Aachen/Berlin, 11. Mai 2026 – Der IT-Mittelstand unterstützt die Zielsetzung des Referentenentwurfs, die Cybersicherheit in Deutschland zu stärken. In der vorliegenden Form bestehen jedoch erhebliche Bedenken hinsichtlich der praktischen Umsetzbarkeit, der Verhältnismäßigkeit einzelner Maßnahmen sowie der Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Unternehmen.
Kritisch sind aus Sicht des IT-Mittelstands besonders
- die weitreichenden Eingriffsbefugnisse staatlicher Stellen in zentrale Infrastrukturen von Unternehmen,
- die fehlende Differenzierung bei Bußgeldern,
- unklare und potenziell überfordernde Mitwirkungs- und Informationspflichten sowie zusätzliche bürokratische Belastungen im Zusammenspiel mit bestehenden europäischen Regulierungen wie der NIS-2-Richtlinie und dem Cyber Resilience Act.
Darüber hinaus bestehen wesentliche Unklarheiten hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung der Zusammenarbeit zwischen staatlichen Stellen und mittelständischer IT-Wirtschaft. Insbesondere fehlt es an klar definierten, praktikablen Mechanismen für einen strukturierten Informationsaustausch und eine verlässliche Kommunikation, die für eine wirksame Cybersicherheitsarchitektur essenziell sind.





