Isabel Weyerts Keine Kommentare

BITMi-Jahresprognose für 2026: IT-Mittelstand trotzt Wirtschaftslage

  • Über die Hälfte der IT-Mittelständler rechnet mit Umsatzwachstum
  • Verhaltene Prognose für die deutsche IT-Branche
  • Größte Herausforderung für die Digitalbranche ist die schwierige Wirtschaftslage, gefolgt von Bürokratie und Regulierungen sowie der geringen Priorisierung von Digitalisierung und digitaler Souveränität
  • Fachkräftemangel verliert als Hürde für IT-Mittelständler weiter an Bedeutung
  • KI auch in 2026 größter Digital-Trend

Aachen, 5. Januar 2026 – Der IT-Mittelstand blickt mit einer verhaltenen Prognose auf das neue Jahr, erweist sich jedoch weiterhin als resilient gegenüber der angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Bundesverband IT-Mittelstand e. V. (BITMi). Zwar rechnet eine knappe Mehrheit der befragten Unternehmen mit einem Umsatzwachstum im eigenen Haus (56 Prozent), zugleich erwarten jedoch rund die Hälfte eine Stagnation (27 Prozent) oder sogar eine Verschlechterung (22 Prozent) der Lage der deutschen Digitalbranche insgesamt. Hauptursache hierfür ist aus Sicht der überwiegenden Mehrheit die allgemeine Wirtschaftslage (77 Prozent). Darüber hinaus sehen mehr als die Hälfte der Befragten gesetzliche Regulierungen und Bürokratie als zentrale Herausforderung für die Branche (55 Prozent). Knapp die Hälfte nennt zudem die unzureichende Priorisierung der Digitalisierung (48 Prozent) sowie der digitalen Souveränität (45 Prozent) als wesentliche Hemmnisse. Ein Viertel der Unternehmen verweist schließlich auf den Fachkräftemangel und eine unzureichende digitale Infrastruktur (jeweils 25 Prozent).

„Die angespannte Wirtschaftslage über alle Branchen hinweg ist auch im Digitalsektor spürbar, dennoch zeigt sich der IT-Mittelstand nach unserer aktuellen Umfrage weiterhin resilient und leistungsstark. Hier zeigt sich also ein eindeutiges Potenzial: die mittelständisch geprägte Digitalwirtschaft kann zum Motor für die schwächelnde deutsche Wirtschaft werden“, erklärt BITMi-Präsident Dr. Oliver Grün, „Die von den Unternehmen genannten Herausforderungen – Bürokratie, Regulierungen und die geringe Priorisierung von Digitalisierung und digitaler Souveränität – verdeutlichen die entscheidenden Hebel, um das nötige Momentum zu schaffen.“

Diese Einschätzung spiegelt sich auch in den Forderungen der befragten Unternehmen an die Bundesregierung wider. Mit deutlicher Mehrheit nennen sie den Abbau von Bürokratie und Berichtspflichten (68 Prozent) als vordringlichste Aufgabe. Es folgen die Verwaltungsdigitalisierung (57 Prozent) sowie der Ausbau der digitalen Infrastruktur (53 Prozent). Knapp die Hälfte der Unternehmen spricht sich zudem für eine stärkere Förderung von Schlüsseltechnologien wie Künstlicher Intelligenz und Quantencomputing sowie für steuerliche Entlastungen für Unternehmen aus (jeweils 46 Prozent). Rund ein Drittel nannte die Stärkung der Cybersicherheit bei Staat und Unternehmen (35 Prozent) sowie die Reform des Vergaberechts (34 Prozent).

Im Vergleich zum Vorjahr bleibt die Prognose des IT-Mittelstands weitgehend konstant. Die auffälligste Entwicklung zeigt sich in der Einordnung der größten Hürden für IT-Unternehmen: Die angespannte Wirtschaftslage sowie Regulierungsdichte und Bürokratie verfestigen sich als zentrale Belastungsfaktoren. Der Fachkräftemangel, über viele Jahre hinweg die dominierende Herausforderung, hat hingegen deutlich an Bedeutung verloren. Nachdem er im vorletzten Jahr erstmals rückläufig war, sank seine Relevanz nun mit einem Minus von 20 Prozentpunkten gegenüber der Vorjahresumfrage nochmals spürbar. An Gewicht gewonnen hat dagegen die mangelnde Priorisierung digitaler Souveränität (plus 20 Prozentpunkte). Obwohl dieses Thema im vergangenen Jahr intensiv digitalpolitisch diskutiert wurde, deutet dies darauf hin, dass die mittelständische Digitalwirtschaft Zweifel an der praktischen Umsetzung der politischen Zusagen hegt.

Als prägendster Digitaltrend des neuen Jahres wird – wie bereits in den Vorjahren – von einer überwältigenden Mehrheit der Befragten die Künstliche Intelligenz gesehen. Als konkrete Ausprägungen werden insbesondere agentische KI, der Einsatz von KI im Kontext von Cybersicherheit und -kriminalität sowie die Frage nach einem wirksamen und wirtschaftlich sinnvollen Einsatz von KI hervorgehoben.

Zu den Umfrageergebnissen

Isabel Weyerts Keine Kommentare

BITMi zum Gutachten zum Datenzugriff von US-Behörden: EU-Unternehmen erste Wahl für Datensouveränität

  • Gutachten belegt erneut: Daten, die von US-Unternehmen und Tochtergesellschaften in Europa gehostet werden, sind trotz Marketingversprechen nicht sicher vor US-Zugriff.
  • BITMi fordert Bundesregierung auf, Konsequenzen zu ziehen und Digitale Souveränität in die Tat umzusetzen.
  • Unternehmen mit Sitz, Führung und Eigentümerstruktur in Europa sind die sicherste Wahl für Datenspeicherung und -verarbeitung

Aachen/Berlin, 12. Dezember 2025 – Diese Woche ist das Rechtsgutachten „Zur US-Rechtslage zum weltweiten Datenzugriff von US-Behörden“ der Universität Köln im Auftrag des Bundesministerium des Inneren und für Heimat (BMI) publik geworden. Dieses belegt erneut zweifelsfrei: US-Behörden können auf in der EU gehostete Daten von US-Unternehmen und deren europäischen Tochtergesellschaften zugreifen. Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) möchte dieses Gutachten zum Anlass nehmen, um Unternehmen, aber insbesondere auch die Bundesregierung, mit Nachdruck anzuhalten, ihren Bekenntnissen zur Digitalen Souveränität Taten folgen zu lassen. Denn Datensouveränität und Datenschutz sind eine entscheidende Grundlage für unsere digitale Resilienz und diese können US-Konzerne nachweislich nicht in dem Maße garantieren wie EU-Unternehmen. Denn reine Standort- oder Marketingversprechen reichen nicht aus, um Digitale Souveränität zu garantieren – solange Anbieter über Konzernstrukturen oder Geschäftsbeziehungen eng an die USA gebunden sind, bleibt der Zugriff von US‑Behörden auf europäische Daten ein reales Risiko.

„Bezeichnend ist, dass es sich dieses Mal um einen von der Bundesregierung beauftragten Bericht handelt, der bereits seit März vorliegt. Wir fordern insbesondere die Politik nachdrücklich dazu auf, daraus Konsequenzen zu ziehen: Für die Wahl digitaler Lösungen in Behörden und Verwaltung müssen Resilienz, Datensouveränität und Europarechtstreue entscheidende Auswahlkriterien sein und die heimische Digitalwirtschaft muss gestärkt werden “, kommentiert Christian Gericke, Vizepräsident des BITMi, das Gutachten.

Das Gutachten schließt nicht aus, dass auch EU-Unternehmen, die auf dem US-Markt beispielsweise mit Niederlassungen tätig sind, von US-Behörden aufgefordert werden könnten, in der EU gespeicherte Daten herauszugeben. „US-Behörden können versuchen, Druck auszuüben, wenn sie vor Ort Angriffsflächen finden. Vollstreckungsmöglichkeiten haben US-Behörden auf EU-Territorium jedoch nicht“, erklärt Rasmus Keller, Sprecher der BITMi-Fachgruppe IT-Recht. „Unternehmen, die in der EU ihren Sitz haben, mit europäischer Führungs- und Eigentümerstruktur sind rechtlich die erste Wahl für die sichere Speicherung und Verarbeitung von Daten. Eine geringe Präsenz auf dem US-Markt steigert darüber hinaus die wirtschaftliche Unabhängigkeit von EU-Anbietern“, so Keller.

Iris Albertin Keine Kommentare

TUXEDO Computers beim Univention Summit

TUXEDO Computers GmbH ist als Partner auf dem diesjährigen Univention Summit dabei. Treffen Sie den Linux-Experten vor Ort!

 

Auf dem Univention Summit 2026 erwartet Sie ein vielfältiges Vortrags-Programm auf vier Bühnen an zwei Tagen:

Tag 1 von 9:15 bis 17:00 Uhr,

Tag 2 von 9:00 bis 15:00 Uhr.

Auf der Hauptbühne referieren international bekannte Sprecher*innen aus Politik, dem Bildungssektor, der Wirtschaft und der IT-Industrie über Herausforderungen und Möglichkeiten für eine wirtschaftliche und souveräne Digitalisierung.
Auf unseren drei Themenbühnen geht es ganz konkret um die praktische Umsetzung, mit konkreten Einblicken und Lösungen aus Verwaltung, Bildung und Technik.

Isabel Weyerts Keine Kommentare

Neue Gütesiegel für europäische Software-Qualität eingeführt: „Software Hosted in Europe“ und „Software Made in Europe“

Aachen/Brüssel, 8. Dezember 2025 – Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) erweitert in Kooperation mit der European DIGITAL SME Alliance seine etablierten Gütesiegel „Software Made in Germany“ und „Software Hosted in Germany“ um zwei europäische Varianten: Auf dem DIGITAL SME Summit am letzten Donnerstag in Brüssel wurden die neuen europaweiten Siegel „Software Made in Europe“ und „Software Hosted in Europe“ vorgestellt. Diese zeichnen europäische Software-Hersteller aus, die höchsten Ansprüchen an Datenschutz, Sicherheit und Qualität gerecht werden. Mit den neuen Siegeln reagiert der BITMi auf die wachsende Nachfrage nach vertrauenswürdiger europäisch gehosteter und produzierter Software, die nach europäischen Werten und Gesetzen gestaltet ist und Europas Digitale Souveränität stärkt.

„Technologische Souveränität ist nicht mehr optional – sie ist entscheidend für die Sicherung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit des Kontinents“, erklärte Dr. Oliver Grün, Präsident des BITMi und der DIGITAL SME Alliance auf dem Summit. „Europas heimische Innovatoren schaffen sie bereits. Die Gütesiegel geben Europa ein Werkzeug an die Hand, um seine eigene digitale Zukunft zu gestalten“, so Grün weiter.

Weitere Informationen zu „Software Made in Europe“ und „Software Hosted in Europe“

Gütesiegel beantragen

 

Iris Albertin Keine Kommentare

Nachhaltiger Einkauf der Verwaltung: digital & leicht gemacht

TEK-SERVICE AG implementiert ESG Score in ihre Einkaufslösung

(Lörrach-Haagen, )

Mehr Nachhaltigkeit ist das erklärte Ziel im Einkauf von KMU und öffentlicher Hand. Umweltbilanz, sozial gerechte Produktion, Regionalität und Langlebigkeit sind hierfür wichtige Entscheidungskriterien. Doch in Zeiten angespannter Haushaltslagen, knapper Personalressourcen und analoger, papiergestützter Beschaffungsabläufe ist der Aufwand, der mit einer Qualifikation einhergeht, weder manuell, noch visuell zu bewältigen. Der Einkaufsdienstleister TEK-SERVICE AG schafft mit der Integration des ESG Scores in den Einkaufsprozess die perfekte Lösung.

Herausforderung: nachhaltiger Einkauf
Der Schlüssel zum Erfolg liegt für Einkaufsentscheider in der bundesweiten Einkaufsdienstleistung der TEK-SERVICE AG. Seit 2000 vertrauen KMU, Kommunalverwaltungen, kommunale Dachverbände, oder Land Berlin der webbasierenden Technologie, den verlässlichen Services, sowie dem branchenspezifischen Know-How des deutschen Unternehmens.

Transparenz, Wirtschaftlichkeit, Vergabekonformität und strategische Mehrwerte überzeugen. Steuerungsmöglichkeiten eröffnen neue Handlungsfelder, beispielsweise auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit. Bislang gestaltete sich die Qualifizierung von Artikeln aufwändig. Durch die Zunahme unterschiedlichster Nachhaltigkeitslabels wurde die Entscheidung für Besteller am Arbeitsplatz zur echten Herausforderung.

Nachhaltige Lösung gesucht
Monika Schmidt Aufsichtsratsvorsitzende der TEK-SERVICE AG:“ wir haben lange nach Wegen gesucht, um Massen von Artikelstammdaten automatisiert so zu verarbeiten, dass Transparenz, Steuerung und Vergleichbarkeit, unter Berücksichtigung unterschiedlichster Nachhaltigkeitslabels, einfach und belastbar möglich werden.“ Seit Juni 2025 hat TEK-SERVICE AG im Rahmen eines zwölfmonatigen, selbst finanzierten Projektes, den ESG Score in ihre Einkaufslösung implementiert. Der Begriff ESG Score steht für „Environment, Social und Governance“. Es handelt sich hierbei gewissermaßen um ein nominiertes Maß, um die Nachhaltigkeit von Produkten labelübergreifend zu vergleichen und zu kennzeichnen.“

Nachhaltige Lösung gefunden
Und das geht so: im Rahmen wöchentlicher automatisierter Abgleiche von Katalogdaten, wird, im Falle eines Treffers, der jeweils aktuelle ESG-Score auf Artikelebene ausgegeben. Das wirkt nicht nur magisch. Jeder Besteller am Arbeitsplatz trifft auf diese Weise leicht und übersichtlich die richtige, nachhaltige Kaufentscheidung. Monika Schmidt: „Damit haben wir den Schlüssel gefunden, um tatsächlich Massen von Katalogdaten automatisiert zu verarbeiten und durch den ESG Score zu qualifizieren. Wir sind zuversichtlich, daß wir auf diese Weise zum Jahresende 80 Tsd.gescorte Artikel sehen werden.“ Erste Erfahrungen wurden im Rahmen von Webinaren vorgestellt und stehen zum Nachhören bereit:

VUBN Webinar vom 30. Juni 2025

https://www.gotostage.com/channel/dda91ad89b28401281b35708904d8f7f/recording/222affa9f040467bafad531255e90996/watch

K21 Webcast vom 02. September 2025

https://www.gotostage.com/channel/7876e931a4c5482a8879b70781871cb8/recording/0103d1d2d34d49cf96dd260dc0214dd8/watch?source=CHANNEL

Das nächste Webinar ist für den 25. Februar 2026 bereits geplant

Lydia Schauß Keine Kommentare

KI Innovationen fördern lassen – AIM macht es möglich

Unser Innovationsnetzwerk AIM startet Anfang 2026 in die zweite Förderphase und hat noch Kapazitäten für drei weitere Unternehmen. Mit AIM können Sie Ihre KI-Innovationen fördern lassen und profitieren von aktuellen Brancheninsights. 

Das Innovationsnetzwerk AIM setzt sich aktuell aus 12 Unternehmen und sechs Forschungseinrichtungen zusammen.

Ihre Vorteile auf einen Blick:

  • wertvolle Insights zu KI-Regulatorik, KI-Leitplanken und KI-Geschäftsmodellen
  • Zugang zu KI-Tech-Wissen aus erster Hand
  • regelmäßige Netzwerktreffen auf Ebene der Geschäftsführenden, KI-Beauftragten und Softwareentwickelnden
  • Vernetzung mit Forschungseinrichtungen
  • Sofort ein Projektvorhaben entwickeln und Förderfähigkeit prüfen lassen

Wenn Sie dabei sein möchten, schreiben Sie bis zum 02.12. an Janek Götze – die Formalitäten klären wir anschließend.

Lydia Schauß Keine Kommentare

Changemaker Don über Leadership und Doppelspitzen

Im Rahmen des Projektes FEMtential wurden Interviews mit Männern geführt, die sich für Frauen in der IT und Chancengleichheit engagieren und als Changemaker hier von Ihren Erfahrungen berichten. Hier stellen wir Don von cover.mesh vor. 

CHANGEMAKER-STECKBRIEF:

Name: Don Rorlach

Position Co-Gründer & IT-Leiter

Unternehmen cover.mesh (Digitalisierungs-Unit der Ecclesia Gruppe)

Branche: Das Unternehmen ist die Digitalisierungs-Unit der Ecclesia Gruppe und entwickelt datengetriebene Risk- und Insurance-Lösungen.

Standort Berlin

Beschäftigte ca. 17 Beschäftigte

Gemeinsame Gründung in Doppelspitze
„Ich habe cover.mesh gemeinsam mit meiner Co-Gründerin aufgebaut – von der Konzeptionsphase bis zum Launch. Von Anfang an war klar: Wir machen das als Co-Spitze, eine Frau und ein Mann. Das ist in unserer Branche extrem ungewöhnlich.“

Mehrwert durch unterschiedliche Perspektiven
„Die letzten drei Jahre mit meiner Co-Gründerin waren extrem wertvoll – Frauen gucken oft anders auf gewisse Themen, auch mit einer anderen Führungsperspektive. Dieser Unterschied bringt echten Mehrwert.“

Unterschiedliche Stärken im Leadership
„Ich sehe Dinge oft eher prozess- und technikorientiert. Meine Co-Gründerin brachte dagegen die Perspektive ein: ‚Wie tickt die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter?‘ – Das ergänzt sich perfekt.“

Förderung im Alltag statt Programme
„Wir haben kein spezielles Förderprogramm, aber wir unterstützen im Alltag: Zeit und Ressourcen stellen wir bewusst zur Verfügung. Und wir greifen nicht in die Klischeekiste à la ‚Frauen sind für Marketing‘.“

Frauen sollten lauter sein
„Mein Wunsch an Frauen in der IT: lauter sein. Sich Dinge zutrauen, sichtbar werden, auch mal Werbung für sich selbst machen. Sichtbarkeit schafft Entwicklungsmöglichkeiten – fachlich oder auf der Karriereleiter.“

Nerd-Faktor verliert an Schrecken
„Die klassische Nerd-Atmosphäre der 80er und 90er gibt es kaum noch. Heute ist IT oft Wohlfühlatmosphäre, und Nerd sein ist mittlerweile eher cool – fast wie die neuen Hipster.“

Bewerbungen weiterhin männerlastig
„Aus Arbeitgeberperspektive ist das extrem auffällig: 90 % der Bewerbungen sind von Männern. Je mehr es weggeht von reiner IT-Programmierung, desto mehr geht es Richtung 50/50.

Isabel Weyerts Keine Kommentare

Resümee zum Digitalgipfel: Digitale Souveränität ‘Made in Europe’ statt Big-Tech-Dominanz

  • Der BITMi begrüßt Deutschlands und Frankreichs Bekenntnisse zur Digitalen Souveränität und zu Technologie ‘Made in Europe’ und hofft auf eine digitale Zeitenwende.
  • Dr. Oliver Grün, Präsident des BITMi und der European DIGITAL SME Alliance vertritt IT-Mittelstand auf Panel mit Digitalminister Wildberger, der französischen Digitalministerin Le Hénanff und EU-Kommissionsvizepräsidentin Virkkunen.
  • Konkrete Umsetzung gefordert: Anpassungen bei EU-Präferenzregelung im Vergaberecht, Entlastungen, weniger Bürokratie und Regulierung, sowie ein verbesserter Zugang zu Wachstumskapital für KMU sollen die Digitalwirtschaft stärken.

Aachen/Berlin, 19. November 2025 – Der gestrige Summit on European Digital Sovereignty hat ein deutliches Signal für digitale Unabhängigkeit und europäische Technologie gesetzt. Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) begrüßt dieses klare Bekenntnis der deutschen und französischen Regierungen sowie die starke Einbindung des europäischen IT-Mittelstands. BITMi-Präsident und Präsident der European DIGITAL SME Alliance, Dr. Oliver Grün, brachte diese Perspektive im Panel mit Digitalminister Dr. Karsten Wildberger, der französischen Digitalministerin Anne Le Hénanff und EU-Kommissionsvizepräsidentin Henna Virkkunen ein.

„Die klaren Aussagen von Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lassen hoffen, dass wir vor einer digitalen Zeitenwende stehen: dass der Weg endlich frei wird für Software ‘Made in Europe’ und wir uns Schritt für Schritt aus unseren Abhängigkeiten von amerikanischen Tech-Konzernen lösen“, so Grün. „Besonders wichtig ist für uns der direkte Einbezug des IT-Mittelstands, der den Großteil der digitalen Produkte in Europa entwickelt – ein Potenzial für Europas technologische Unabhängigkeit, das viel zu lange ungenutzt blieb.“

Jetzt gelte es, die Zusagen in konkrete Maßnahmen zu überführen. Ein wichtiger Hebel sei die EU-Präferenzregelung im Vergaberecht, um europäischen IT-Lösungen mehr Gewicht zu geben. Zudem könnten gezielte Entlastungen, weniger Bürokratie und ein verbesserter Zugang zu Wachstumskapital die mittelständische Digitalwirtschaft nachhaltig stärken.

Bundeskanzler Merz betonte in seiner Rede zum Abschluss des Gipfels, dass „jeder Einkauf von digitalen Produkten und Dienstleistungen, jede Investition in Infrastruktur aus Europa […] letztendlich auch eine Entscheidung für oder gegen digitale Souveränität“ sei. Wir ermutigen die Bundesregierung, diesen Ansatz nun konsequent zu verfolgen.

 

 

Bildunterschrift Titelbild: Dr. Oliver Grün, Anne Le Hénanff, Henna Virkkunen und Dr. Karsten Wildberger (v.l.n.r.) auf dem Panel zum Digitalen Omnibus (©BMDS / bundesfoto / Christina Czybik)

 

Iris Albertin Keine Kommentare

ASPION überzeugt beim Innovationspreis Baden-Württemberg 2025 – Zweite Auszeichnung in nur vier Jahren

Stuttgart / Karlsruhe, 14. November 2025. Die ASPION GmbH aus Karlsruhe wurde mit ihrem IoT-Multisensor Datenlogger ASPION L-Track mit dem Innovationspreis Baden-Württemberg 2025 – Dr.-Rudolf-Eberle-Preis ausgezeichnet. Damit gelingt es dem Unternehmen bereits zum zweiten Mal in nur vier Jahren mit einer marktreifen Innovation die Jury zu überzeugen. Die feierliche Preisverleihung des mit 50.000 Euro dotierten Awards fand am 13. November 2025 in Stuttgart statt. Die Auszeichnung wurde von Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut an die beiden ASPION Geschäftsführer Martina und Michael Wöhr überreicht.

Über die Vergabe des Preises entscheidet eine hochrangige Preisjury, die die eingereichten Innovationen nach drei zentralen Kriterien bewertet: technischer Fortschritt, besondere unternehmerische Leistung sowie nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg. Alle drei Kriterien erfüllt die ASPION GmbH mit dem ASPION L-Track in besonderem Maße. „Dass ASPION es geschafft hat, innerhalb von nur vier Jahren gleich zweimal unter die Ausgezeichneten des Innovationspreises Baden-Württemberg zu gelangen, ist etwas ganz Besonderes. Diese Kontinuität in der Entwicklung marktfähiger, technologisch führender Lösungen ist ein starkes Zeichen für nachhaltige Innovationskultur und Unternehmergeist“, so Helmut Jahnke, Leiter des Patent- und Markenzentrums Baden-Württemberg, das den Innovationspreis im Auftrag des Wirtschaftsministeriums organisiert.

Intelligente IoT-Innovation mit Mehrwert für Industrie und Logistik

Mit dem ASPION L-Track setzt ASPION neue Maßstäbe in der intelligenten Transport- und Zustandsüberwachung. Das System kombiniert ein robustes, erweiterbares Multisensorgerät für den weltweiten Einsatz mit einer flexiblen IoT-Cloud-Plattform und einem nutzungsbasierten Businessmodell, das sich exakt an die jeweiligen Kundenanforderungen anpasst.

Die „out-of-the-box“-Lösung wurde für vielfältige Anwendungen für Hersteller, Dienstleister sowie Industrie- und Logistikunternehmen entwickelt. Ob bei der stoßkritischen Überwachung hochwertiger Maschinentransporte, der klimatischen Zustandsüberwachung auf dem Transportweg oder stationär im Lager, beim Tracking von Ladungsträgern oder der Verpackungsoptimierung auf Basis realer Belastungsprofile – der ASPION L-Track lässt sich individuell an unterschiedliche Anforderungen anpassen. Die Plattform eröffnet damit eine völlig neue Dimension an operativer Flexibilität, Skalierbarkeit und Transparenz – weltweit, branchenübergreifend und zukunftssicher.

Verantwortungsbewusste Innovationsstrategie 100% Made & Hosted in Germany

Der ASPION L-Track wurde vollständig in Baden-Württemberg entwickelt – von der Elektronik über die Softwarearchitektur bis zur Cloud-Infrastruktur. Im Mittelpunkt steht die DSGVO-konforme ASPION Cloud-Lösung „Made & Hosted in Germany“, die auf der skalierbaren „Cloud of Things“ der Deutschen Telekom basiert und in deutschen Rechenzentren betrieben wird. Sie bietet höchste Datensicherheit, einfache Bedienung sowie Funktionen wie Kartenvisualisierung, Alarmierung und Benutzerverwaltung. Mit dieser konsequent verantwortungsbewussten Innovationsstrategie leistet der ASPION L-Track einen bedeutenden Beitrag zur Digitalisierung globaler Lieferketten – mit klarem wirtschaftlichem Nutzen für die Kunden und einem stabilen Fundament für die Zukunft des Unternehmens. Das ASPION-Team mit Sitz in Karlsruhe beweist damit, wie mittelständische Innovationskraft zu global relevanten Lösungen führen kann: flexibel, nachhaltig und praxisorientiert.

Isabel Weyerts Keine Kommentare

BITMi zum Digitalgipfel: Europäischen IT-Mittelstand für Digitale Souveränität nutzen

Aachen/Berlin, 14. November 2025 – Der erste Digitalgipfel des Ministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung findet nächste Woche gemeinsam mit Frankreich unter dem Leitmotiv „European Digital Sovereignty“ statt. Aus Sicht des Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) setzt der Gipfel damit genau den Schwerpunkt, der längst überfällig ist. Denn nachdem sich Europas Abhängigkeit von vor allem US-amerikanischen und chinesischen Technologiekonzernen über das vergangene Jahrzehnt deutlich verfestigt hat, gilt es nun, einen Weg zu einer selbstbestimmten, souveränen Digitalisierung einzuschlagen. Dafür müssen europäische Alternativangebote gestärkt werden.

„Entscheidend ist nun, dass Deutschland und Europa ihre Potenziale richtig nutzen – und diese liegen vor allem im IT-Mittelstand, der die meisten Arbeitsplätze der Digitalwirtschaft in Europa stellt“, erklärt Dr. Oliver Grün, Präsident des BITMi, im Vorfeld des Gipfels. „Hier entstehen starke Alternativen zu den Angeboten großer Tech-Konzerne, die nicht nur die Resilienz von Staat und Wirtschaft stärken, sondern auch Wirtschaftswachstum und Mitgestaltung der digitalen Zukunft ermöglichen. Unter diesem Blickwinkel begrüßen wir es, soweit die Politik uns gemeinsam mit unserem europäischen Dachverband, der European DIGITAL SME Alliance, einbezieht.“

Gemeinsam mit Bundesdigitalminister Karsten Wildberger, der französischen Digitalministerin Anne Le Hénanff und Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin der Europäischen Kommission für technische Souveränität, diskutiert Grün um 10:45 Uhr auf dem Panel zum Digitalen Omnibus.

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