Isabel Weyerts Keine Kommentare

Digitale Souveränität beginnt beim Videocall – alfaview und BITMi zur Smart Country Convention

Gemeinsames Statement zur Smart Country Convention (13.–15. Oktober 2026, Berlin): Videokonferenzen von Verwaltung und Politik gehören auf Server in Deutschland – der IT-Mittelstand liefert die Lösungen, der BITMi arbeitet selbst mit alfaview. alfaview vor Ort: Halle 25, Stand 100 (Gemeinschaftsstand Metropolregion Rhein-Neckar)

Karlsruhe/Berlin, 13. Oktober 2026 – Digitale Souveränität entscheidet sich nicht nur in Rechenzentren und Fachverfahren, sondern bereits in jeder Videokonferenz, in der Verwaltung, Politik und Schule vertrauliche Inhalte besprechen. Wer es mit der digitalen Souveränität ernst meint, der muss jetzt umsteigen. Der deutsche IT-Mittelstand liefert viele passende leistungsstarke Lösungen. Darauf weisen der Videokonferenzanbieter alfaview aus Karlsruhe und der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) in einem gemeinsamen Statement anlässlich der Smart Country Convention hin, die vom 13. bis 15. Oktober 2026 auf dem Messegelände Berlin den digitalen Staat und die öffentlichen Dienste in den Mittelpunkt stellt – mit den Schwerpunkten digitale Verwaltung, KI und Cloud sowie digitale Sicherheit.

Bürgersprechstunden, Ausschusssitzungen, Fortbildungen, die Abstimmung zwischen Behörden – vieles davon läuft heute per Videokonferenz. Besprochen werden dabei auch Personalfragen, Haushaltszahlen und Sicherheitslagen. Wo die Server stehen, welchem Recht der Anbieter unterliegt und ob Gespräche gespeichert werden, entscheidet darüber, wer diese Inhalte am Ende einsehen kann.

BITMi: Drei Fragen vor jeder Einführung

Mit dem im April 2026 vom Bundestag beschlossenen Vergabebeschleunigungsgesetz können öffentliche Auftraggeber digitale Souveränität als Zuschlagskriterium berücksichtigen. Der BITMi hatte die Reform begrüßt und zugleich eine verpflichtende Berücksichtigung gefordert. „Die öffentliche Hand hat jetzt den Spielraum, Sicherheit und Souveränität bei der Vergabe zu gewichten. Kommunikationssoftware ist der naheliegendste Fall, in dem sie ihn nutzen sollte. Es ist nicht mehr die Frage nach fehlenden Alternativen, leistungsfähige Lösungen aus dem deutschen IT-Mittelstand stehen bereit.“, sagt Christian Gericke, Vizepräsident des BITMi.

„Wer über sichere Verwaltung spricht, muss auch über den Videocall sprechen. Digitale Souveränität entscheidet sich nicht nur bei Cloud-Plattformen und Fachverfahren, sondern in jeder Sitzung, die per Video stattfindet. Die Verwaltung sollte drei Fragen stellen, bevor sie ein Tool einführt: Wo stehen die Server? Welches Recht gilt für den Anbieter? Und was passiert mit dem, was gesagt wird? Solange diese Fragen offen sind, ist auch die Kommunikation der Verwaltung offen.”

alfaview: Sicherheit ohne Abstriche bei der Leistung

Dass Sicherheit und Leistung zusammengehen, zeigt alfaview. Die Videokonferenzsoftware wird in Rechenzentren in Deutschland betrieben und unterliegt damit deutschem und europäischem Recht; US-Gesetze wie der CLOUD Act finden keine Anwendung. Unternehmen und Rechenzentren sind nach ISO 27001 zertifiziert. Audio- und Videoströme, Chatnachrichten und Bildschirmübertragungen einer laufenden Sitzung werden nicht gespeichert. Alle alfaview-Tarife tragen das IT-Sicherheitskennzeichen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Für Hochschulen und Forschungseinrichtungen ist alfaview seit Januar 2026 Teil der Rahmenvereinbarung des Deutschen Forschungsnetzes (DFN) für cloudbasierte Videokonferenzdienste und kann von den berechtigten Einrichtungen ohne eigene Ausschreibung abgerufen werden. Meetings sind mit bis zu 1.000 Personen möglich, Live-Events mit mehr als 10.000 per Streaming; eine KI-gestützte Sprachprotokollierung und -übersetzung gehört zum Funktionsumfang.

„Wir bieten Verwaltungen ein Videokonferenzprodukt an, das konsequent auf Datenschutz, Datensouveränität und Leistungsfähigkeit ausgerichtet ist. Unsere Software aus dem deutschen Mittelstand kann, was den Funktionsumfang betrifft, mit internationalen Anbietern mithalten.“, sagt Niko Fostiropoulos, Gründer und CEO von alfaview.

alfaview ist auf der Smart Country Convention vor Ort: am Gemeinschaftsstand der Metropolregion Rhein-Neckar in Halle 25, Stand 100. Dort zeigt das Unternehmen, wie souveräne Videokommunikation in der öffentlichen Verwaltung aussieht – von der Bürgersprechstunde bis zur behördenübergreifenden Abstimmung.

Gemeinsamer Appell

alfaview und der BITMi appellieren an Bund, Länder und Kommunen, bei der Beschaffung von IT-Anwendungen

  • Serverstandort und Europarechtstreue als feste Kriterien in jede Ausschreibung aufzunehmen,
  • anerkannte Nachweise wie die Zertifizierung nach ISO 27001 als Orientierung zu nutzen,
  • den Spielraum des neuen Vergaberechts zu nutzen und digitale Souveränität als Zuschlagskriterium anzuwenden.

Bild: Konstantin Elsässer, Leiter des Hauptstadtbüros vom Bundesverband IT-Mittelstand e.V. BITMi, Christian Gericke, Vizepräsident des BITMi, Armin Schweinfurth Business Development Manager, alfaview GmbH bei der SCCON26 am Stand von alfaview
Foto: Christian von Polentz für alfaview

Lydia Schauß Keine Kommentare

Rückblick: Software Made in Germany-Gipfeltreffen 2026

Software Made in Germany-Gipfeltreffen 2026: Über 130 Software-Unternehmen setzen Zeichen für digitale Souveränität

Über 130 Siegelträger kamen am 6. Oktober in Frankfurt zum Gipfeltreffen „Software Made in Germany“ zusammen. Im Mittelpunkt standen die Zukunft der deutschen Softwarebranche, Künstliche Intelligenz und digitale Souveränität.

Der Bundesverband IT-Mittelstand e. V. (BITMi) zieht eine positive Bilanz des Gipfeltreffens, das im Rahmen des IT-Unternehmertag stattfand. Der BITMi verleiht hier jährlich an IT-Unternehmen die Gütesiegel “Software Made in Germany“ und “Software Hosted in Germany”, die beide für die Qualität und Leistungsfähigkeit deutscher Softwarelösungen steht. Insgesamt 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten den IT-Unternehmertag. Der wachsende Zuspruch unterstreicht, dass sich das Gipfeltreffen zunehmend als Branchentreff mit starkem Community-Charakter etabliert.

Deutsche Software als Alternative zu Big Tech

Die Vielfalt der teilnehmenden Unternehmen unterstreicht die Leistungsfähigkeit der deutschen Softwarebranche. Insbesondere im Bereich der B2B- und Unternehmenssoftware bieten die Siegelträger Alternativen zu großen US-amerikanischen Tech-Konzernen. Eine zentrale Herausforderung bleibt dabei, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und zugleich die digitale Souveränität zu sichern.

Ausblick: Der 23. IT-Unternehmertag findet am 26. und 27. Oktober 2027 in Frankfurt statt. Der BITMi freut sich darauf, die Softwarebranche dort erneut zusammenzubringen.

Fotos: Dirk-Beichert-BusinessPhoto

Iris Albertin Keine Kommentare

Digitale Souveränität gemeinsam denken: Neue Veranstaltungsreihe bringt Verwaltung, Wirtschaft und IT- Praxis deutschlandweit ins Gespräch

Die Softwareallianz Deutschland startet mit BITMi und OSBA das „Forum für Digitale Souveränität“ – erste Stationen in Hamburg, Frankfurt und Berlin

Hamburg, 30. September 2026 – Wie bleiben Verwaltung und Mittelstand digital handlungsfähig, wenn geopolitische Spannungen, technologische Abhängigkeiten und der rasante Fortschritt bei KI und Cloud den Druck erhöhen? Diese Frage steht im Mittelpunkt beim „Forum für Digitale Souveränität“.

Die bundesweite Veranstaltungsreihe ist eine Initiative der Softwareallianz Deutschland GmbH (SWAD) in Kooperation mit dem Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) und der Open Source Business Alliance – Bundesverband für digitale Souveränität e.V. (OSBA). Das Forum ist offen für alle Interessierten und setzt bewusst auf Dialog: Es bringt Menschen aus Verwaltung, Politik, Softwareunternehmen, IT-Dienstleistung und Forschung an einen Tisch.

„Digitale Souveränität entscheidet darüber, ob wir auch morgen selbst bestimmen können, wie wir wirtschaften, arbeiten und unsere Daten nutzen. Deshalb müssen Politik, Digitalwirtschaft und Anwender jetzt gemeinsam Verantwortung übernehmen und europäischen Lösungen den Weg in die Praxis öffnen. Mit dem Forum für digitale Souveränität bringen wir die Partner zusammen, die daraus konkrete Projekte und verbindliche nächste Schritte machen können“, sagt Christian Gericke, Vizepräsident des BITMi.

Austausch auf Augenhöhe zu einem Thema, das alle angeht

Digitale Souveränität ist für öffentliche Verwaltung und Wirtschaft eine zentrale Voraussetzung, um bei Software, Infrastruktur und Künstlicher Intelligenz unabhängig und zukunftsfähig zu bleiben.

Doch viele Fragen sind offen: Wie lässt sich Infrastruktur unabhängig betreiben? Wie werden Daten und geistiges Eigentum nachhaltig geschützt? Und wie entstehen souveräne Cloud- Dienste, die leistungsfähig und nutzerfreundlich sind? Welche Risiken entstehen aus beschränkten Wahlmöglichkeiten und wie kann man diesen begegnen?

Genau hier setzt das Forum an. Digitale Souveränität bedeutet für die Initiatoren, dass digitale Technologien bewusst, sicher und selbstbestimmt eingesetzt werden können. Der IT-Mittelstand versteht sich dabei als Enabler, der Behörden und Verwaltung konkret zu mehr Resilienz, Innovationsfähigkeit und Sicherheit begleitet. Das Format folgt fünf Leitgedanken:

  • Neutralität: keine Produkt- oder Anbieterwerbung, sondern Austausch auf Augenhöhe
  • Praxis im Fokus: konkrete Herausforderungen und Lösungsansätze
  • Perspektivenvielfalt: Behörden, Unternehmen und Dienstleister gemeinsam
  • Relevanz: digitale Souveränität als Standort-, Sicherheits- und Zukunftsthema
  • Regionalität: dezentrale Veranstaltungen mit bundesweiter Relevanz

Jede Station verbindet eine Keynote aus Verwaltung oder Wissenschaft mit einer Paneldiskussion und bietet ausdrücklich Raum für Fragen und Gespräche mit dem Publikum.

Die ersten Stationen: Hamburg, Frankfurt, Berlin

Hamburg (Nord) – 6. Oktober 2026, 16:45 bis 20:00 Uhr, Top Technologies Consulting, Halstenbek | Bei der Auftaktveranstaltung ist Sven Thomsen, CIO des Landes Schleswig- Holstein zu Gast. Er teilt seine Erfahrungen aus der umfangreichen Umstellung der Landesverwaltung auf Open Source. Gleichzeitig geht es um die positiven Aspekte, die eine Öffnung der Wertschöpfungsketten für regionale Partner mit sich bringt. Im anschließenden Panel „Souverän und resilient: Wie der Mittelstand handlungsfähig bleibt“ diskutiert er mit Hato Nordeck (Nordeck IT) und Dr. Ralph Huesmann (SWAD), moderiert von Christian Schmidt (simplexion GmbH), über die nächsten Schritte und darüber, wie KMU und regionale Unternehmen sich positionieren können.

Frankfurt (Wiesbaden) – 9. Oktober 2026, 10:00 bis 13:00 Uhr, IHK Wiesbaden | Prof. Dr. Dirk

Loomans, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Mainz und früher CISO bei Infineon sowie Partner bei KPMG, fragt in seiner Keynote: „Frei im Code. Aber auch souverän? Warum digitale Souveränität mehr ist als Open Source.“ Sein Fazit: Souverän ist, wer entscheiden kann. Im Panel „Souverän genug für den nächsten Markt?“ diskutieren Loomans, Stephan Simmang (Börse Stuttgart), Denis Gutenberger (DG Nexolution) und Andreas Mertens (avameo GmbH), moderiert von Alexander Häussermann (Zukunft aus Identität).

Berlin – 12. Oktober 2026, 17:00 bis 20:00 Uhr, The EMB Berlin | Dirk Meyer-Claassen, Abteilungsleiter „Strategie, Steuerung, Recht und Prozesse (CDO-Aufgaben)“ in der Senatskanzlei Berlin, spricht über „Digitale Souveränität als Grundlage für einen modernen Staat“. Er zeigt anhand von Kennzahlen die Abhängigkeiten der öffentlichen IT auf und stellt die Berliner Open-Source- und Multi-Cloud-Strategie vor. Im Panel „Auf dem Weg zu sicherer und wirksamer digitaler Souveränität“ diskutieren Meyer-Claassen, Simon Pentzien (Rechtsanwalt), Peer Heinlein (Open Source Business Alliance) und BITMi-Vizepräsident Christian Gericke, moderiert von Kai Bowenkamp (evolving Systems).

Nürnberg, Leipzig und mehr: weitere Stationen folgen

Hamburg, Frankfurt und Berlin sind der Anfang: Insgesamt ist das Forum an rund zehn Standorten in Deutschland geplant. Details zu den weiteren Terminen in Nürnberg (26.10.), Leipzig (12.11.), Hannover, München, Stuttgart und Köln werden laufend unter www.softwareallianz.de bekannt gegeben.

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist erforderlich unter www.softwareallianz.de. Expertinnen und Experten aus Verwaltung, Softwareunternehmen, IT-Dienstleistung, Open- Source-Ökosystem, Cloud- und Plattformbetrieb sowie KI und Verwaltungsmodernisierung sind eingeladen, sich mit eigenen Impulsen einzubringen.

Zur Anmeldung

Iris Albertin Keine Kommentare

Kyvion sucht IT-Partner: Sicherer Fernzugriff und PAM als neues Geschäftsfeld für Systemhäuser

VPN-Zugänge, RDP-Verbindungen, externe Dienstleister und privilegierte Administrationszugriffe gehören für viele IT-Systemhäuser zum Tagesgeschäft. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Sicherheit, Nachvollziehbarkeit und digitale Souveränität. Kyvion möchte gemeinsam mit mittelständischen IT-Unternehmen einen anderen Weg gehen – und baut dafür sein Partnernetzwerk aus.

Wer als IT-Dienstleister mittelständische Unternehmen betreut, kennt die Situation. Ein Mitarbeiter benötigt Zugriff auf seinen Arbeitsplatz im Unternehmen. Der Administrator muss von unterwegs auf einen Server zugreifen. Der Hersteller einer Maschine benötigt für eine Wartung Zugang zu einem internen System. Ein externer IT-Dienstleister soll auf einen Domain Controller, eine Firewall oder eine Fachanwendung zugreifen. Technisch lassen sich solche Anforderungen seit Jahren lösen. Die eigentliche Frage lautet heute jedoch zunehmend: Wie lässt sich dieser Zugriff so gestalten, dass er sicher, kontrollierbar und für den Kunden trotzdem einfach zu betreiben bleibt?

Das klassische VPN ist dabei längst nicht immer die ideale Antwort. Ein VPN schafft zunächst eine Verbindung in ein Netzwerk. Tatsächlich benötigt ein Anwender aber häufig gar keinen Netzwerkzugang, sondern lediglich Zugriff auf eine bestimmte Anwendung, einen Server oder einen Arbeitsplatz. Für ein mittelständisches Unternehmen kann es deshalb sinnvoller sein, genau diesen Zugriff bereitzustellen, anstatt einem Benutzer einen weitergehenden Zugang zum Unternehmensnetzwerk zu ermöglichen.

Genau an diesem Punkt setzt Kyvion Secure Access an. Die von der Kyvion GmbH angebotene Lösung stellt Anwendungen und Systeme über einen HTML5-fähigen Browser bereit. Anwender können beispielsweise auf Windows-Systeme per RDP, Linux-Systeme per SSH, VNC-Systeme oder interne Webanwendungen zugreifen, ohne dafür einen klassischen VPN-Client installieren zu müssen. Der eigentliche Zugriff kann dabei gezielt auf die Systeme und Dienste begrenzt werden, die der jeweilige Benutzer tatsächlich benötigt.

Besonders interessant wird dieser Ansatz dort, wo Unternehmen keine zusätzlichen eingehenden Verbindungen zu internen Systemen schaffen möchten. Mit einem Reverse Agent können Verbindungen aus geschützten Netzwerken heraus zum Kyvion Secure Access Gateway aufgebaut werden. Dadurch lassen sich beispielsweise Server, Administrationsnetze oder andere interne Ressourcen erreichbar machen, ohne dafür einen direkten Port auf das betreffende Zielsystem aus dem Internet freizugeben.

Für IT-Systemhäuser eröffnet sich daraus ein interessantes Geschäftsfeld. Denn Kyvion Secure Access soll die vorhandene Infrastruktur eines Kunden nicht ersetzen. Firewalls, Netzwerksegmentierung, Active Directory, bestehende Server und Fachanwendungen bleiben wichtige Bestandteile der Umgebung. Kyvion Secure Access ergänzt diese Infrastruktur um eine kontrollierte Zugriffsebene.

Damit lässt sich die Lösung auch mit unterschiedlichen Firewall-Plattformen kombinieren. Ob ein Systemhaus bei seinen Kunden Fortinet, Sophos, Securepoint, LANCOM, WatchGuard, SonicWall, DrayTek oder andere Lösungen einsetzt, ist für das grundsätzliche Konzept zweitrangig. Entscheidend ist, wie der Zugriff in die bestehende Sicherheitsarchitektur integriert wird. Genau hier liegt eine der Stärken eines lokalen IT-Partners: Er kennt die Umgebung seines Kunden und kann beurteilen, welche Architektur sinnvoll ist.

Vom Fernzugriff zum privilegierten Zugriff

Die Anforderungen gehen inzwischen allerdings über einen sicheren Fernzugriff hinaus. Gerade bei Administratoren und externen Dienstleistern stellt sich zunehmend die Frage, wer wann auf welches kritische System zugreifen darf und wie sich solche Sitzungen nachvollziehen lassen.

Deshalb entwickelt Kyvion Secure Access den klassischen Remote-Access-Ansatz gezielt in Richtung Privileged Access Management weiter. Bereits heute können Benutzer und tatsächlich verwendete Systemkonten voneinander getrennt werden. Ein externer Dienstleister muss dadurch beispielsweise nicht zwingend die Zugangsdaten des privilegierten Kontos kennen, mit dem die Verbindung zum Zielsystem hergestellt wird. Sitzungen können zudem aufgezeichnet werden, sodass sicherheitskritische Zugriffe später nachvollziehbar bleiben.

Für viele mittelständische Unternehmen ist gerade dieser pragmatische Ansatz interessant. Sie benötigen zunehmend Funktionen, die bislang vor allem mit umfangreichen Enterprise-PAM-Plattformen verbunden wurden. Gleichzeitig fehlen im Mittelstand häufig die personellen Ressourcen, um hochkomplexe Plattformen einzuführen und dauerhaft zu betreiben.

Hier sieht Kyvion eine Chance für mittelständische IT-Dienstleister. Denn PAM muss im Mittelstand nicht zwangsläufig ein großes eigenständiges Infrastrukturprojekt sein. Der Einstieg kann wesentlich konkreter erfolgen: zunächst den Zugriff externer Dienstleister absichern, anschließend administrative Zugänge schützen und daraus schrittweise ein Konzept für privilegierte Zugriffe entwickeln.

Digitale Souveränität beginnt auch beim Zugriff

Hinzu kommt eine Entwicklung, die für viele mittelständische Unternehmen zunehmend wichtig wird: die Frage, wo sicherheitskritische Infrastruktur betrieben wird und wer darüber die Kontrolle besitzt.

Kyvion Secure Access kann vollständig in der Infrastruktur des Kunden oder in einer vom betreuenden IT-Partner betriebenen Umgebung eingesetzt werden. Unternehmen müssen den Zugriff auf ihre internen Systeme damit nicht zwingend über einen externen Cloud-Dienst führen. Gerade bei sensiblen Anwendungen, Verwaltungsumgebungen, kritischen Produktionssystemen oder besonders schützenswerten Administrationszugängen kann dies ein wichtiger Bestandteil einer Strategie für mehr digitale Souveränität sein.

On-Premises bedeutet dabei nicht, auf moderne Zugriffskonzepte zu verzichten. Browserbasierter Zugriff, zentrale Authentifizierung, Multi-Faktor-Authentifizierung, SAML beziehungsweise OAuth2 und die Integration in bestehende Identitätsstrukturen lassen sich mit einer Architektur verbinden, bei der der Kunde oder sein IT-Partner die Kontrolle über die zentrale Zugriffsinfrastruktur behält.

Kyvion sucht mittelständische IT-Partner

Für Kyvion ist deshalb klar: Dieses Geschäft soll nicht ausschließlich über einen zentralen Herstellervertrieb entstehen. Gerade im deutschen Mittelstand spielen regionale IT-Dienstleister und Systemhäuser eine entscheidende Rolle. Sie kennen die Infrastruktur ihrer Kunden, betreiben deren Firewalls und Server, verstehen die eingesetzten Fachanwendungen und sind häufig seit vielen Jahren der erste Ansprechpartner für IT-Sicherheit.

Genau solche Unternehmen möchte Kyvion als Partner gewinnen.

Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, dem Systemhaus die Kundenbeziehung abzunehmen. Im Gegenteil: Installation, Integration, laufende Betreuung und weitere Dienstleistungen rund um die Lösung können beim Partner bleiben. Aus einer Kyvion Secure Access-Installation kann dadurch ein dauerhaftes Servicegeschäft entstehen. Der Partner liefert nicht lediglich eine Lizenz, sondern integriert eine Sicherheitslösung in die bestehende Kundenumgebung und kann deren Betrieb langfristig begleiten.

Besonders interessant ist das für Systemhäuser, die bereits Firewalls, Microsoft-Infrastrukturen, Terminalserver, ERP-Systeme oder andere geschäftskritische Anwendungen betreuen. In vielen dieser Kundenumgebungen existiert bereits heute ein Bedarf für Remote Access. Häufig wird dieser Bedarf jedoch noch mit historisch gewachsenen VPN-Zugängen, Portweiterleitungen, Remote-Desktop-Lösungen oder verschiedenen Einzellösungen abgedeckt.

Kyvion möchte gemeinsam mit seinen Partnern zeigen, dass es dafür einen anderen Ansatz gibt.

Ein Partnergeschäft aus dem Mittelstand für den Mittelstand

Als mittelständisches IT-Unternehmen und BITMi-Mitglied sieht Kyvion gerade innerhalb des Verbandes großes Potenzial für Kooperationen. Viele BITMi-Unternehmen betreuen genau die Kundengruppe, für die Kyvion Secure Access entwickelt wurde. Gleichzeitig verfügen sie über das technische Know-how und die Nähe zum Kunden, die für die Umsetzung moderner Zugriffskonzepte notwendig sind.

Deshalb sucht Kyvion nicht einfach möglichst viele Wiederverkäufer. Gesucht werden IT-Unternehmen, die sich gemeinsam mit Kyvion ein zusätzliches Geschäftsfeld rund um sicheren Fernzugriff, privilegierte Zugänge und digitale Souveränität aufbauen möchten.

Dabei kann der Einstieg ganz bewusst klein beginnen. Ein Kunde mit mehreren externen Dienstleistern, ein Unternehmen mit administrativen RDP- oder SSH-Zugängen, ein Mittelständler, der sein bisheriges VPN-Konzept überprüfen möchte, oder eine Organisation, die kritische Anwendungen ohne direkten Netzwerkzugriff bereitstellen will, kann bereits ein geeignetes erstes Projekt sein.

Aus solchen Projekten sollen langfristige Partnerschaften entstehen.

Kyvion möchte deshalb mit interessierten BITMi-Mitgliedern ins Gespräch kommen, die sichere Zugriffslösungen bereits heute anbieten oder dieses Geschäftsfeld zukünftig aufbauen möchten. Im ersten Schritt geht es nicht um große Mindestumsätze oder umfangreiche Verpflichtungen, sondern darum, gemeinsam zu prüfen, wo Kyvion Secure Access das bestehende Lösungsportfolio eines IT-Unternehmens sinnvoll ergänzen kann.

Denn die zentrale Frage für den Kunden lautet am Ende nicht, welches Produkt er kaufen soll. Sie lautet wesentlich einfacher:

Wie gebe ich einem Menschen sicheren Zugriff auf genau das System, das er benötigt – ohne ihm mehr Zugang zu meinem Netzwerk zu geben als notwendig?

Genau diese Frage möchte Kyvion gemeinsam mit mittelständischen IT-Partnern beantworten.

Interessierte BITMi-Mitglieder und IT-Systemhäuser sind eingeladen, Kyvion Secure Access kennenzulernen und mit Kyvion über eine mögliche Partnerschaft zu sprechen.

Jetzt Partnerschaft unverbindlich anfragen

Iris Albertin Keine Kommentare

Telemark und TelemaxX bündeln Kompetenzen für geografisch redundante IT-Infrastrukturen

Partnerschaft für Redundanzkonzepte mit mehr als 200 km Standortentfernung wird auf der BREKO-Veranstaltung in Bonn unterzeichnet

 

Bonn / Lüdenscheid / Karlsruhe, 17. September 2026 – Telemark (Lüdenscheid) und TelemaxX (Karlsruhe) unterzeichnen einen Kooperationsvertrag für die gemeinsame Vermarktung und Realisierung von IT-Lösungen mit geografisch verteilter Redundanz. Die Vereinbarung wird von den Geschäftsführern beider Unternehmen auf einer BREKO-Veranstaltung in Bonn ratifiziert. Ziel der Kooperation ist es, Unternehmen – insbesondere Betreiber kritischer Infrastrukturen – Redundanzkonzepte mit mehr als 200 Kilometer Standortentfernung anzubieten.

Zwei starke Partner auf Augenhöhe

Die Kooperation verbindet die Kernkompetenzen zweier Carrier und Rechenzentrumsbetreiber in Deutschland. Telemark verfügt über eine etablierte Präsenz im Märkischen Kreis mit umfassenden Telekommunikations- und Rechenzentrumslösungen. TelemaxX bringt sein Fachwissen als Infrastruktur-Spezialist aus Karlsruhe ein und betreibt vier moderne, hochsichere Rechenzentren mit eigenem Glasfasernetz. Beide Unternehmen bleiben technisch und organisatorisch vollständig eigenständig und treten als Generalunternehmer auf.

„Resiliente IT-Infrastruktur ist heute ein Wettbewerbsfaktor. Mit Telemark haben wir einen Partner gefunden, der unsere Vision von dezentral verteilter Sicherheit teilt. Diese Kooperation ermöglicht es unseren Kunden, ihre kritischen Systeme und Daten nicht ausschließlich an einem geografischen Standort zu konzentrieren – das ist sowohl für Datensouveränität als auch für Betriebskontinuität entscheidend,” sagt Jan Lange, Geschäftsführer TelemaxX.

Georedundanz als zusätzliche Schutzebene

Ein leistungsfähiges Rechenzentrum bietet bereits hohen Schutz für betriebene Systeme. Bei kritischen Anwendungen reicht eine einzelne Standortabsicherung oft nicht aus. Großflächige Stromausfälle, Brände, Naturereignisse oder regionale Störungen können im Einzelfall auch umfangreiche Infrastrukturen beeinträchtigen.

Hier setzt die neue Kooperation an: Die Rechenzentren sind räumlich vollständig getrennt – mit einer Entfernung von mehr als 200 Kilometern. Kunden nutzen diese geografische Verteilung für individuelle Redundanz-, Backup- und Disaster-Recovery-Konzepte. Damit entsteht eine zusätzliche Schutzebene, bei der kritische Systeme und Daten nicht an einem einzigen geografischen Standort konzentriert sind.

„Resilienz bedeutet für uns, Abhängigkeiten nicht an einem einzigen Standort zu bündeln. Mit zwei eigenständigen Rechenzentren und einer Entfernung von über 200 Kilometern schaffen wir die Grundlage für Redundanzkonzepte, die gerade für Betreiber kritischer Infrastrukturen und Unternehmen mit hohen Business-Continuity-Anforderungen entscheidend sind,” erläutert Andreas Griehl, Geschäftsführer Telemark.

Besonders relevant für KRITIS und gehobenen Mittelstand

Die neue Kooperation eröffnet insbesondere Betreibern kritischer Infrastrukturen (KRITIS), Finanzinstituten und Unternehmen mit hohen Anforderungen an Business Continuity und Disaster Recovery zusätzliche Möglichkeiten. Die räumliche Trennung kann helfen, Auswirkungen regional begrenzter Ereignisse zu reduzieren und im Rahmen individueller Notfallkonzepte die Verfügbarkeit kritischer IT-Systeme abzusichern.

Beide Partner verfolgen dabei einen ganzheitlichen Ansatz: Rechenzentrum, Carrier-Netze, IT-Infrastruktur und Security werden nicht isoliert betrachtet, sondern als Bestandteile einer resilienten Gesamtlösung. Auf dieser Basis entstehen maßgeschneiderte Lösungen, die zu den Organisationsrealitäten der Kunden passen.

Iris Albertin Keine Kommentare

ASPION präsentiert weltweite Transport- und Zustandsüberwachung samt 360° Live-Tracking für resiliente Lieferketten

Karlsruhe, 18. September 2026. Globale Lieferketten stehen durch geopolitische Krisen und Konflikte massiv unter Druck: Unsicherheiten rund um die Straße von Hormus, Angriffe auf wichtige Seerouten und daraus resultierende Umwege, Verzögerungen sowie steigende Risiken erschweren die verlässliche Planung internationaler Transporte. Wie Industrieunternehmen in einem disruptiven Umfeld Transparenz schaffen und hochwertige Güter entlang der gesamten Lieferkette wirksam absichern können, zeigt ASPION auf der BVL Supply Chain CX in Berlin vom 21. – 22. Oktober 2026, Stand C/27. Als Experte für Schocküberwachung und -analyse präsentiert das Hightech-Unternehmen seine Komplettlösungen von der kostengünstigen Zustandsüberwachung bis zum weltweiten 360° Live-Tracking mit ASPION L-Track – und zeigt, wie wertvolle Informationen für logistische Prozesse, und transparente, sichere Lieferketten gewonnen werden.

Mehr Transparenz für See- und Luftfrachttransporte mit ASPION L-Track

Auf der BVL Supply Chain CX gibt ASPION erstmals einen Ausblick auf die kommende Implementierung von „Vessel Tracking“ in der ASPION Cloud. Sind die Informationen zum Frachtschiff hinterlegt, kann künftig auch der aktuelle Standort einer Lieferung auf hoher See abgefragt werden. So erhalten Verantwortliche zusätzliche Transparenz bei Seefrachttransporten – gerade dann, wenn sich Routen kurzfristig ändern, Häfen ausgelassen werden oder sich Transitzeiten unerwartet verlängern. Auch für die Überwachung von Luftfrachttransporten bietet der ASPION L-Track neue Möglichkeiten: Der Multisensor-Datenlogger ist offiziell für Luftfracht zugelassen und verfügt über einen Modus zur automatischen Flugerkennung. Konzipiert als flexible Multisensor-IoT-Plattform lässt sich die Lösung außerdem um externe Sensoren oder stationäre Stromversorgung für individuelle Anforderungen erweitern. Dadurch ist eine durchgängige, weltweite Überwachung hochwertiger Güter mit individuellen Anforderungen „out-of-the-box“ einfach umsetzbar.

Digitale Transportüberwachung für jeden Bedarf

Für globale Lieferketten zeigt ASPION mit dem ASPION L-Track mit weltweitem Live-Tracking und den bewährten ASPION G-Log Schock- und Klima-Datenloggern die gesamte Bandbreite digitaler Transport- und Zustandsüberwachung – vollständig „Made & Hosted in Germany“. Die G-Log Serie ermöglicht eine einfache und kostengünstige Überwachung von Erschütterungen, Stößen und Klimabedingungen über viele Monate hinweg – vollkommen autark und unabhängig von Cloud, Internet, Stromversorgung und laufenden Lizenzen. Das neue Flaggschiff, der ASPION L-Track, liefert mit 360° Live-Tracking vollständige Transparenz über den Standort und Zustand der Ware, in Echtzeit und weltweit. Alle digitalen ASPION Datenlogger zeichnen relevante Ereignisse präzise mit Datum und Zeitstempel auf und schaffen damit eine nachvollziehbare Datengrundlage für Ursachenanalysen, Qualitätsmanagement und den beweiskräftigen Schadensnachweis.

Alle neuen Features live erleben und kostengünstig durchstarten

Als Networking- und Austauschplattform rund um aktuelle Entwicklungen in der Supply Chain bietet die BVL Supply Chain CX einen passenden Rahmen für Lösungen, die Transparenz und Sicherheit bei internationalen Transporten stärken. Interessierte können sich im Estrel Berlin an Stand C/27 live über die neuen Features der Komplettlösungen von ASPION informieren. Für alle Datenlogger sind attraktive Starterpakete zum kostengünstigen Einstieg direkt beim Hersteller sowie über qualifizierte ASPION Partner erhältlich.

Iris Albertin Keine Kommentare

Saarbrücker Softwareunternehmen sucht Deutschlands schrägsten Unternehmensprozess

Das Saarbrücker Softwareunternehmen vensas sucht bundesweit nach historisch gewachsenen, unnötig komplizierten Prozessen im Mittelstand. Für den Gewinner entwickelt das Unternehmen eine individuelle Softwarelösung im Wert von 10.000 Euro.

Die wichtigsten Fakten:

  • Einreichungen sind bis zum 25. Oktober 2026 möglich.
  • Ausgewählte Prozesse erscheinen anonymisiert auf einer „Wall of Shame“.
  • Die fünf schrägsten Einreichungen kommen ins Community Voting.
  • Der Gewinner erhält eine individuelle Softwarelösung im Wert von 10.000 Euro.

 

Saarbrücken, 14. September 2026. Drei Excel-Listen für denselben Vorgang, Freigaben über mehrere E-Mails oder Abläufe, die nur funktionieren, weil eine Person alle Sonderfälle kennt: Genau solche Prozesse sucht das Saarbrücker Softwareunternehmen vensas mit der Kampagne „Deutschlands schrägster Prozess“.

Bis zum 25. Oktober können Mitarbeitende aus kleinen und mittelständischen Unternehmen ihre historisch gewachsenen Prozesse einreichen. Gesucht werden Abläufe, die unnötig Zeit kosten, über verschiedene Tools und Dateien verteilt sind oder noch immer zahlreiche manuelle Zwischenschritte benötigen. Unternehmensnamen werden bei einer Veröffentlichung nicht genannt.

Wenn aus der Zwischenlösung ein Dauerprozess wird
Die Idee entstand aus dem Projektalltag der beiden vensas-Gründer Sven Hennessen und Sascha Kiefer. Trotz moderner ERP-, CRM- und anderer IT-Systeme erleben sie immer wieder, dass wichtige Abläufe zusätzlich über Excel, E-Mail, Papier oder individuelle Workarounds organisiert werden.

„Viele dieser Prozesse wurden nie bewusst so geplant“, sagt Sven Hennessen. „Sie sind über Jahre entstanden. Irgendwann fragt aber niemand mehr, ob man den Ablauf heute noch einmal genauso bauen würde.“

 

Dass bei Büro- und Verwaltungsprozessen weiterhin Digitalisierungspotenzial besteht, zeigt auch der Digital Office Index 2024 des Bitkom: In jedem fünften Unternehmen laufen noch mindestens drei Viertel dieser Prozesse papierbasiert.

Fünf Finalisten, ein Gewinner
Nach dem Einreichungsschluss wählt vensas fünf Finalisten aus. Vom 3. bis 16. November 2026 stimmt die Community darüber ab, welcher Prozess den Titel „Deutschlands schrägster Prozess“ erhält. Der Gewinner wird am 18. November bekannt gegeben.

Für den Sieger entwickelt vensas eine erste maßgeschneiderte Softwarelösung im Umfang von rund fünf Entwicklungstagen und einem Wert von 10.000 Euro.

„Wir wollen wissen, welche Prozesse Mitarbeitende wirklich jeden Tag beschäftigen und bei welchem davon Software einen konkreten Unterschied machen kann“, sagt Sascha Kiefer.

Einreichungen sind unter www.schraegster-prozess.de möglich.

Über vensas
Die vensas GmbH mit Sitz in Saarbrücken entwickelt individuelle Softwarelösungen für mittelständische Unternehmen. Im Fokus stehen die Digitalisierung und Weiterentwicklung gewachsener Geschäftsprozesse und bestehender Systemlandschaften.

Iris Albertin Keine Kommentare

Abgekündigte Software, zwei Systemwelten: Wie die Stadtwerke Flensburg ihre Instandhaltung neu aufstellte

Bei den Stadtwerken Flensburg kam zweierlei zusammen: eine abgekündigte Speziallösung für die Netze und ein Kraftwerksbereich, in dem Meldungen und Aufträge ausgedruckt und Checklisten von Hand geführt wurden. Heute arbeiten rund 250 Anwender in Netzen, Service und Erzeugung mit einer gemeinsamen Plattform auf Basis von SAP PM und dem argvis; Maintenance Portal.

Die Stadtwerke Flensburg verwalten in SAP PM rund 500.000 technische Plätze und Equipments, verteilt auf Netzsparten von Fernwärme über Mittel- und Niederspannung sowie Telekommunikation bis zu Gas und Wasser. Die Instandhaltung verteilt sich auf mehrere technische Bereiche, die jeweils eigene Auftrags-, Instandhaltungs- und Meldungsarten sowie Prioritäten nutzten. Diese mussten zunächst harmonisiert werden. Die mobile Lösung SAP MAM deckte die Standardprozesse der Netze ab, war aber technologisch überholt und ließ sich nicht auf Service und Erzeugung ausweiten.

Zwei Systemwelten, ein Prozess

SAP PM war bereits das zentrale Backend in Erzeugung, Service und Netzen und sollte das führende System bleiben. Die Herausforderung bestand darin, dieses Backend nahtlos mit der geografischen Welt zu vernetzen. Im Einsatz sind Smallworld GIS und Lovion Mobile GIS.

Technische Objekte, Meldungen und Geodaten werden heute bidirektional zwischen GIS und SAP synchronisiert, Absprünge nach Lovion funktionieren aus der Anwendung heraus. Eine Meldung entsteht direkt aus der Kartenansicht. Die Anpassungen an den Lovion-Schnittstellen fielen zeitlich mit der Umstellung auf Windows 11 und der Beschaffung neuer Endgeräte zusammen.

„Besonders wichtig war für uns die nahtlose Integration in SAP PM und unsere bestehende GIS-Landschaft“, sagt Jan Sörensen, Consultant Design Digitalisierung bei den Stadtwerken Flensburg. Dass eine einzige Anwendung sowohl klassische Netzprozesse als auch die Anforderungen der Erzeugung abbilden kann, war ein Ausschlusskriterium bei der Auswahl.

Offlinefähigkeit als Ausschlusskriterium

Ein übergeordnetes Ziel des Projekts war, die Qualität der Meldungen durch eine direkte Erfassung vor Ort zu verbessern. Dafür müssen Monteure und Techniker bei ihren Einsätzen unabhängig von der aktuellen Mobilfunkabdeckung verlässlich arbeiten können.

Die uneingeschränkte Offlinefähigkeit war deshalb nicht verhandelbar, neben Bedienbarkeit, Anbindungsmöglichkeiten, nachweisbaren Referenzen und einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis. Den Ausschlag gab schließlich das Gesamtkonzept des argvis; Maintenance Portals in Verbindung mit der Bereitschaft, kundenspezifische Anforderungen umzusetzen.

„Die Offlinefähigkeit war für uns ein entscheidender Faktor“, so Christoph Clausen, Arbeitsvorbereiter in der Maschinenhauswerkstatt der Stadtwerke Flensburg. „Dass unsere Mitarbeitenden nun auch ohne stabile Internetverbindung Meldungen, Stammdaten und digitale Checklisten bearbeiten können, hat die Abläufe im Feld extrem verlässlich gemacht.“

Bild 1: Andreas Rieper, Thorsten Weber und Christoph Clausen, Stadtwerke Flensburg

 

Was sich im Alltag verändert hat

In Service und Erzeugung sind papierbasierte Rundgänge und Excel-Listen entfallen. Die Qualität der Schadens- und Instandhaltungsmeldungen hat sich signifikant verbessert. Dokumente, Fotos, aktuelle Messwerte, Historien und GIS-Daten stehen direkt an der Anlage auf dem mobilen Gerät zur Verfügung. Die Vermeidung von Medienbrüchen sorgt für reibungslose Übergaben zwischen Außendienst und Leitwarte.

Die Rückmeldungen aus den Fachbereichen fallen durchweg positiv und konstruktiv aus. Auch skeptische Mitarbeitende konnten im Alltag schnell überzeugt werden, da viele Abläufe so intuitiv gestaltet sind, dass sie fast ohne vorherige Schulung bedient werden können.

Was IT-Verantwortliche daraus mitnehmen können

Die Einführung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem argvis-Team, eingebunden waren vor allem die technischen Bereiche und die Digitalisierungsabteilung. Sie war detailreicher und zeitintensiver als im Vorfeld angenommen, besonders die Testphasen erforderten Detailarbeit. Da einige Fachbezeichnungen und Formatvorgaben vom SAP-Standard abweichen, mussten Prüfungen, Formate und Wertelisten nachgearbeitet werden. Hinzu kamen die Sicherheitsanforderungen einer modernen Webanwendung.

Den Kollegen in anderen Versorgungsunternehmen raten die Flensburger Experten abschließend: „Man sollte bei einem solchen Digitalisierungsprojekt, das parallel zum normalen Tagesgeschäft läuft, unbedingt ausreichend Zeit und Freiräume einplanen.“

Geplant ist der Ausbau weiterer Anwendungsfälle: die vollständige Integration digitaler Checklisten, die Auswertung von Rundgängen und die Analyse der Anlagenverfügbarkeit.

Stadtwerke Flensburg GmbH

Die Stadtwerke Flensburg versorgen rund 60.000 Haushalte mit Strom, Fernwärme, Wasser und Internet. Bundesweit vertrauen über 300.000 Kunden auf ihre Angebote. Mit einem Umsatz von 838 Mio. Euro und 797 Mitarbeitenden zählt das Unternehmen zu den größten Arbeitgebern der Region. Über 90 Prozent der Flensburger Haushalte werden mit Fernwärme versorgt. Bis 2035 will der Versorger seine Wärmeerzeugung dekarbonisieren und investiert dafür rund 400 Mio. Euro. Als hundertprozentige Tochter der Stadt Flensburg steht das Unternehmen für Versorgungssicherheit und Lebensqualität.

Iris Albertin Keine Kommentare

TelemaxX ermöglicht 100Gbit/s-Anbindung für KI-affine Start-ups, Mittelstand und Industrie

Karlsruhe, 8. September 2026 – Cloud-Anwendungen, KI, skalierende Datenvolumina: Mit solchen Trends definiert die Wirtschaft ihr Anforderungsprofil an digitale Infrastruktur derzeit neu. Die TelemaxX GmbH reagiert darauf mit einer substanziellen Investition in die Netzinfrastruktur. Das Unternehmen baut sein Glasfaser-Internet-Backbone auf 400Gbit/s aus und schafft damit die Voraussetzung, um Kunden in Baden-Württemberg und Hessen künftig 100Gbit/s-Anschlüsse anzubieten. Start-ups, Mittelstand und Industrie können damit große Datenmengen sicher zwischen Standorten, Rechenzentren und Cloud-Umgebungen bewegen – bei souveräner Datenspeicherung in Deutschland.

 

„Die voranschreitende digitale Transformation und KI erhöhen den Bedarf an leistungsfähigen Netzen wesentlich. Starke Bandbreite wird zu einem Wachstumsfaktor für die Wirtschaft. Mit unserer Investition in die Verfügbarkeit von 100Gbit/s-Anbindungen schaffen wir für KI-affine-Start-ups, den Mittelstand und die Industrie jetzt eine belastbare Grundlage: Leistung, Redundanz und Souveränität aus einer Hand, vollständig gehostet bei uns in Baden-Württemberg“, sagt Jan Lange, CEO der TelemaxX GmbH.

100Gbit/s für Kunden, 400 Gbit/s im Backbone

Um Kunden ein 100Gbit/s-Angebot zusichern zu können, etabliert TelemaxX als Rückgrat eine entsprechend dimensionierte Infrastruktur: Der unabhängige Betreiber von Hochsicherheits-Rechenzentren und Cloud-Diensten erweitert sein Glasfaser-Internet-Backbone auf 400Gbit/s und schafft damit eine äußerst hohe Ausfallsicherheit.

Zur Investitionsoffensive von TelemaxX gehört auch der Ausbau der DDoS-Schutzarchitektur, die künftig redundant ausgelegt ist. Dadurch bleibt der Schutz im Falle von DDoS-Angriffen, die darauf abzielen, Netzwerke oder Server durch eine große Zahl gleichzeitiger Anfragen zu überlasten und Dienste somit unerreichbar zu machen, gewährleistet. Die Verfügbarkeit für TelemaxX-Kunden liegt künftig bei 99,99 Prozent.

Infrastruktur aus einer Hand

Mit der Investition entwickelt TelemaxX seine Infrastruktur als Gesamtsystem weiter: Glasfaserverbindungen, Rechenzentren, Cloud-Dienste und KI-Services greifen unmittelbar ineinander. Für Kunden resultieren daraus – neben einer Leistungsskalierung – vor allem optimierte Schnittstellen: Sofern sie zusätzliche Bandbreite benötigen, ihre IT-Infrastruktur erweitern oder weitere Rechenzentrums- und KI-Leistungen integrieren möchten, können die erforderlichen Komponenten aufeinander abgestimmt bereitgestellt werden.

Investitionen für wachsende Anforderungen

Der Ausbau knüpft an eine erfolgreiche strategische Neuausrichtung der TelemaxX an: Das Unternehmen hat es sich zur Maßgabe gesetzt, digitale Wertschöpfung aus Deutschland für Deutschland bereitzustellen. Dafür wird gezielt in die Weiterentwicklung der Infrastruktur investiert, um die Kapazitäten für Anforderungen bereitzustellen, die mit der digitalen Transformation der Wirtschaft wachsen. Unternehmen können 100Gbit/s-Anschlüsse ab sofort direkt bei der TelemaxX anfragen und buchen.

Isabel Weyerts Keine Kommentare

Konstantin Elsässer wird Leiter des BITMi-Hauptstadtbüros

Berlin, 3. September 2026 – Der Bundesverband IT-Mittelstand e. V. (BITMi) stellt sein Hauptstadtbüro zum September unter eine neue Leitung: Konstantin Elsässer übernimmt die Verantwortung für die politische Interessenvertretung des Verbands in Berlin. Er ist bereits seit einem Jahr als politischer Referent für den BITMi tätig und mit den zentralen Anliegen der mittelständischen IT-Wirtschaft bestens vertraut.

In seiner neuen Funktion koordiniert Elsässer die politische Arbeit des Verbands und wird den Austausch mit Abgeordneten, Ministerien sowie weiteren politischen Ansprechpartnern weiter ausbauen. Im Mittelpunkt steht dabei die Stärkung des IT-Mittelstands, insbesondere durch bessere Rahmenbedingungen für digitale Innovationen „Made in Germany“, und die Sicherung der digitalen Souveränität Deutschlands.

„Der IT-Mittelstand bildet das Fundament für die digitale Souveränität Deutschlands. Deshalb freue ich mich darauf, die Interessen des IT-Mittelstands weiterhin mit einer starken Stimme in die politische Debatte einzubringen“, erklärt Elsässer.

BITMi-Präsident Dr. Oliver Grün freut sich auf die weitere Zusammenarbeit: „Konstantin Elsässer kennt die politischen Herausforderungen der mittelständischen Digitalwirtschaft. Mit seiner fachlichen Expertise und seinem Verständnis für politische Prozesse vertritt er die Interessen unserer Mitgliedsunternehmen in Berlin wirkungsvoll.“

Vor seinem Wechsel zum BITMi war Elsässer als Referent für die SPD-Bundestagsfraktion im Bereich der Digitalpolitik tätig.