Isabel Weyerts Keine Kommentare

ZIM-Förderung sichern: IT-Mittelstand fordert verlässliche Finanzierung

Aachen/Berlin, 10. Juli 2026 – Der diese Woche bekanntgegebene kurzfristige Antragsstopp für das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) ist ein fatales Signal an den innovativen IT-Mittelstand und gefährdet die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Mittelstands erheblich. Die fehlende Planungssicherheit hinsichtlich einer Wiederaufnahme der Förderung im Jahr 2027 stellt betroffene Unternehmen zusätzlich vor enorme Herausforderungen.

Aus Sicht des Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) bildet das ZIM, insbesondere vor dem Hintergrund der digitalen Transformation und des zunehmenden Einsatzes Künstlicher Intelligenz im Mittelstand, eine zentrale Säule für die zukünftige Innovationsfähigkeit der mittelständischen Wirtschaft.

BITMi-Präsident Dr. Oliver Grün kommentiert: „Eines der erfolgreichsten Förderprogramme für den IT-Mittelstand wurde ohne jede Vorwarnung abrupt gestoppt – das gefährdet die Zukunftsfähigkeit der mittelständischen Wirtschaft. Gerade Unternehmen in laufenden Transformationsprozessen sind auf einen verlässlichen Rahmen und Planungssicherheit angewiesen. Wer bereits in Forschung investiert hat, darf nicht mit leeren Händen dastehen.”

Die Relevanz des Programms belegen eindrucksvolle Zahlen: Laut einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) führt jeder staatlich investierte Euro zu tatsächlichen Forschungsinvestitionen bei kleinen und mittleren Unternehmen von fast drei Euro, es entstehe also eine nachgewiesene Hebelwirkung von fast 200%. Grün abschließend: „Die Zahlen sprechen für sich: Die ZIM-Förderung funktioniert und liefert nachweislich Erfolge durch fast eine Verdreifachung der staatlichen Förderung über private Hebelung. Wer hier spart, der spart am Wachstum von morgen.”

Der BITMi fordert daher:

  • eine verbindliche Haushaltszusage für das Jahr 2027 mit konkretem Startdatum,
  • eine Übergangslösung für bestehende ZIM-Vorhaben, die sich derzeit in der Antragsphase befinden, sowie
  • eine ausreichende finanzielle Ausstattung des Programms im Bundeshaushalt ab 2027, die der bestehenden Nachfrage gerecht wird.
Lydia Schauß Keine Kommentare

BITMi-Projekt TRUST gestartet: KI-gestützte Plattform zur Vereinfachung von EU-Compliance für KMU

Aachen, Berlin, 08. Juli 2026 – Mit dem offiziellen Start des neuen Horizon-Projekts TRUST (Trusted Regulatory Compliance Services for Europe) beginnt der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) mit seinen Partnern eine wegweisende Initiative zur Vereinfachung regulatorischer Compliance für Unternehmen in Europa. Das Projekt zielt darauf ab, KI-gestützte Tools zu entwickeln, die insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Einhaltung komplexer europäischer Vorschriften unterstützen.

Zum Auftakt des Projekts kamen Vertreterinnen und Vertreter der 17 Partnerorganisationen aus neun europäischen Ländern zusammen, um die gemeinsame Arbeit an innovativen Lösungen für Compliance-Herausforderungen aufzunehmen. Das Konsortium setzt sich aus führenden europäischen Institutionen aus den Bereichen Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung zusammen. Die Zusammenarbeit dieser Bereiche sowie die kontinuierliche Einbeziehung von KMU in den Entwicklungsprozess zielt darauf ab, die Praxistauglichkeit der entwickelten Tools sicherzustellen.

Das BITMi-Projekt wird im Rahmen des Horizon-Europe-Programms von der Europäischen Union mit einem Budget von etwa 8 Millionen Euro gefördert. In den kommenden drei Jahren wird das Projekt insbesondere daran arbeiten, die Umsetzung von Compliance in den Bereichen Datenschutz (DSGVO) und Künstliche Intelligenz (AI Act) für Unternehmen effizienter und kostengünstiger zu gestalten.

„Unser Ziel ist es, durch vertrauenswürdige KI-gestützte Tools und praxisnahe Lösungen die Einhaltung regulatorischer Anforderungen deutlich effizienter, transparenter und sicherer zu gestalten – ein entscheidender Schritt für die digitale Wirtschaft Europas“, erklärte Anna Brodmann, Projekteleiterin beim BITMi.

Zentrale Ziele von TRUST

TRUST verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, um Compliance-Prozesse zu vereinfachen. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören:

  • Entwicklung einer KI-gestützten Online-Plattform (OPRCS):
    Die Plattform umfasst sechs spezialisierte KI-Assistenten, die Unternehmen und Behörden bei zentralen Compliance-Aufgaben unterstützen – von der Überwachung neuer Vorschriften über die Analyse rechtlicher Risiken bis hin zur Erstellung regulatorischer Berichte.
  • Schaffung eines europäischen Vertrauenssiegels („Seal of TRUST“):
    Das Siegel soll die Einhaltung regulatorischer Anforderungen sichtbar machen, Vertrauen stärken und Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil bieten.
  • European Alliance for Regulatory Compliance Services (ARCS):
    Die Allianz vernetzt Forschungseinrichtungen, Behörden, Unternehmen und Verbände, um die Projektergebnisse nachhaltig zu verankern.
  • Fokus auf IT-Sicherheit und Datenschutz:
    Sämtliche Lösungen werden nach den Prinzipien „Security-by-Design“ und „Privacy-by-Design“ entwickelt, um Datenschutz, Vertraulichkeit und Integrität von Informationen zu gewährleisten.
  • Pilotierung mit rund 500 Organisationen:
    Das Projekt plant, die entwickelten Tools in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen, Behörden und Datenschutzbeauftragten in ganz Europa zu testen und weiterzuentwickeln.

Weitere Informationen finden Sie unter https://bitmi.de/projekte/trust/.

Isabel Weyerts Keine Kommentare

Reformpaket adressiert Bürokratie – doch bei Steuern bleibt der große Wurf aus

Aachen/Berlin, 3. Juli 2026 – Das gestern veröffentlichte Reformpaket der Bundesregierung enthält einige vielversprechende Ansätze, allerdings bleibt die konsequente Umsetzung abzuwarten. Positive Ansätze finden sich bei den Punkten zum Bürokratieabbau und dem vereinfachten Datenschutz, der Förderung von Zukunftsbranchen sowie die angekündigte Flexibilität am Arbeitsmarkt. Bei der steuerlichen Entlastung bleibt allerdings Skepsis angebracht: Nach Verrechnung mit zusätzlichen Kosten fallen die tatsächlichen Entlastungen nur marginal aus.

Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) begrüßt einzelne Maßnahmen ausdrücklich, mit Blick auf das Gesamtpaket ist aber kein großer Wurf für den IT-Mittelstand zu erwarten. Verbandspräsident Dr. Oliver Grün erklärt: „Dieses Reformpaket adressiert einige zentrale Herausforderungen unserer Branche. Mit der Abschaffung der Berichtspflichten gegenüber staatlichen Stellen, einer pragmatischen Datenschutzpolitik und der Flexibilisierung des Arbeitsmarkts adressieren die Maßnahmen endlich die Rahmenbedingungen, die der IT-Mittelstand braucht, um global wettbewerbsfähig zu bleiben.”

Das positive Kernstück des Reformpakets ist die geplante Aufhebung gesetzlicher Berichtspflichten. Berichtspflichten sollen pauschal entfallen. Bestehen bleiben nur jene, deren Notwendigkeit die zuständigen Behörden explizit begründen. „Dies ist ein echtes Entlastungssignal für die mittelständische Wirtschaft”, unterstreicht Grün. „Versprochen wird ein Paradigmenwechsel – weg von Überregulierung, hin zu schlanken, notwendigen Standards. Das befreit Unternehmen des IT-Mittelstands endlich von dieser administrativen Last.”

Besonders wichtig ist zudem die geplante Förderung von Zukunftsbranchen – Innovationen „Made in Germany” und der Bereich Künstliche Intelligenz werden explizit benannt. „Zukünftige Wirtschaftsförderung sollte konsequent Unternehmen stärken, die zur digitalen Souveränität Deutschlands beitragen. Im parlamentarischen Verfahren muss der Fokus darauf liegen, keine zukünftigen Abhängigkeiten von nicht-europäischen Unternehmen mit Steuergeld zu finanzieren, sondern sich auf die heimische Wirtschaft zu konzentrieren“, mahnt Grün.

Bei der angekündigten Flexibilisierung des Arbeitsmarktes sei zudem auf die Gegebenheiten im Mittelstand zu achten: „Abweichende Regelungen beim Arbeitsrecht und beim Unternehmensrecht, die an Tarifgebundenheit gekoppelt sind, helfen dem Mittelstand nicht weiter. Wir brauchen echte Flexibilität für alle, nicht nur für große, tarifgebundene Unternehmen.“

Bei aller Anerkennung der Reformambitionen: Die steuerlichen Effekte sind nach Berücksichtigung zusätzlicher Lasten und laufenden Mehrkosten deutlich geringer als erhofft. Grün kommentiert: „Eine echte Körperschaftssteuerreform vermissen wir komplett, und die Einkommensteuererleichterungen bleiben marginal. Die Chance auf eine echte Steuerwende für den Mittelstand wurde leider erneut verpasst.“

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BITMi im Austausch mit Mittelstandsbeauftragter Gitta Connemann

Aachen/Berlin, 25. Juni 2026 – In Berlin hat sich gestern Dr. Oliver Grün, Präsident des Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi), mit der Mittelstandsbeauftragten der Bundesregierung, Parlamentarische Staatssekretärin Gitta Connemann MdB, ausgetauscht. Das Gespräch setzte ein wichtiges Signal für eine engere Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftsministerium und IT-Mittelstand.

„Es gibt viele Ansatzpunkte, wie wir gemeinsam die Wettbewerbsfähigkeit von Deutschland verbessern können. Die Digitalwirtschaft in Deutschland ist mit der Stellung der meisten Arbeitsplätze mittelständisch geprägt, die größte Anforderung an die Politik ist nicht teuer, wir brauchen weniger Bürokratie und Regulierung“, betonte Grün im Anschluss an das Treffen.

Im Mittelpunkt standen konkrete politische Hebel zur Entlastung und Förderung mittelständischer IT-Unternehmen. Besonders wichtig sind aus Sicht des BITMi der konsequente Abbau von Bürokratie und Regulierung sowie ein verpflichtender Einbezug Digitaler Souveränität als Kriterium in der öffentlichen Vergabe. So kann Wertschöpfung in Deutschland geschaffen und Digitale Souveränität gestärkt werden.

Der konstruktive Austausch öffnet Türen für eine vertiefte Kooperation zwischen dem BITMi und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Gemeinsam sollen Ansätze weiterentwickelt werden, die den IT-Mittelstand stärken und Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit als Digitalstandort verbessern.

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Hauptstadtforum Digitalwirtschaft des BITMi: Von der Vision zur Umsetzung

Berlin, 19. Juni 2026 – Auf dem Hauptstadtforum Digitalwirtschaft des Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) diskutierten letzte Woche in Berlin Thomas Jarzombek (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, und Prof. Dr. Jens Südekum, persönlicher Beauftragter für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung des Bundesfinanzministers, gemeinsam mit weiteren Vertretern der Bundesregierung, der Opposition und Experten aus der Wirtschaft: Wie können wir jetzt die Vision der Digitalen Souveränität in die Praxis umsetzen?

Der IT-Mittelstand als Schlüsselakteur für Wachstum und Souveränität

In einem Rundumblick auf die wirtschaftliche Situation in Deutschland hebt Südekum Auswirkungen der geopolitischen Situation auf die deutsche Wirtschaft hervor, die nun nicht mehr auf Partnerschaften mit etwa den USA und China setzen kann. „Es macht für die Politik keinen Sinn, jetzt Wirtschaftspolitik so auszurichten, dass man mit viel Steuergeld und Subventionen versucht, die alten Geschäftsmodelle irgendwie zu schützen und zu retten. Es funktioniert nur so, dass man diese neue Situation, in der wir gerade sind, auch als Auftrag versteht und neue Geschäftsfelder und Innovation pusht“, so Südekum.

Dabei wird schnell klar: Der IT-Mittelstand ist ein wichtiges Schlüsselelement für Wirtschaftswachstum und Digitale Souveränität, nicht zuletzt als Digitalisierungspartner des deutschen Anwendermittelstandes. „44,3 Prozent des Anwendermittelstands setzen geschäftskritische Unternehmenssoftware des IT-Mittelstands ein,“ präsentiert Prof. Dr. Norbert Gronau, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik, Prozesse und Systeme der Universität Potsdam, seine aktuelle Untersuchung zur Marktrelevanz des IT-Mittelstands. „Der Mittelstand kauft Software von Unternehmen in seiner Größenordnung. Darum ist der IT-Mittelstand hier besonders relevant.“

„Deshalb plädieren wir dafür, dass die Politik dem Markt folgt, Mittelstandssoftware mehr einbezieht und ihr faire Markchancen gibt, anstatt uns Bürokratie und andere Hürden in den Weg zu legen. Digitalpolitik ist aus unserer Sicht Wirtschaftspolitik und die ist ohne Mittelstandslösungen unvollständig,“ betont Dr. Oliver Grün, Präsident des BITMi.

Bürokratische Entlastungen als Grundlage für Wachstum und Innovation

Regulierungen und bürokratische Belastungen sind erwiesenermaßen die größte Hürde des IT-Mittelstands, die ihn in seiner wichtigen Rolle für die Wirtschaft auszubremsen droht. Dem waren sich auch die Regierungsvertreter auf der Bühne bewusst.

„Beim Thema Bürokratie werbe ich dafür, dass wir nicht immer so abstrakte Forderungen in den Raum stellen, sondern jetzt wirklich abarbeiten, was wir beschlossen haben“, erklärt Jarzombek und nennt das Beispiel der Modernisierungsagenda. Frustriert steht er allerdings den immer neuen Regulierungsvorhaben der EU gegenüber: „Wir haben jede Woche Maßnahmen, die tatsächlich zur Verwaltungsvereinfachung führen. Was dem entgegen läuft, ist das Thema Europa. […] Ich würde mir tatsächlich wünschen, dass Brüssel sich auch erstmal mit neuen Regulierungen zurückhält. Dann würde das, was wir hier gerade abbauen, auch einen richtigen Effekt erzielen.“

Auch Hansjörg Durz (CDU/CSU), Ausschussvorsitzender des Ausschusses für Digitales und Staatsmodernisierung, unterstützt ein solches Moratorium: „Wir haben eine überbordende Bürokratie, die unsere Wettbewerbsfähigkeit in der Breite massiv begrenzt […] In einigen Bereichen, wie der Cybersicherheit, müssen wir ganz klar Vorgaben machen. Aber in anderen Bereichen ist es die Aufgabe des Staates, schlechthin die Rahmenbedingungen so zu setzen, dass die Unternehmen sich entfalten können und dafür zu sorgen, dass Innovation entsteht.“

„Am Ende muss das Geschäft von der Wirtschaft gemacht werden und nicht vom Staat“, betont Jarzombek. „Wir dürfen euch vor allem nicht im Weg stehen, aber das Wachstum kann nur aus den Unternehmen generiert werden. Da müssen wir irgendwie versuchen, die Hände wieder vor die Brust zu bringen und nicht dahinter.“

Mut zur Digitalen Souveränität im Schulterschluss zwischen Politik und Wirtschaft

Viel Einigkeit herrscht dabei, dass wir bei der Umsetzung Digitaler Souveränität jetzt entschlossen, mit Mut und vor allem gemeinsam vorangehen müssen.

So sagte Rebecca Lenhard (Grüne), Digitalpolitische Sprecherin der Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion: „Ich würde mir wünschen, dass das, was unser Digitalminister die ganze Zeit groß ankündigt, jetzt auch kommen würde. Wir sehen die mutigen Schritte, die gerade zum Beispiel in Frankreich passieren, wo wirklich ein ambitionierter Plan nach vorne geht. Ich glaube, Deutschland kann das auch und ich glaube, dass wir das jetzt brauchen.“

Johannes Schätzl (SPD), Digitalpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, zeigt dabei großes Vertrauen in die heimische Digitalwirtschaft: „Ich glaube, sowohl im Hardware- als auch im Softwarebereich gibt es für jedes Problem eine europäische Lösung. Die ist vielleicht noch nicht ganz so groß, vielleicht ein bisschen teurer und nicht so bequem, aber wir, die suchen, finden eine europäische Lösung. Und genau aus diesem Grund brauchen wir auch mehr Mut, genau diese europäischen Lösungen zu wählen.“

Diesen Mut fordert als Vertreter der mittelständischen Digitalwirtschaft auch Dr. Bernd Heinrichs, Bereichsleiter Inventory & Supply Chain der INFORM GmbH: „Das Problem bei der Umsetzung Digitaler Souveränität ist die Entschlossenheit der Menschen, […] nicht auf die Marktmacht zurückzugreifen, die einem dann offensichtlich als erstes einfällt, und minimale Wechselbereitschaft zu haben. Da muss sich grundsätzlich etwas verändern und das kann es nur, wenn wir etwas dagegenstellen.“

Laura Anna Baur, Business Development & Strategic Relations bei STACKIT, spricht sich für Innovationspartnerschaften zwischen Forschung, Politik und Wirtschaft aus, um technologische Unabhängigkeit aus Europa heraus zu schaffen: „Wir müssen noch viel stärker in den Schulterschluss kommen, dass Verwaltung und der öffentliche Sektor mit der Wirtschaft zusammenarbeitet und dass man sich gemeinsam aufstellt.“

Schon in seiner Begrüßung setze Martin Hubschneider, Vizepräsident des BITMi, also bereits das passende Kredo für den Abend: „Mein Appell an Sie alle ist: Lassen Sie und gemeinsam der Motor einer vertrauenswürdigen Digitalisierung für ein zukunftsfähiges Europa, vielleicht für eine Zukunftsfähige Welt, werden.“

Bildunterschrift: Thomas Jarzombek, Dr. Oliver Grün und Prof. Dr. Jens Südekum (v.l.n.r.) auf der Bühne des Hauptstadtforum Digitalwirtschaft 2026 (© BITMi / Christian van’t Hoen)

Isabel Weyerts Keine Kommentare

Deutsch-französisches Positionspapier: BITMi fordert konkreten Fahrplan für Europas Digitale Souveränität

  • BITMi begrüßt das Papier als wichtigen Impuls für eine selbstbestimmte und wettbewerbsorientierte europäische Digitalpolitik und bestärkt das dortige Bekenntnis zur wichtigen Rolle des IT-Mittelstands.
  • BITMi-Präsident Dr. Oliver Grün: Maßnahmen müssen konkretisiert werden, um Souveränitätswashing zu vermeiden.
  • Verband schlägt konkrete Maßnahmen zur Stärkung der europäischen IT-Wirtschaft vor.

Aachen/Berlin, 18. Juni 2026 – Der Bundesverband IT-Mittelstand e. V. (BITMi) begrüßt das gestern veröffentlichte deutsch-französische Positionspapier zur digitalen Souveränität als wichtigen Impuls für eine europäische Digitalpolitik, die technologische Selbstbestimmung, Wettbewerbsfähigkeit und europäische Wertvorstellungen in den Vordergrund rückt. Das Papier benennt den akuten Handlungsbedarf, der aus außereuropäischen Abhängigkeiten entsteht und betont die entscheidende Rolle des Mittelstands auf dem Weg in eine digital-souveräne Zukunft, allerdings verbleibt es weitestgehend bei einer Bestandsaufnahme.

Verbandpräsident Dr. Oliver Grün kommentiert: „Es braucht eine klare Vision für die digitale Souveränität Europas – mit ambitioniertem Fahrplan und einem Staat, der vorangeht, indem er konsequent auf europäische Lösungen setzt.“

Das Positionspapier listet eine Vielzahl möglicher Umsetzungskritierien zur Erreichung digitaler Souveränität auf. Offen bleibt jedoch, wie, wann und in welcher Reihenfolge diese Maßnahmen umgesetzt werden sollen. „Solange die Maßnahmen unverbindlich bleiben, lassen sie Spielraum für Souveränitätswashing und werden den akuten geopolitischen Herausforderungen nicht gerecht“, so Grün.

Mit Blick auf die Definition digitaler Souveränität unterstützt der IT-Mittelstand den risikobasierten Ansatz und den Verweis auf das handfeste Kriterium der Europarechtstreue als Umsetzungswerkzeug. Digitale Souveränität wird darin nicht als Isolation verstanden, sondern als Fähigkeit zur selbstbestimmten Gestaltung. Dies entspricht dem Verständnis des BITMi: Digitale Souveränität erfordert technologische Selbstbestimmung, den Abbau einseitiger Abhängigkeiten und die Stärkung lokaler Wertschöpfung „Made in Germany & Europe“.

Gleichzeitig vermisst der BITMi konkrete Maßnahmen zur gezielten Stärkung des europäischen IT-Mittelstands. Aus Sicht des Verbands braucht es hierfür insbesondere:

  • gezielten Bürokratieabbau für den IT-Mittelstand, etwa bei Berichts- und Dokumentationspflichten,
  • passgenaue Förderinstrumente für KMU, zum Beispiel durch regulatorische Sandboxes und einen vereinfachten Zugang zu Wachstumskapital,
  • verpflichtende Souveränitäts- und EU-Präferenzklauseln im Vergaberecht, damit öffentliche Aufträge prioritär an europäische Anbieter mit nachweisbarer Europarechtstreue vergeben werden,
  • die verbindliche Einbindung des Mittelstands in zukünftige Begleitgremien, etwa in das deutsch-französische Zukunftswerk.

Das deutsch-französische Positionspapier enthält einige vielversprechende Ansätze. Damit digitale Souveränität jedoch auch in der Praxis umgesetzt und nachhaltig verankert werden kann, müssen die operativen Hebel – insbesondere für den Mittelstand – konkretisiert werden.

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BITMi zu US-Zugangsbeschränkungen zu Anthropic: Ein Weckruf für Europa

Aachen/Brüssel, 15. Juni 2026 – Die Entscheidung der US-Regierung, den Zugang ausländischer Akteure zu den neuesten KI-Modellen von Anthropic zu beschränken, markiert einen Wendepunkt in der Geopolitik der Technologie. Zum ersten Mal wurden wegweisende KI-Modelle faktisch als strategische Technologien behandelt, deren Zugang aus Gründen der nationalen Sicherheit einseitig eingeschränkt werden kann.

Die Europäische Kommission hat bereits angekündigt, dass sie die praktischen Auswirkungen der Maßnahme auf europäische Nutzer und Unternehmen prüft. Der Vorfall hat europaweit erneut Forderungen nach mehr digitaler Souveränität und einer geringeren Abhängigkeit von ausländischen digitalen Infrastrukturen und Diensten laut werden lassen.

„Diese Entscheidung ist ein Weckruf für Europa. Sie zeigt, dass digitale Souveränität kein abstraktes politisches Ziel mehr ist, sondern eine Voraussetzung für wirtschaftliche Sicherheit und Widerstandsfähigkeit“, sagte Dr. Oliver Grün, Präsident des Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) und der European DIGITAL SME Alliance.

„Das Problem ist nicht, dass die Vereinigten Staaten Technologien schützen, die sie als strategisch wichtig erachten“, so Grün weiter, „Das eigentliche Problem ist, dass Europa nach wie vor übermäßig von Technologien abhängig ist, über die es keine Kontrolle hat. Abhängigkeiten, die in Zeiten der Partnerschaft noch überschaubar erscheinen, können schnell zu strategischen Schwachstellen werden.“

Die Verbände betonen, dass es bei digitaler Souveränität nicht um Isolation oder Protektionismus geht.

„Bei digitaler Souveränität geht es darum, sicherzustellen, dass Europa Optionen hat“, fügte Oliver Grün hinzu. „Sie bedeutet, die Fähigkeit zu besitzen, kritische digitale Technologien unabhängig zu entwickeln, einzusetzen und darauf zurückzugreifen, wenn die Umstände dies erfordern. KI-Modelle, Cloud-Infrastrukturen und Softwareplattformen sind zu strategischen Vermögenswerten geworden, die für Wettbewerbsfähigkeit, öffentlichen Dienst und Sicherheit unverzichtbar sind.“

BITMi und DIGITAL SME betonen zudem, dass die Umsetzung technologischer Souveränität nicht allein in der Verantwortung der Regierungen liegen könne.

„Europäische Tech-KMU verlangen von den Regierungen nicht, dass diese digitale Souveränität für sie aufbauen“, sagte Oliver Grün. „In ganz Europa entwickeln bereits tausende innovativer Unternehmen erstklassige Lösungen in den Bereichen KI, Cloud, Cybersicherheit, Daten und Software. Wir sind bereit, Ergebnisse zu liefern. Digitale Souveränität wird gemeinsam geschaffen: durch Gesetzgebung, die die richtigen Rahmenbedingungen schafft und durch europäische Unternehmen, die innovativ sind, zusammenarbeiten und skalieren.“

DIGITAL SME hob die Rolle des „Tech Sovereignty Catalogue“ als praktischen Beitrag zur technologischen Widerstandsfähigkeit Europas hervor.

Der unter https://techsov-catalogue.eu verfügbare Katalog listet marktreife europäische Lösungen in den Bereichen Cloud, KI, Cybersicherheit, Daten und Konnektivität auf und macht so die vorhandenen europäischen Kompetenzen für politische Entscheidungsträger, Beschaffer und private Käufer sichtbar und zugänglich. Noch wichtiger ist, dass er dabei hilft, Möglichkeiten zur Koordinierung und Bündelung europäischer Anbieter zu identifizieren, wodurch innovative KMU ihre Stärken zusammenführen und integrierte, souveräne Alternativen bereitstellen können.

„Die Herausforderung für Europa besteht nicht nur darin, neue Technologien zu entwickeln. Es geht auch darum, die bereits auf dem gesamten Kontinent vorhandene Können zu entdecken, zu vernetzen und zu mobilisieren“, sagte Oliver Grün. „Der Tech Sovereignty Catalogue wurde genau zu diesem Zweck geschaffen: um Europas digitale Fähigkeiten zu erfassen und sie zu skalierbaren, vertrauenswürdigen und souveränen Lösungen zu bündeln.“

Angesichts der jüngsten Entwicklungen fordert der BITMi gemeinsam mit DIGITAL SME die europäischen Entscheidungsträger auf:

  • die Investitionen in eigenständige europäische KI-, Cloud- und Softwarekapazitäten zu beschleunigen;
  • Software und KI-Modelle als strategische Vermögenswerte anzuerkennen, die für die wirtschaftliche Sicherheit und Widerstandsfähigkeit Europas von entscheidender Bedeutung sind;
  • das öffentliche Beschaffungswesen und nachfrageseitige Maßnahmen zu nutzen, um die Einführung europäischer Technologien zu fördern;
  • Föderations- und Aggregationsmodelle zu fördern, die es europäischen KMU ermöglichen, integrierte Lösungen in großem Rahmen anzubieten.

„Die Lehre aus dieser Entwicklung ist einfach“, schloss Oliver Grün. „In einer Welt, in der der Zugang zu strategischen Technologien von heute auf morgen eingeschränkt werden kann, braucht Europa sowohl die Fähigkeit, eigene Alternativen zu entwickeln, als auch die Fähigkeit, bereits vorhandene Kapazitäten zu mobilisieren. Europäische digitale KMU sind bereit, ihren Teil dazu beizutragen.“

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Studie: Mittelstand setzt auf Mittelstandssoftware statt Konzernlösungen

Neue Studie zeigt: Fast jeder zweite Mittelständler nutzt Softwarelösungen des IT-Mittelstands – Politik muss mittelständische Digitalwirtschaft endlich ernst nehmen, statt sie durch Regulierung zu erdrücken.

Aachen/Berlin, 11. Juni 2026 – Der deutsche Mittelstand setzt bei seiner Digitalisierung entgegen landläufiger Meinung nicht einseitig auf globale Softwarekonzerne, sondern in großem Umfang auf Lösungen aus dem heimischen IT-Mittelstand. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik, Prozesse und Systeme der Universität Potsdam im Auftrag des Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi), die gestern beim Hauptstadtforum Digitalwirtschaft des BITMi vorgestellt wurde.

Die Ergebnisse sind eindeutig:

  • 44,3 Prozent des deutschen Mittelstands nutzen Unternehmenssoftware des IT-Mittelstands.
  • Auch mehr als 20 Prozent der Großunternehmen setzen auf mittelständische IT-Anbieter.
  • Der IT-Mittelstand ist damit kein Randakteur, sondern ein zentraler Digitalisierungspartner der deutschen Wirtschaft. Diese Realität muss sich auch in politischen Entscheidungen widerspiegeln.

Die Studie macht deutlich: Mittelständische Anwenderunternehmen vertrauen bei Unternehmenssoftware in erheblichem Maße auf Anbieter aus der eigenen Größenklasse. Sie setzen auf Partner, die ihre Strukturen, ihre Anforderungen und ihre Praxis kennen – statt ausschließlich auf standardisierte Lösungen globaler Softwarekonzerne, die meist aus Übersee stammen.

Mittelstand setzt auf IT-Mittelstand – Politik muss nachziehen

„Diese Zahlen sind ein Weckruf an die Politik“, erklärt BITMi-Präsident Dr. Oliver Grün. „Während in politischen Reden ständig von Digitaler Souveränität, Mittelstand und Innovationskraft gesprochen wird, sieht die Realität oft anders aus: Wenn es konkret wird, werden viel zu häufig die großen internationalen Softwarekonzerne berücksichtigt – und der IT-Mittelstand bleibt außen vor.“

Dabei zeige die Studie das Gegenteil dessen, was in vielen politischen Entscheidungsprozessen offenbar noch immer vorausgesetzt werde: nämlich, dass der IT-Mittelstand zu klein, zu spezialisiert und zu unbedeutend sei. Tatsächlich ist er längst eine tragende Säule der Digitalisierung in Deutschland.

„Der Mittelstand setzt bereits auf den IT-Mittelstand. Jetzt muss auch die Politik endlich nachziehen“, so Grün weiter. „Wer technologische Selbstbestimmung will, muss heimische Softwareanbieter systematisch stärken, wenn sie vergleichbare Lösungen anbieten.“

Faire Chancen statt Bürokratie und Regulierungslast

Der BITMi fordert deshalb eine klare politische Kurskorrektur, um die bürokratische Belastung für den IT- Mittelstand zu reduzieren. Dazu müsse in erster Linie endlich die unübersichtliche Menge an Regulierungen wie beispielsweise Bundestariftreuegesetz, NIS2, Cyber Resilience Act, AI Act oder Data Act mittelstandsgerechter gestaltet werden. Bereits vor der Einführung dieser neuen Regulierungen muss nach einer aktuellen Studie des KfW für jeweils 15 Beschäftigte eine komplette Vollzeitstelle zusätzlich finanziert werden, um allen Regulierungen nachzukommen. Mit den neuen Regulierungen droht eine Erhöhung des Bürokratieaufwandes für Softwareunternehmen von bis zu 50 Prozent. Deshalb fordert der Verband ein Moratorium für neue Regulierungen von 24 Monaten. Wer den IT-Mittelstand stärken will, muss ihn ferner bei öffentlichen Digitalprojekten, Förderprogrammen und Vergabeentscheidungen endlich systematisch berücksichtigen – und darf ihn nicht durch praxisferne Vorgaben faktisch ausschließen.

„Der IT-Mittelstand braucht faire Chancen statt neuer Hürden“, so Grün. „In der politischen Debatte wird der Mittelstand gerne als Rückgrat der Wirtschaft bezeichnet. In konkreten Regelungen wird er aber viel zu oft behandelt, als müsse er sich erst gegen einen Generalverdacht rechtfertigen.“

Dies zeige sich etwa in Vergabeverfahren, in denen Konzernsoftware oder Open-Source-Lösungen häufig strukturell bevorzugt würden, während leistungsfähige Mittelstandssoftware zu wenig Beachtung finde. Ebenso problematisch seien politische Vorgaben, die sich an der Welt großer Konzerne orientierten und dabei die Realität mittelständischer Unternehmen verfehlten.

„Wer den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken und Digitale Souveränität erreichen will, muss den IT-Mittelstand nicht nur erwähnen, sondern politisch ernst nehmen“, betont Grün. „Digitalpolitik ist Wirtschaftspolitik – und ohne Mittelstandssoftware bleibt sie unvollständig.“

Über die Studie

Die von Prof. Dr. Norbert Gronau durchgeführte Studie hat die Marktanteile von Unternehmenssoftware im deutschen Mittelstand untersucht. Anhand der Verbreitung von ERP-Systemen als häufigste Standardsoftwarelösung in Unternehmen ermittelt die Analyse die Bedeutung des IT-Mittelstandes für die deutsche Wirtschaft. Neben der Aufschlüsselung nach Unternehmensgröße bietet die Umfrage auch eine Übersicht der Marktanteile des IT-Mittelstands in unterschiedlichen Anwenderbranchen.

Details zum Vorgehen und alle Ergebnisse finden Sie hier.

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Projekt „CFD Predict“ erhält ZIM-Förderung

Aachen/Berlin, 03. Juni 2026 – Der Bundesverband IT-Mittelstand (BITMi) freut sich über eine erfolgreiche Bewilligung im Rahmen des ZIM-Innovationsnetzwerks DiNa. Das Projekt „CFD Predict – CFD- und datenbasierte Vorhersage und Optimierung strömungsmechanischer Apparate in der Cloud“ wird rückwirkend ab dem 1. April 2026 für einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren gefördert.

Mit der Förderung können die Technische Universität Dresden sowie das mittelständische Unternehmen DHCAE Tools GmbH gemeinsam an zukunftsweisenden Technologien zur digitalen Optimierung industrieller Anwendungen arbeiten. Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines cloudbasierten, effizienten Optimierungsworkflows für industrielle Anwendungen. Grundlage bildet die Bayes’sche Optimierung auf Basis automatisierter, parametrisierter CFD-Simulationen.

Durch den Einsatz von Reduced-Order-Models (ROMs) soll der Simulationsaufwand um mindestens 80 Prozent reduziert werden. Entwickelt und demonstriert wird das Verfahren anhand von drei prototypischen, praxisnahen Referenzfällen aus dem Produktportfolio der DHCAE Tools GmbH.

Das System adressiert insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie spezialisierte Entwicklungsabteilungen in den Bereichen Verfahrenstechnik, Energie- und Klimatechnik, Maschinenbau und Transport. Gerade mittelständische Unternehmen profitieren von der automatisierten, cloudbasierten Optimierung, da sie zunehmend komplexe Entwicklungsprozesse bei gleichzeitig hohem Kosten- und Innovationsdruck bewältigen müssen. Besonders Automobilzulieferer benötigen belastbare Variantenentwicklungen bei niedrigen Stückkosten. Gleichzeitig steigt in der Verfahrenstechnik der Bedarf an energieeffizienten Prozessen – getrieben durch Energie- und CO₂-Reduktionsziele.

„Die Bewilligung von CFD Predict zeigt eindrucksvoll, wie innovationsstark mittelständische IT-Unternehmen gemeinsam mit wissenschaftlichen Einrichtungen neue digitale Technologien entwickeln können. Wir freuen uns sehr über den erfolgreichen Förderbescheid und wünschen dem Konsortium eine erfolgreiche Zusammenarbeit“, erklärt Janek Götze, Projektleiter der ZIM-Innovationsnetzwerke beim BITMi.

Auch Dr.-Ing. Ulrich Heck, Geschäftsführer der DHCAE Tools GmbH begrüßt die Förderung des Projekts: „Mit CFD Predict schaffen wir die Grundlage, komplexe strömungsmechanische Optimierungsprozesse deutlich effizienter und wirtschaftlicher zu gestalten. Die Förderung ermöglicht es uns, gemeinsam mit der TU Dresden innovative Technologien schneller zur industriellen Anwendung zu bringen und insbesondere mittelständischen Unternehmen einen besseren Zugang zu leistungsfähigen Simulations- und Optimierungsverfahren zu eröffnen.“

Der Bundesverband IT-Mittelstand wünscht allen Projektpartnern eine erfolgreiche Zusammenarbeit und blickt gespannt auf die technologischen Ergebnisse der kommenden Jahre.

Unternehmen, die Interesse haben, ihre eigenen digitalen Innovationen fördern zu lassen, können sich aktiv in die ZIM-Innovationsnetzwerke des BITMi einbringen. Aktuell bestehen Netzwerke unter anderem zu den Themen Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit. Interessierte Unternehmen können sich hierzu direkt an Projektleiter Janek Götze wenden.

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Ein Jahr Digitalministerium: Mehr Mut zur Umsetzung wagen

Aachen/ Berlin, 8. Mai 2026 – Ein Jahr nach Gründung des Bundesdigitalministeriums ist der Kurs gesetzt: Digitale Souveränität ist eine, wenn nicht die zentrale wirtschafts- und industriepolitische Aufgabe der nächsten Jahre. Jetzt zählt vor allem eine entschlossene Umsetzung entlang der bereits gestellten Weichen. Dafür formuliert der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) drei konkrete Forderungen, die es zügig umzusetzen gilt, um das geschaffene Momentum aufrecht zu erhalten.

BITMi-Präsident Dr. Oliver Grün erklärt: „Die Einführung des Digitalministeriums hat dem Thema digitale Souveränität die lange benötigte Aufmerksamkeit bereitet. Nun kommt es darauf an, dass von der Theorie in die Praxis umgesetzt wird. Technologische Abhängigkeiten müssen gezielt abgebaut und der digitale Wirtschaftsstandort Deutschland nachhaltig gestärkt werden. Dafür braucht es eine verbindliche Strategie, pragmatische Rahmenbedingungen und vor allem den Mut zur konsequenten Umsetzung.“

Die drei Kernforderungen des IT-Mittelstands zu mehr Entschlossenheit bei digitaler Souveränität sind:

1. Digitale Souveränität als Leitmotiv in der Beschaffung verankern

  • Zuschlagskriterium im Vergaberecht nutzen, den Staat als Ankerkunden etablieren und IT-Einkäufer aufklären
  • Klare Strukturen bei zentralen Marktplätzen für mittelstandsfreundlichen Zugang

2. eine ambitionierte Definition von digitaler Souveränität mit eindeutiger EU-Präferenz

  • Ambitionierte Definition der Bundesregierung
  • Standort Europa stärken über EU-Präferenzklausel

3. Bürokratie abbauen und Umsetzung für KMU gezielt vereinfachen

  • Konkrete Entlastungen vorweisen
  • EU-Regulierung harmonisieren
  • „EU-Inc.“ vorantreiben

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