Isabel Weyerts Keine Kommentare

Neue Gütesiegel für europäische Software-Qualität eingeführt: „Software Hosted in Europe“ und „Software Made in Europe“

Aachen/Brüssel, 8. Dezember 2025 – Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) erweitert in Kooperation mit der European DIGITAL SME Alliance seine etablierten Gütesiegel „Software Made in Germany“ und „Software Hosted in Germany“ um zwei europäische Varianten: Auf dem DIGITAL SME Summit am letzten Donnerstag in Brüssel wurden die neuen europaweiten Siegel „Software Made in Europe“ und „Software Hosted in Europe“ vorgestellt. Diese zeichnen europäische Software-Hersteller aus, die höchsten Ansprüchen an Datenschutz, Sicherheit und Qualität gerecht werden. Mit den neuen Siegeln reagiert der BITMi auf die wachsende Nachfrage nach vertrauenswürdiger europäisch gehosteter und produzierter Software, die nach europäischen Werten und Gesetzen gestaltet ist und Europas Digitale Souveränität stärkt.

„Technologische Souveränität ist nicht mehr optional – sie ist entscheidend für die Sicherung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit des Kontinents“, erklärte Dr. Oliver Grün, Präsident des BITMi und der DIGITAL SME Alliance auf dem Summit. „Europas heimische Innovatoren schaffen sie bereits. Die Gütesiegel geben Europa ein Werkzeug an die Hand, um seine eigene digitale Zukunft zu gestalten“, so Grün weiter.

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Isabel Weyerts Keine Kommentare

Resümee zum Digitalgipfel: Digitale Souveränität ‘Made in Europe’ statt Big-Tech-Dominanz

  • Der BITMi begrüßt Deutschlands und Frankreichs Bekenntnisse zur Digitalen Souveränität und zu Technologie ‘Made in Europe’ und hofft auf eine digitale Zeitenwende.
  • Dr. Oliver Grün, Präsident des BITMi und der European DIGITAL SME Alliance vertritt IT-Mittelstand auf Panel mit Digitalminister Wildberger, der französischen Digitalministerin Le Hénanff und EU-Kommissionsvizepräsidentin Virkkunen.
  • Konkrete Umsetzung gefordert: Anpassungen bei EU-Präferenzregelung im Vergaberecht, Entlastungen, weniger Bürokratie und Regulierung, sowie ein verbesserter Zugang zu Wachstumskapital für KMU sollen die Digitalwirtschaft stärken.

Aachen/Berlin, 19. November 2025 – Der gestrige Summit on European Digital Sovereignty hat ein deutliches Signal für digitale Unabhängigkeit und europäische Technologie gesetzt. Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) begrüßt dieses klare Bekenntnis der deutschen und französischen Regierungen sowie die starke Einbindung des europäischen IT-Mittelstands. BITMi-Präsident und Präsident der European DIGITAL SME Alliance, Dr. Oliver Grün, brachte diese Perspektive im Panel mit Digitalminister Dr. Karsten Wildberger, der französischen Digitalministerin Anne Le Hénanff und EU-Kommissionsvizepräsidentin Henna Virkkunen ein.

„Die klaren Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lassen hoffen, dass wir vor einer digitalen Zeitenwende stehen: dass der Weg endlich frei wird für Software ‘Made in Europe’ und wir uns Schritt für Schritt aus unseren Abhängigkeiten von amerikanischen Tech-Konzernen lösen“, so Grün. „Besonders wichtig ist für uns der direkte Einbezug des IT-Mittelstands, der den Großteil der digitalen Produkte in Europa entwickelt – ein Potenzial für Europas technologische Unabhängigkeit, das viel zu lange ungenutzt blieb.“

Jetzt gelte es, die Zusagen in konkrete Maßnahmen zu überführen. Ein wichtiger Hebel sei die EU-Präferenzregelung im Vergaberecht, um europäischen IT-Lösungen mehr Gewicht zu geben. Zudem könnten gezielte Entlastungen, weniger Bürokratie und ein verbesserter Zugang zu Wachstumskapital die mittelständische Digitalwirtschaft nachhaltig stärken.

Bundeskanzler Merz betonte in seiner Rede zum Abschluss des Gipfels, dass „jeder Einkauf von digitalen Produkten und Dienstleistungen, jede Investition in Infrastruktur aus Europa […] letztendlich auch eine Entscheidung für oder gegen digitale Souveränität“ sei. Wir ermutigen die Bundesregierung, diesen Ansatz nun konsequent zu verfolgen.

 

 

Bildunterschrift Titelbild: Dr. Oliver Grün, Anne Le Hénanff, Henna Virkkunen und Dr. Karsten Wildberger (v.l.n.r.) auf dem Panel zum Digitalen Omnibus (©BMDS / bundesfoto / Christina Czybik)

 

Isabel Weyerts Keine Kommentare

BITMi zum Digitalgipfel: Europäischen IT-Mittelstand für Digitale Souveränität nutzen

Aachen/Berlin, 14. November 2025 – Der erste Digitalgipfel des Ministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung findet nächste Woche gemeinsam mit Frankreich unter dem Leitmotiv „European Digital Sovereignty“ statt. Aus Sicht des Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) setzt der Gipfel damit genau den Schwerpunkt, der längst überfällig ist. Denn nachdem sich Europas Abhängigkeit von vor allem US-amerikanischen und chinesischen Technologiekonzernen über das vergangene Jahrzehnt deutlich verfestigt hat, gilt es nun, einen Weg zu einer selbstbestimmten, souveränen Digitalisierung einzuschlagen. Dafür müssen europäische Alternativangebote gestärkt werden.

„Entscheidend ist nun, dass Deutschland und Europa ihre Potenziale richtig nutzen – und diese liegen vor allem im IT-Mittelstand, der die meisten Arbeitsplätze der Digitalwirtschaft in Europa stellt“, erklärt Dr. Oliver Grün, Präsident des BITMi, im Vorfeld des Gipfels. „Hier entstehen starke Alternativen zu den Angeboten großer Tech-Konzerne, die nicht nur die Resilienz von Staat und Wirtschaft stärken, sondern auch Wirtschaftswachstum und Mitgestaltung der digitalen Zukunft ermöglichen. Unter diesem Blickwinkel begrüßen wir es, soweit die Politik uns gemeinsam mit unserem europäischen Dachverband, der European DIGITAL SME Alliance, einbezieht.“

Gemeinsam mit Bundesdigitalminister Karsten Wildberger, der französischen Digitalministerin Anne Le Hénanff und Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin der Europäischen Kommission für technische Souveränität, diskutiert Grün um 10:45 Uhr auf dem Panel zum Digitalen Omnibus.

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Lydia Schauß Keine Kommentare

Neues BITMi-Projekt zu KI gestartet: KI 2035

Aachen/ Berlin, 27. Oktober 2025 – Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) startet gemeinsam mit dem Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP) das neue Forschungs- und Umsetzungsprojekt „KI 2035 – KMU befähigen, das Potenzial künstlicher Intelligenz zu nutzen“. Gefördert wird das Projekt durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU). Ziel des bis Ende Juni 2027 geförderten Projektes ist es, kleine und mittlere IT-Unternehmen in Deutschland zu unterstützen, das Potenzial von Künstlicher Intelligenz (KI) sowohl für digitale Innovationen als auch für nachhaltige Transformationen nutzbar zu machen.

„Mit KI 2035 wollen wir Mittelständler befähigen, KI verantwortungsvoll und zukunftsorientiert einzusetzen“, erklärt Janek Götze, Projektleiter im BITMi. „Unser Ziel ist es, dass deutsche IT-Unternehmen nicht nur technologische, sondern auch gesellschaftliche Innovationen vorantreiben und so einen Beitrag zu einer nachhaltigen digitalen Zukunft leisten.“

Denn Künstliche Intelligenz gilt als Schlüsseltechnologie für die Transformation hin zu einer nachhaltigen und digitalisierten Wirtschaft. Dennoch bleibt ihr Potenzial für ökologische und gesellschaftliche Wirkung bisher weitgehend ungenutzt. Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Nachhaltigkeit strategisch in ihre Innovationsprozesse zu integrieren und sie nicht nur als regulatorische Verpflichtung, sondern als Geschäftschance zu verstehen – genau hier setzt KI 2035 Impulse.

Mehr Informationen finden Sie hier.

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Keine Digitale Souveränität ohne den IT-Mittelstand: Statement zu Merz’ Bekenntnis zur Digitalen Souveränität

Aachen/ Berlin, 29. September 2025 – Auf dem Schwarz Ecosystem Summit der Schwarz-Gruppe hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz am Freitag in Berlin für das Bestreben der Digitalen Souveränität in Europa ausgesprochen. Dies kommentiert Dr. Oliver Grün, Präsident des Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi), wie folgt:

„Als jahrelanger Fürsprecher der Digitalen Souveränität freut sich der BITMi, dass diese nun von unserer Bundesregierung als Priorität anerkannt wird und hofft, dass daraus gezielte politische Weichenstellungen folgen, um unsere einseitigen technologischen Abhängigkeiten von den USA und China abzubauen. Aber Digitale Souveränität geht nicht ohne die innovativen und leistungsstarken IT-Mittelständler, die den Großteil der deutschen und auch europäischen Digitalwirtschaft ausmachen. Während das von Bundeskanzler Merz in seiner Rede gelobte Projekt der europäischen KI-Gigafabriken die KI-Wertschöpfung in Europa ankurbeln kann, darf die Bundesregierung das enorme Potenzial, das in unserer mittelständisch geprägten Digitalwirtschaft bereits existiert, nicht aus den Augen verlieren. Mit den richtigen politischen Hebeln, wie etwa dem Abbau von Regulierungen und einem verbesserten Zugang zu Kapital, können deutsche und europäische IT-KMU ihre Kapazitäten auf ihre Innovationskraft fokussieren und auf dem B2B-Markt die internationale Wettbewerbsfähigkeit ausbauen – das zahlt auf unsere Resilienz und Wertschöpfung ein. Ein weiterer wichtiger Hebel ist eine Souveränitätsklausel im Vergaberecht, das aktuell überarbeitet wird. Dadurch können bereits existierende deutsche und europäische Alternativlösungen zu amerikanischer Software Fuß im für unsere Resilienz besonders wichtigen Bereichen der öffentlichen Verwaltung fassen.“

Isabel Weyerts Keine Kommentare

Handelsabkommen zwischen EU und USA verfestigt die technologische Abhängigkeit Europas

  • Der vereinbarte Zoll von 15 % basiert auf Trumps irreführender Darstellung des Handelsdefizits: Europa importiert jährlich digitale Dienstleistungen im Wert von mehr als 300 Milliarden Euro aus den USA und gleicht damit das Warendefizit aus. Gleichzeitig erhebt die EU bereits deutlich niedrigere Zölle auf viele US-Waren als umgekehrt – zum Beispiel auf Autos.
  • Obwohl die US-Tech-Giganten steuerlich günstiger behandelt werden als ihre einheimischen Konkurrenten – insbesondere KMU -, versäumt es die EU immer noch, eine einheitliche Digitalsteuer auf deren Umsätze auf dem europäischen Markt zu erheben.
  • BITMi und DIGITAL SME fordern die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten auf, das Abkommen während der bevorstehenden Detailverhandlungen zu überarbeiten, um die strategische Autonomie Europas zu schützen und seine eigene technologische Basis zu stärken.

Das kürzlich von der Europäischen Kommission angekündigte Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten birgt die Gefahr, dass die europäische Wirtschaft in eine noch stärkere Abhängigkeit von amerikanischen Lieferanten gerät. Die Vereinbarung, die Einfuhren von verflüssigtem Erdgas, KI-Chips und militärischen Produkten aus den USA in die EU zu erhöhen, wird erhebliche Investitionen aus Europa in die US-Industrie lenken – auf Kosten des Aufbaus europäischer Kapazitäten. Gleichzeitig setzen die Zölle von 15 Prozent auf EU-Exporte viele europäische Sektoren unter Druck und begünstigen gleichzeitig die US-Exporte, die von reduzierten Zöllen profitieren. Im digitalen Sektor bleiben die US-Tech-Giganten unangetastet, obwohl sie steuerlich deutlich günstiger behandelt werden als viele europäische Unternehmen.

Der Deal fällt auch mit dem AI Action Plan der Trump-Administration zusammen. Diese Strategie zielt darauf ab, den digitalen Imperialismus der USA durch den Export des gesamten amerikanischen AI-Stacks – Chips, Software, Cloud und Standards – zu festigen und Verbündete strukturell von der US-Technologie abhängig zu machen. Die angekündigte Bündelung der Exporte von NVIDIA-KI-Chips mit US-amerikanischen Cloud- und Softwarediensten würde die Möglichkeiten Europas, sein eigenes wettbewerbsfähiges digitales Ökosystem zu entwickeln, weiter einschränken. Es ist höchste Zeit, dass die politischen Entscheidungsträger der EU das systemische Risiko der Abhängigkeit Europas von fremdgesteuerten Technologie-Stacks erkennen.

„Die Zollpolitik des Weißen Hauses beruht auf einer verzerrten Sicht der transatlantischen Handelsbeziehungen. Während die USA ein Defizit bei Gütern hervorheben, lassen sie die mehr als 300 Milliarden Euro außer Acht, die Europa jährlich in Form von digitalen Dienstleistungen aus den USA importiert [1]. Dieses Missverhältnis offenbart die strukturelle Dominanz amerikanischer Technologien in der europäischen Wirtschaft, die zu Europas Produktivitätsrückstand beiträgt. Nur mit einer echten Strategie für technologische Autonomie kann Europa seine politische Souveränität zurückgewinnen und seine wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit steigern.“

Dr. Oliver Grün, Präsident der European DIGITAL SME Alliance und des Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi)

Der BITMi und sein Dachverband DIGITAL SME fordern die Europäische Kommission auf, die anstehenden Verhandlungsrunden zu nutzen, um das Abkommen neu auszutarieren. Jede langfristige Vereinbarung muss Maßnahmen zum Schutz der europäischen technologischen Souveränität und einen konkreten Plan zum Aufbau eines europäischen Technologie-Stacks enthalten, der im internationalen Wettbewerb mithalten kann.

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BITMi im Austausch mit Digitalminister Wildberger: Digitale Souveränität braucht den IT-Mittelstand

Berlin, 11. Juli 2025 – Gestern trafen sich die Vorstände des Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) Dr. Oliver Grün und Christian Gericke mit dem Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, Dr. Karsten Wildberger, zu einem intensiven und konstruktiven Austausch in Berlin. Im Zentrum des Gesprächs stand die Rolle des IT-Mittelstands für die Digitale Souveränität Deutschlands sowie die strategische Zusammenarbeit bei zentralen Digitalisierungsprojekten. Der Minister stimmte dabei der Bedeutung mittelständischer Digitalunternehmen für eine selbstbestimmte und innovationsgetriebene Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung und Wirtschaft zu.

Dr. Oliver Grün, Präsident des BITMi, betonte im Anschluss: „Das Meeting war positiv und inspirierend. Einigkeit bestand bei der Bedeutung und Einbindung von guten Soft- und Hardwareprodukten der mittelständisch geprägten Digitalwirtschaft, etwa bei der öffentlichen Beschaffung oder dem Deutschland-Stack.“

Vizepräsident des BITMi, Christian Gericke, ergänzte: „Unsere Kernbotschaft war, dass ein digitales Wirtschaftswunder möglich ist – wenn wir viel mehr als bisher unsere eigene Digitalwirtschaft, hochspezialisierte IT-Unternehmen aus dem Mittelstand, stärken.“

Der BITMi strebt eine kontinuierliche und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) an, um die Potenziale des heimischen IT-Mittelstands nachhaltig für die digitale Transformation Deutschlands zu nutzen.

Für konkrete Weichenstellungen lesen Sie hier unser Positionspapier zur Bundestagswahl 2025.

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Neue Kooperation für Nachhaltigkeit – Bundesverband Green Software e.V. wird assoziiertes Mitglied des BITMi

Aachen/Karlsruhe, 26. Juni 2025 – Zum Mai ist der Bundesverband Green Software e.V. als assoziiertes Mitglied in den Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) eingetreten und schließt sich mit 24 Unternehmen dem BITMi-Netzwerk an. Mit dieser neuen Kooperation bündeln die beiden Verbände ihre Kompetenzen für eine nachhaltige Digitalisierung.

„Nachhaltigkeit und Digitalisierung zusammenzudenken, ist ein zentrales Anliegen des BITMi. Umso mehr freuen wir uns, mit dem Bundesverband Green Software e.V. einen starken Partner an unserer Seite zu wissen, der wertvolle Expertise in dieses Thema einbringt. Gemeinsam wollen wir uns für eine umwelt- und klimafreundliche Gestaltung von IT-Produkten und deren Entwicklung einsetzen und damit die Twin Transition weiter vorantreiben“, sagt Nele Kammlott, Vizepräsidentin des BITMi.

„Wir sind überzeugt, mit dem BITMi einen Mitdenker und Mitstreiter gefunden zu haben, um die Verbreitung der Green Software Praktiken in der IT-Branche in Deutschland zu fördern“, kommentiert Aydin Mir Mohammadi, Vorstand des Bundesverband Green Software e.V., die neue Kooperation, „Gemeinsam möchten wir die durch die IKT-Branche erzeugten CO₂-Emissionen reduzieren und eine nachhaltige digitale Zukunft gestalten. In Zusammenarbeit mit der BITMi-Fachgruppe Nachhaltigkeit. Digitalisierung. Zukunftsfähigkeit. Freuen wir uns, innovative aber auch schon bekannte ökologische Lösungen für eine umweltfreundliche IT zu entwickeln bzw. zu fördern.“ Mir Mohammadi wird im BITMi im Präsidium mitwirken.

Der Bundesverband Green Software e.V. verfolgt die Mission, die Anwendung von Standards, Werkzeugen und Best-Practices für Green Software in Deutschland zu beschleunigen. Drei Kernthemen dabei sind Energie-Effizienz, Hardware-Effizienz und Carbon-Awareness. Der Verband bringt diese Themen in Unternehmen, die Software und IT zu ihrem Kerngeschäft zählen.

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Das BITMi-Netzwerk wächst weiter: Die DenktMit eG schließt sich an

Aachen/ Oberursel, 25. Juni 2025 – Die DenktMit eG ist seit Mai assoziiertes Mitglied des Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi). Als Partner bündeln sie ihre Kompetenz, um die souveräne digitale Transformation in Deutschland voranzutreiben.

„Mit der DenktMit eG gewinnen wir ein weiteres starkes Mitglied in unserem Netzwerk. Gemeinsam verfolgen wir das Ziel, die Digitalisierung der deutschen Wirtschaft partnerschaftlich voranzubringen und Innovationen ‚Made in Germany‘ zu stärken. Nur so können wir nachhaltig dazu beitragen, unsere Abhängigkeit von außereuropäischen Technologiekonzernen zu verringern“, erklärt Christian Gericke, Vizepräsident des BITMi.

„Als Genossenschaft für digitale Innovationen ist die Mitgliedschaft im BITMi für uns ein logischer Schritt. Der BITMi bündelt die Interessen mittelständischer IT-Unternehmen in Deutschland und stärkt deren Stimme in Politik und Wirtschaft – ein Anliegen, das wir als DenktMit eG voll und ganz teilen. Durch die Zusammenarbeit mit dem BITMi möchten wir den Austausch innerhalb der Branche fördern, uns aktiv an der Gestaltung der digitalen Zukunft beteiligen und gemeinsam die Innovationskraft des deutschen Mittelstands weiter vorantreiben“, erklärt Markus Homberg, Vorstandsmitglied der DenktMit, „Die Mitgliedschaft bietet uns zudem die Möglichkeit, unsere Expertise in den Bereichen Digitalisierung, IT-Infrastruktur und nachhaltige Technologieentwicklung in ein starkes Netzwerk einzubringen und von wertvollen Synergien zu profitieren. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit dem BITMi die Interessen des IT-Mittelstands zu vertreten und zukunftsweisende Impulse für die digitale Transformation zu setzen.“

DenktMit ist eine Genossenschaft erfahrener IT-Experten, die Unternehmen bei der digitalen Transformation unterstützt. Ihr Fokus liegt auf nachhaltiger Beratung und maßgeschneiderter Softwareentwicklung, wobei sie ihr Know-how an ihre Kunden weitergeben, um deren Innovationskraft zu stärken und Abhängigkeiten zu reduzieren.

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Hauptstadtforum Digitalwirtschaft des BITMi – auf dem Weg zum Digitalen Wirtschaftswunder

Berlin, 5. Juni 2025 – Auf dem Hauptstadtforum Digitalwirtschaft des Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) diskutierte gestern in Berlin unter dem Thema „Dichter, Denker – Digitalisierer? Deutschland kann mehr!“ Thomas Jarzombek (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, als Vertreter der neuen Bundesregierung diskutierte mit Experten aus der Wirtschaft, wie wir jetzt Innovation, Wachstum und Souveränität sichern. „Wir als Verband begrüßen das Aufbruchsversprechen der neuen Bundesregierung. Nun muss dieses Versprechen mit Leben befüllt werden”, eröffnete Nele Kammlott, Vizepräsidentin des BITMi, den Abend.

Digitale Souveränität durch ein Digitales Wirtschaftswunder

Kernthema des Abends war die Digitale Souveränität und mit welchen Schritten die neue Bundesregierung nun systematisch technologische Abhängigkeiten reduzieren kann. Die Notwendigkeit ist klar: „Wir würden uns wünschen, dass die aktuelle US-Regierung berechenbarer wäre. Das zeigt uns, dass wir beim Thema Digitale Souveränität etwas machen müssen“, sagte Jarzombek im Dialog mit BITMi-Präsident Dr. Oliver Grün. „Wichtig ist dabei, dass man eine Wahl hat, was aktuell oft nicht der Fall ist wegen der Lock-In Effekte und der Dominanz der großen Plattformen. Wir werden nicht autark werden und jede Lösung selber bauen können, aber wichtig ist, dass wir zumindest bei zentralen Prozessen eine Alternative haben. Wichtig ist auch, dass wir ein paar Bargaining Chips haben, also Bereiche, in denen andere auch von uns abhängig sind“, erklärte Jarzombek weiter. Das eindeutige Potenzial hierfür sieht Grün im IT-Mittelstand: „Wir können aus dem IT-Mittelstand heraus ein digitales Wirtschaftswunder möglich machen, angelehnt an das Wirtschaftswunder der fünfziger und sechziger Jahre“, so Grün, „Damals haben mittelständische Unternehmen mit exzellenten Nischenlösungen Weltmarktführerschaft erlangt. Das ist nun auch wieder möglich – mit spezialisierten digitalen Lösungen ‚made in Germany‘“.

Exemplarisch für das Kredo „Digitale Souveränität made in Germany“ standen Lars Moll, CEO und Co-Founder von NENNA.AI, spezialisiert auf Datensicherheit bei der KI-Nutzung, und Marcus Jeschke, Geschäftsführer der CapeVision GmbH, spezialisiert auf elektronische Rechnungsstellung, auf der Bühne. „Datensouveränität ernst zu nehmen, bedeutet auf europäische KI zurückzugreifen“, betonte Moll die Rolle von Alternativprodukten aus der heimischen Digitalwirtschaft. Dies gilt insbesondere für öffentliche Auftraggeber, eine der von Jarzombek erwähnten zentralen Stellen, an der dringend digitale Abhängigkeiten reduziert werden müssen. „Öffentliche Auftraggeber brauchen den Mut, auf kleine und mittlere Unternehmen aus Deutschland zu setzen“, so Jeschke.

Auf die gesamte Breite der deutschen Digitalwirtschaft setzen

Für das Ziel der Digitalen Souveränität stehen also Wirtschaft und Politik in den Startlöchern. Nun heißt es, die deutsche Digitalwirtschaft in ihrer ganzen Breite zu mobilisieren. „Aus unserer Sicht ist die Gleichsetzung von Digitaler Souveränität mit Open Source, wie sie wiederholt – ins Besondere im Zusammenhang mit öffentlichen Vergaben – getroffen wird, hinderlich für einen schnellen Abbau digitaler Abhängigkeiten. Denn damit bleibt ein Großteil unserer Digitalwirtschaft ungenutzt. Wir als Verband vertreten die Meinung, dass wir für dieses große Unterfangen auf unsere gesamte Digitalwirtschaft, unabhängig vom Lizensierungsmodell, setzen müssen“, sagte Grün. Und auch Jarzombek äußerte sich kritisch: „Wenn wir Souveränität wollen, müssen wir bei Vergaben gucken, ob so ein Paradigma, Open Source bevorzugen zu wollen, umsetzbar ist. Denn wir wollen ja auch die Weiterentwicklung von Lösungen ermöglichen, an denen die Unternehmen Geld verdienen und mit denen sie einen größeren Markt erreichen können.“

Rückenwind für IT-KMU: Bürokratie und Regulierungen abbauen

Neben dem Potenzial des IT-Mittelstands sind allerdings auch die Hürden für ihren Erfolg nicht zu übersehen – allen voran die Belastung durch Regulierungen und Bürokratie, wie auch das auf dem Hauptstadtforum Digitalwirtschaft präsentierte digitalpolitische Stimmungsbild aus dem IT-Mittelstand auf drastische Weise zeigt. Der Auftrag für die neue Bundesregierung ist klar und, wie Jarzombek signalisiert, auch von ihr angenommen worden: die deutsche Digitalwirtschaft braucht jetzt Rückenwind aus der Politik – zuallererst den Abbau von Bürokratie und Regulierungen. Der BITMi hält die neue Bundesregierung an, diesem Auftrag zu folgen, den IT-Mittelstand zu mobilisieren und damit ein Digitales Wirtschaftswunder zu schaffen. Denn in den Worten von Urs Meier, ehemaliger FIFA-Schiedsrichter und Keynote-Speaker des Abends: „Visionen ohne Taten sind Träume, Taten ohne Visionen sind verlorene Zeit, aber Visionen und Taten zusammen können die Welt verändern.“

Bildunterschrift: Zukunftsdialog: BITMi-Präsident Dr. Oliver Grün (links) und Thomas Jarzombek,
Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung