelle.

Dadurch drohen Datenverluste, die Preisgabe von Geschäftsgeheimnissen und Verstöße gegen Verträge. Die jeweilige Geschäftsführung trägt laut Gesetz die Verantwortung. Mit dem EU AI Act und DSGVO-Anforderungen müssen Unternehmen nachweisen, wie sie mit sensiblen Daten umgehen.

Unternehmen sind daher gefordert, Schutzmaßnahmen zu ergreifen und Mitarbeitende im Umgang mit KI zu schulen.

 

Die Lösung von NENNA.AI: Sichere Echtzeit-Maskierung kombiniert mit praktischem Multi-Modell-Zugang

Durch die automatische Maskierung personenbezogener Daten sowie sensibler Informationen in Prompts und Dokumenten, haben Kunden von NENNA.AI stets die volle Souveränität über ihre Daten. Nach der datensicheren Verarbeitung in den KI-Modellen erfolgt durch NENNA.AI die Demaskierung, so dass Mitarbeitende mit vollständigen, nutzbaren Ergebnissen arbeiten können.

NENNA.AI senkt Ausgaben für Software und Cloud deutlich und bietet einen zentralen Zugang zu KI-Anwendungen ohne separate Lizenzen. Gleichzeitig werden regulatorische Risiken minimiert sowie strategische Unternehmens-Assets geschützt.

Von Team-Größen bis zu Enterprise-Kunden: NENNA.AI ist überall einsetzbar. In den letzten drei Monaten hat NENNA.AI über 50 B2B-Kunden u. a. aus Industrie, Legal & Tax, Medien und E-Commerce gewonnen. Deren Mitarbeitende haben über die zentrale KI-Oberfläche NENNA-Chat sofortigen Zugang zu allen führenden KI-Modellen und die Flexibilität, auch eigene KI-Modelle und Agenten zu integrieren und zu entwickeln.

NENNA.AI wurde für dieses innovative Konzept in 2025 mehrfach ausgezeichnet: Mit dem ATHENE Award, Forschungszentrum der Fraunhofer Gesellschaft, als Top 3 Cybersecurity-Startup in DACH und mit dem AI Everything Award bei der GITEX Europe. Zudem wurde NENNA.AI beim German Legal Tech Summit zum besten deutschen Legal Tech Startup gekürt.

Alexander Siebert, CEO & Founder von NENNA.AI: “Wir freuen uns über das Vertrauen unserer neuen Gesellschafter. Ihre Investitionen ermöglichen eine noch schnellere Skalierung, um NENNA.AI als europäischen Standard für AI Privacy zu etablieren. Unternehmen wollen KI nicht blockieren, sondern datensicher mit voller Kontrolle nutzen. Unsere Plattform sorgt dafür, das relevante Daten wirklich bei den Unternehmen bleiben und vertrauen nicht einfach darauf, dass wirklich keiner mitliest. “

Clemens Kabel, Investment Director IBB Ventures: “Europäische Datensouveränität wird zum signifikanten Wettbewerbsvorteil und der Umgang mit KI in Unternehmen spielt dabei eine zentrale Rolle. NENNA.AI verbindet KI-Innovation mit europäischen Werten. So setzen wir mit unserer Beteiligung auf die Referenzlösung für AI Privacy, Made in Berlin.”

Thomas Berner, Geschäftsführer der dfv Mediengruppe, zu der dfv Venture gehört: “Das Wachstum von NENNA.AI zeigt: Europäische Unternehmen suchen aktiv nach Lösungen, die Innovation ermöglichen und gleichzeitig Datenschutz garantieren. NENNA.AI ist optimal positioniert, um AI Privacy in Europa zu definieren, und aus diesem Grund für uns eine wichtige strategische Investition.”

Zu der aktuellen Investitionsrunde gehören u. a. Business Angel Ravin Mehta, Manfred Großert, Co-Founder und Geschäftsführer der united communications GmbH, sowie Dr. Ulrich Meier, Co-Founder und ehemaliger Geschäftsführer der hotsplots GmbH.

Sie folgt auf frühere Finanzierungen durch Business Angels mit B2B- und Deep-Tech-Fokus, darunter Dr. Jörg Ontrup, Ravin Mehta, Christian Henschel, Halbleiter und Jens Spyrka.

 

Über NENNA.AI

Logo NENNA AI

NENNA.AI wurde 2023 in Berlin gegründet und ist eine AI Privacy Plattform für datensichere KI-Nutzung in Unternehmen. Durch Maskieren und Demaskieren sensibler Daten ermöglicht NENNA.AI Unternehmen das volle Potenzial der führenden KI-Modelle ohne Kompromisse bei Datenschutz und Compliance zu nutzen. Die Lösung wird vollständig in der deutschen Cloud betrieben und erfüllt höchste Sicherheitsstandards. NENNA.AI wurde 2025 mit dem ATHENE Award auf der it-sa, dem AI Everything Award auf der Gitex Europe und als bestes deutsches Legal Tech Startup beim German Legal Tech Summit ausgezeichnet.

www.nenna.ai

Isabel Weyerts Keine Kommentare

Öffentlicher Online Pitch für Smart Factory Lösungen: Factory Innovation Award 2026

Sie sind Anbieter, Anwender, Forschungs– oder Weiterbildungseinrichtung?

Dann präsentieren Sie Ihre innovative Lösung beim Online-Pitch der Factory Innovation Awards 2026! Überzeugen Sie Jury und Publikum mit Ihren Alleinstellungsmerkmalen.

Als Zuschauer können Sie sich kostenfrei und bequem online über inspirierende Use Cases und modernste Technologien für die Smart Factory informieren und Ihr Fachwissen erweitern.

Die #FIAward-Preisträger werden am 22. April auf der Hauptbühne der Hannover Messe ausgezeichnet.

Veranstaltet wird der Wettbewerb von GITO Media (Veranstalter), der Hannover Messe (Event Partner), LSWI der Universität Potsdam (Wissenschaftlicher Partner) sowie der Fachzeitschrift FACTORY INNOVATION (Medienpartner).

HIER informieren und registrieren
https://factory-innovation.de/artikel/factory-innovation-award-2026/

 

Iris Albertin Keine Kommentare

Innovative 360° Transportüberwachung: ASPION stellt neue Version auf LogiMAT vor

Karlsruhe, 15. Januar 2026. Geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Unsicherheit und extreme Wetterereignisse belasten die weltweiten Lieferketten erheblich. Wie global agierende Unternehmen trotzdem den Durchblick erhalten und für Transparenz und Sicherheit beim Transport ihrer hochwertigen Industriegüter sorgen, stellt der ASPION L-Track eindrucksvoll unter Beweis. Die flexible IoT Komplettlösung mit 360° Live-Tracking hat im vergangenen Jahr Industrie und Fachjuries überzeugt und wurde mehrfach prämiert. Auf der Logistikmesse LogiMAT präsentiert ASPION vom 24. – 26. März 2026 in Stuttgart zahlreiche Neuerungen und zeigt mit seinem Komplettportfolio wie einfach und effizient innovative Transportüberwachung für Industrieunternehmen heute funktioniert.

Praktische neue Funktionen für mehr Transparenz in der Supply-Chain

Für seine flexible und individuelle Anpassungsfähigkeit an unterschiedlichste Industrieanforderungen wurde der ASPION L-Track in 2025 mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg. Jetzt baut ASPION die Ende-zu-Ende Lösung „Made and Hosted in Germany“ gezielt in den Bereichen Liefermanagement, Visualisierung, Reporting und Datenbereitstellung in der neuen Version 2 weiter aus. So vereinfacht z. B. der neue aussagekräftige PDF-Report den Nachweis von außergewöhnlichen Vorkommnissen eines Transports gegenüber Dienstleistern. Außerdem kann der aktuelle Live-Standort für eine Lieferung sicher und schnell mit Beteiligten in und außerhalb des Unternehmens geteilt werden. Alle Neuerungen können Fachbesucher erstmals auf der LogiMAT in Stuttgart Ende März in Halle 4 am Stand 4B11 live erleben.

Digitale Transportüberwachung auf Eventfläche Ladungssicherung

Neben 360° Live-Tracking mit ASPION L-Track präsentiert ASPION mit den bewährten und marktführenden ASPION G-Log Schock- und Klimadatenloggern die komplette Bandbreite an Lösungen zur digitalen Transportüberwachung. Anhand autonomer Datenlogger wird gezeigt, wie Ursachenforschung in der täglichen Praxis funktioniert und Bedingungen beim Transport transparent und nachvollziehbar werden. Sein geballtes Expertenwissen insbesondere zur Stoß- und Schockdetektierung teilt ASPION außerdem auch erstmals auf der Eventfläche Ladungssicherung in Halle 9, Stand 9B71.

Schneller, einfacher und kostengünstiger Start

Dass professionelle, innovative Transportüberwachung schnell und einfach für jedes Industrieunternehmen sofort einsetzbar ist, stellt ASPION gleich mehrfach unter Beweis: Die Geräte sind einfach in der Handhabung sowie mehrfach einsetzbar und die Software und Apps leicht zu bedienen. Zudem bieten die Starterpakete mit vollem Funktionsumfang einen preislich attraktiven Einstieg. Die Starterpakete sind beim Hersteller direkt als auch bei qualifizierten ASPION Partnern erhältlich.

Isabel Weyerts Keine Kommentare

BITMi begrüßt Vorschlag zum KI-Gutschein für den Mittelstand

Aachen, Berlin 16. Januar 2026 – Diese Woche hat die SPD-Bundestagsfraktion die Idee eines KI-Gutscheins für den Mittelstand vorgestellt, einlösbar bei europäischen KI-Anbietern für Beratung, Implementierung, Datenaufbereitung, Training und Qualifizierung. Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) begrüßt diesen Vorschlag, der sowohl auf die effektive Digitalisierung des Mittelstands als auch auf die Förderung von KI „Made in Europe“ einzahlen würde. Auch wenn die genaue Ausgestaltung des Konzepts noch offen bleibt, ist es ein wichtiges Bekenntnis zur Stärkung der mittelständisch geprägten europäischen Digitalwirtschaft und der Digitalen Souveränität unseres Wirtschaftsstandortes.

„Die Unternehmen des deutschen IT-Mittelstands verstehen sich als Teil der Lösung für den Einsatz von souveränen und spezialisierten KI-Lösungen in Unternehmen. Für andere Mittelständler sind wir dabei ein vertrauenswürdiger Partner auf Augenhöhe. Wichtig ist, dass die Förderung bürokratiearm ausgestaltet wird und zielgerichtet dem europäischen Mittelstand zu Gute kommt“, kommentiert Verbandspräsident Dr. Oliver Grün die Initiative.

Der BITMi plädiert für eine zügige Umsetzung des Vorschlags und stellt seine Branchenexpertise für die konkrete Ausgestaltung zur Verfügung.

 

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TelemaxX registriert hohe Unsicherheit im Mittelstand bei NIS-2 und Cybersicherheit

Verdopplung der Anfragen von IT-Verantwortlichen seit Verabschiedung des NIS-2-Gesetzes im Bundestag Mitte November

Karlsruhe, 13. Januar 2026 – Mit der Umsetzung der europäischen NIS-2-Richtlinie in deutsches Recht steigen die Anforderungen in puncto Cybersicherheit an Unternehmen deutlich – insbesondere im KRITIS-Umfeld. Die TelemaxX GmbH, ein Betreiber von vier großen Rechenzentren, verzeichnet eine Verdopplung der Anfragen von IT-Verantwortlichen zu NIS-2-Compliance und Cybersecurity seit Verabschiedung des Gesetzentwurfs durch den Deutschen Bundestag Mitte November.

„Die Unsicherheit bei NIS-2 ist insbesondere im Mittelstand sehr hoch. IT-Verantwortliche aus Unternehmen verschiedener Branchen kommen mit zahlreichen Fragen zur Umsetzung der EU-Richtlinie auf uns zu. Kein Wunder, denn für viele Firmen bedeutet NIS-2 eine grundlegende Überprüfung ihrer IT- und Netzwerkinfrastruktur – nicht zuletzt im Hinblick auf Abhängigkeiten von Drittanbietern sowie Transparenz bei Betriebs- und Datenflüssen“, sagt Jan Lange, Geschäftsführer der TelemaxX GmbH.

Anfragen an die TelemaxX beziehen sich sowohl auf den operativen Bereich – etwa Datenhosting, IT-Betrieb und Backups – als auch auf Nachweispflichten im Zusammenhang mit NIS-2. Neben dem Mittelstand häufen sich auch Anfragen aus dem Bereich der öffentlichen Hand, insbesondere aus kommunalen Unternehmen.

Das NIS-2-Gesetz wurde Mitte November 2025 vom Bundestag beschlossen und durch den Bundesrat gebilligt. Am 6. Dezember 2025 ist es in Kraft getreten. NIS-2 verpflichtet betroffene Organisationen zu systematischem Risikomanagement, zur Absicherung der Lieferkette, zu belastbaren Business-Continuity-Konzepten sowie zu klaren Melde- und Dokumentationsprozessen.

Der TelemaxX zufolge ist es mit NIS-2 sowohl dem Mittelstand als auch der öffentlichen Hand anzuraten, IT-Prozesse zu bündeln. Dazu gehörten Glasfasernetze, um Ausfallsicherheit zu gewährleisten, sowie die Auslagerung von Daten und Betrieb in Rechenzentren. Diese sind relevant in Bezug auf auditierbare Prozesse, Datenverarbeitung und Sicherheitsüberprüfungen. Eine wichtige Rolle spielen auch souveräne Cloud-Plattformen mit transparenten Betriebsmodellen – diese ermöglichen es dem Mittelstand, Sicherheitsarchitekturen kontrolliert aufzubauen und regulatorische Anforderungen nachvollziehbar abzubilden.

„In der Kombination trägt die Bündelung von Prozessen dazu bei, die Vorgaben von NIS-2 nicht isoliert, sondern ganzheitlich umzusetzen. So werden die Voraussetzungen für überprüfbares Risikomanagement, robuste Notfallkonzepte und eine belastbare Governance geschaffen. Letztlich können Unternhemen ihre digitale Souveränität stärken“, so TelemaxX-Chef Jan Lange.

Isabel Weyerts Keine Kommentare

BITMi-Jahresprognose für 2026: IT-Mittelstand trotzt Wirtschaftslage

  • Über die Hälfte der IT-Mittelständler rechnet mit Umsatzwachstum
  • Verhaltene Prognose für die deutsche IT-Branche
  • Größte Herausforderung für die Digitalbranche ist die schwierige Wirtschaftslage, gefolgt von Bürokratie und Regulierungen sowie der geringen Priorisierung von Digitalisierung und digitaler Souveränität
  • Fachkräftemangel verliert als Hürde für IT-Mittelständler weiter an Bedeutung
  • KI auch in 2026 größter Digital-Trend

Aachen, 5. Januar 2026 – Der IT-Mittelstand blickt mit einer verhaltenen Prognose auf das neue Jahr, erweist sich jedoch weiterhin als resilient gegenüber der angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Bundesverband IT-Mittelstand e. V. (BITMi). Zwar rechnet eine knappe Mehrheit der befragten Unternehmen mit einem Umsatzwachstum im eigenen Haus (56 Prozent), zugleich erwarten jedoch rund die Hälfte eine Stagnation (27 Prozent) oder sogar eine Verschlechterung (22 Prozent) der Lage der deutschen Digitalbranche insgesamt. Hauptursache hierfür ist aus Sicht der überwiegenden Mehrheit die allgemeine Wirtschaftslage (77 Prozent). Darüber hinaus sehen mehr als die Hälfte der Befragten gesetzliche Regulierungen und Bürokratie als zentrale Herausforderung für die Branche (55 Prozent). Knapp die Hälfte nennt zudem die unzureichende Priorisierung der Digitalisierung (48 Prozent) sowie der digitalen Souveränität (45 Prozent) als wesentliche Hemmnisse. Ein Viertel der Unternehmen verweist schließlich auf den Fachkräftemangel und eine unzureichende digitale Infrastruktur (jeweils 25 Prozent).

„Die angespannte Wirtschaftslage über alle Branchen hinweg ist auch im Digitalsektor spürbar, dennoch zeigt sich der IT-Mittelstand nach unserer aktuellen Umfrage weiterhin resilient und leistungsstark. Hier zeigt sich also ein eindeutiges Potenzial: die mittelständisch geprägte Digitalwirtschaft kann zum Motor für die schwächelnde deutsche Wirtschaft werden“, erklärt BITMi-Präsident Dr. Oliver Grün, „Die von den Unternehmen genannten Herausforderungen – Bürokratie, Regulierungen und die geringe Priorisierung von Digitalisierung und digitaler Souveränität – verdeutlichen die entscheidenden Hebel, um das nötige Momentum zu schaffen.“

Diese Einschätzung spiegelt sich auch in den Forderungen der befragten Unternehmen an die Bundesregierung wider. Mit deutlicher Mehrheit nennen sie den Abbau von Bürokratie und Berichtspflichten (68 Prozent) als vordringlichste Aufgabe. Es folgen die Verwaltungsdigitalisierung (57 Prozent) sowie der Ausbau der digitalen Infrastruktur (53 Prozent). Knapp die Hälfte der Unternehmen spricht sich zudem für eine stärkere Förderung von Schlüsseltechnologien wie Künstlicher Intelligenz und Quantencomputing sowie für steuerliche Entlastungen für Unternehmen aus (jeweils 46 Prozent). Rund ein Drittel nannte die Stärkung der Cybersicherheit bei Staat und Unternehmen (35 Prozent) sowie die Reform des Vergaberechts (34 Prozent).

Im Vergleich zum Vorjahr bleibt die Prognose des IT-Mittelstands weitgehend konstant. Die auffälligste Entwicklung zeigt sich in der Einordnung der größten Hürden für IT-Unternehmen: Die angespannte Wirtschaftslage sowie Regulierungsdichte und Bürokratie verfestigen sich als zentrale Belastungsfaktoren. Der Fachkräftemangel, über viele Jahre hinweg die dominierende Herausforderung, hat hingegen deutlich an Bedeutung verloren. Nachdem er im vorletzten Jahr erstmals rückläufig war, sank seine Relevanz nun mit einem Minus von 20 Prozentpunkten gegenüber der Vorjahresumfrage nochmals spürbar. An Gewicht gewonnen hat dagegen die mangelnde Priorisierung digitaler Souveränität (plus 20 Prozentpunkte). Obwohl dieses Thema im vergangenen Jahr intensiv digitalpolitisch diskutiert wurde, deutet dies darauf hin, dass die mittelständische Digitalwirtschaft Zweifel an der praktischen Umsetzung der politischen Zusagen hegt.

Als prägendster Digitaltrend des neuen Jahres wird – wie bereits in den Vorjahren – von einer überwältigenden Mehrheit der Befragten die Künstliche Intelligenz gesehen. Als konkrete Ausprägungen werden insbesondere agentische KI, der Einsatz von KI im Kontext von Cybersicherheit und -kriminalität sowie die Frage nach einem wirksamen und wirtschaftlich sinnvollen Einsatz von KI hervorgehoben.

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