Lydia Schauß Keine Kommentare

Die erfolgreiche Einführung einer Business-Software beginnt lange vor der Installation

Wenn Agenturen, Beratungsunternehmen oder andere projektorientiert arbeitende Dienstleister den Umstieg von Word, Excel & Co. auf eine Business-Software planen, vergleichen sie häufig vor allem Funktionen und Preise. Aus Sicht erfahrener Berater greift das jedoch zu kurz. Entscheidend ist, ob sich die Software auch an eigene Arbeitsabläufe anpassen lässt – und ob der Anbieter Unternehmen dabei unterstützt, ihre Prozesse kritisch zu hinterfragen und sinnvoll weiterzuentwickeln.

Ein Ziel, mehrere Tools – und widersprüchliche Daten

Auch 2026 setzen zahlreiche projektorientiert arbeitenden Dienstleister noch immer auf ein Nebeneinander aus Office-Anwendungen und verschiedener Extra-Tools. Die Folge: Daten müssen mehrfach eingegeben werden, Auswertungen entstehen aus unterschiedlichen Quellen und man ist nie ganz sicher, welche Zahl gerade die aktuellste ist.

„Wenn man viele Programme benutzt, um ein Ziel zu erreichen, ist es deutlich komplexer, alle Daten aktuell zu halten“, sagt Helene Weinberger. Sie begleitet beim Mannheimer Softwareunternehmen Connectivity seit vielen Jahren Unternehmen bei der Einführung der Business-Software ConAktiv. Der Wechsel auf eine integrierte Unternehmenslösung schafft für Unternehmen eine einheitliche Datenbasis. Kunden-, Projekt- oder auch Rechnungsdaten werden ab sofort nur noch einmal erfasst und stehen anschließend überall dort im Unternehmen zur Verfügung, wo sie benötigt werden – von der Angebotsstellung über das Controlling bis zum mobilen Arbeiten unterwegs.

Dass korrekte Auswertungen dann plötzlich auf Knopfdruck verfügbar sind, sorgt bei manchen im Unternehmen zunächst für Unglauben. „Einige Kunden führen ihre bisherigen Tabellen anfangs parallel weiter und vergleichen die Ergebnisse“, berichtet Beraterin Helene Weinberger. „Sie möchten sicher sein, dass die Zahlen stimmen.“ Doch rasch verschwinden Excel-Listen und Insellösungen endgültig, weil sich in Unternehmen die Erkenntnis durchsetzt: „Jetzt haben wir alles an einem Ort. Und wenn wir die Zahlen heute ziehen, dann sind sie auch von heute.“

Eine Business-Software funktioniert nicht wie ein Textverarbeitungsprogramm

Aus Sicht der erfahrenen Beraterin entscheiden über eine erfolgreiche Software-Einführung nicht zwingend die Basis-Funktionalitäten. „Jede Business-Software bietet heute die grundlegenden Prozesse – von der Projektverwaltung bis zur Rechnungsstellung“, sagt sie. „Die entscheidende Frage ist: Wie gut lassen sich Prozesse an das eigene Unternehmen anpassen?“

Denn jedes Unternehmen arbeitet anders. Manche benötigen eigene Rechnungsnummernkreise. Angebots- oder Rechnungslayouts müssen an die Corporate Identity angepasst werden. Wieder andere haben individuelle Freigabeprozesse.

„Eine Business-Software funktioniert nicht wie ein Textverarbeitungsprogramm“, erklärt Helene Weinberger. „Ich gebe nicht einfach nur meine Daten ein und bekomme sie als Formular wieder heraus. In eine integrierte Unternehmenslösung fließen viel mehr Informationen hinein.“ Deshalb gehört für sie zur erfolgreichen Einführung vor allem die gemeinsame Analyse der Arbeitsabläufe. „Manchmal muss man dem Kunden auch helfen herauszufinden, was er eigentlich braucht“, sagt sie. Manche Wünsche lassen sich direkt über Konfigurationsmöglichkeiten umsetzen, manche entstehen erst im Gespräch oder werden gemeinsam weiterentwickelt. Oft zeigt sich dabei auch, dass ein anderer Lösungsweg den eigentlichen Bedarf besser trifft.

Bei der Business-Software ConAktiv können Anwender bestimmte Einstellungen selbst vornehmen – etwa individuelle Formularlayouts erstellen, eigene Nummernkreise anlegen oder die Oberflächen in ConAktiv Mobile anpassen. Für weitergehende Anforderungen unterstützen erfahrene Berater, bei Bedarf gemeinsam mit den Entwicklern von ConAktiv. Denn die Business-Software wurde von Connectivity in Mannheim selbst entwickelt und wird laufend, auch in Zusammenarbeit mit den mittelständischen Kunden, kontinuierlich weiterentwickelt.

Man kauft auch das Gefühl, selbst etwas machen zu können

Gerade die gemeinsame Suche mit den Unternehmen nach der passenden Lösung macht für Helene Weinberger den Reiz ihrer Arbeit aus. Seit 1998 ist sie Teil von Connectivity – zunächst als studentische Mitarbeiterin, später in der Entwicklung und heute als Beraterin. „Aus dem, was ein Kunde sagt, das herauszuhören, was er tatsächlich braucht – und dann eine Lösung zu finden, bei der er sagt: Genau das habe ich gebraucht“, beschreibt sie als den schönsten Teil ihrer Arbeit.

Unternehmen, die sich mit dem Umstieg auf eine Business-Software beschäftigen, empfiehlt sie, nicht allein auf den Lizenzpreis zu schauen. „Man sollte sich Gedanken machen: Was kann ich später selbst anpassen? Wie gut bekomme ich Hilfe, wenn ich Fragen habe? Sind Updates inklusive? Und brauche ich für jede Änderung meinen Softwareanbieter oder kann ich vieles selbst erledigen?“ Denn am Ende, so fasst sie ihre Erfahrung aus zahlreichen Softwareeinführungen zusammen, gehe es um mehr als um Software. „Man kauft nicht nur eine Software – sondern man kauft auch das Gefühl, dass man selber etwas machen kann.“

https://www.conaktiv.de

Lydia Schauß Keine Kommentare

Nach der EnEfG-Novelle: Deutschland muss Infrastruktur für Rechenzentren stärke

  • TelemaxX fordert ganzheitlichen strategischen Blick anstelle isolierter Einzelkennzahlen
  • PUE ist wichtige Messgröße – entscheidet aber nicht allein über Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit eines Rechenzentrums
  • Deutschland braucht investitionsfreundliche Rahmenbedingungen für KI und Cloud-Umgebungen

Karlsruhe, 14. Juli 2026 – Die Novelle des Energieeffizienzgesetzes (EnEfG) bringt mehr Flexibilität für Betreiber von Rechenzentren und orientiert sich stärker an europäischen Vorgaben. Für die TelemaxX Telekommunikation GmbH greift die Debatte damit jedoch zu kurz. Denn wer den Ausbau digitaler Infrastruktur langfristig sichern will, sollte Rechenzentren nicht anhand einzelner Kennzahlen bewerten, sondern ihre Gesamtleistung in den Blick nehmen. Nach Auffassung von TelemaxX ist dies angesichts des steigenden Bedarfs an Rechenleistung durch KI und Cloud Computing unverzichtbar, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands langfristig zu sichern.

„Deutschland diskutiert derzeit intensiv darüber, wie energieeffizient Rechenzentren sein müssen. Das ist richtig und wichtig. Aber wir dürfen dabei nicht den Fehler machen, komplexe Infrastrukturen auf eine einzige Kennzahl zu reduzieren”, sagt Jan Lange, CEO der TelemaxX Telekommunikation GmbH. „Der PUE ist ein sinnvoller Indikator – aber er entscheidet nicht darüber, ob ein Rechenzentrum nachhaltig, resilient und zukunftsfähig betrieben wird.”

Mit der Novelle des Energieeffizienzgesetzes wurden unter anderem die Definition von Rechenzentren angepasst und die Anforderungen an bestehende Anlagen praxisnäher ausgestaltet. Der PUE-Wert (Power Usage Effectiveness), der den Energieverbrauch eines Rechenzentrums ins Verhältnis zum reinen IT-Energiebedarf setzt, wurde für Bestandsanlagen angepasst. Aus Sicht von TelemaxX ist dies ein Schritt in die richtige Richtung. Entscheidend werde nun jedoch sein, wie Politik und Branche die Leistungsfähigkeit moderner Rechenzentren künftig bewerten.

Neben einer hohen Energieeffizienz seien heute zahlreiche weitere Faktoren relevant: die tatsächliche Auslastung der Infrastruktur, eine hohe Verfügbarkeit, die Integration in regionale Energie- und Wärmekonzepte, der effiziente Einsatz vorhandener Ressourcen sowie die Fähigkeit, den wachsenden Bedarf an Cloud- und KI-Anwendungen zuverlässig abzudecken.

„Ein Rechenzentrum mit einem hervorragenden PUE-Wert nützt wenig, wenn es aufgrund regulatorischer Vorgaben nicht wirtschaftlich betrieben oder nicht bedarfsgerecht ausgebaut werden kann”, so Lange. „Wer den Rechenzentrumsstandort Deutschland stärken will, sollte deshalb nicht immer neue Einzelvorgaben schaffen, sondern Rahmenbedingungen, die Innovation ermöglichen.”

Gerade mit Blick auf den stark steigenden Bedarf an Rechenleistung durch Künstliche Intelligenz, Cloud Computing und datenintensive Anwendungen werde die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zunehmend davon abhängen, wie schnell neue Kapazitäten entstehen können. Dafür brauche es planbare und investitionsfreundliche Rahmenbedingungen sowie zügige Genehmigungsverfahren, so die TelemaxX.

Über die TelemaxX Telekommunikation GmbH

Die TelemaxX Telekommunikation GmbH ist Ihr erfahrener und verlässlicher Partner für hochsichere Rechenzentrumsdienstleistungen. Seit 1999 haben wir uns von der TechnologieRegion Karlsruhe aus zu einem bundesweit und international agierenden Spezialisten entwickelt. Wir betreiben vier Hochsicherheitsrechenzentren und bieten Geschäftskunden maßgeschneiderte Lösungen für Rechenzentrumsflächen, Housing und Managed Services. Ergänzt wird unser Portfolio durch klassische Telekommunikationsdienste. Mit unserer eigenen flächendeckenden Glasfaserinfrastruktur und langjährigem Expertenwissen sind wir einzigartig aufgestellt, um Ihre Anforderungen an zuverlässige und performante IT-Infrastruktur zu erfüllen – in ganz Deutschland und weltweit. Mehr unter www.telemaxx.de.

Iris Albertin Keine Kommentare

Neuer Service gewährleistet höchste Unabhängigkeit auch für stark regulierte Branchen

Wenn Datenschutz und Zuverlässigkeit zählen: Exoscale Dedicated Inference souveräne KI für den Produktivbetrieb

München, 7. Juli 2026 – Exoscale, Tochterunternehmen von A1 Digital und Anbieter einer souveränen europäischen Cloud, bietet mit „Dedicated Inference“ einen neuen Service an, der Organisationen die autonome Nutzung von KI ohne Vendor-Lock-in bietet. Kunden erhalten Zugriff auf eine serverlose, für KI optimierte Umgebung mit dedizierten NVIDIA-GPUs, die in europäischen Rechenzentren ihrer Wahl gehostet wird, ohne dass sie die dazugehörige Infrastruktur verwalten müssen. In dieser DSGVO-konformen Umgebung können sie ein KI- Modell ihrer Wahl betreiben und jederzeit nach Bedarf hoch- oder herunterskalieren.

 

„Dedicated Inference ist besonders geeignet für Teams, die den Schritt von der Experimentierphase in die Produktionsphase vollziehen möchten, ohne eine eigene KI-Plattform aufbauen und betreiben zu müssen“, erläutert Antoine Coetsier, COO von Exoscale. „Das ‚Dedicated‘ in ‚Dedicated Inference‘ nehmen wir sehr ernst: Die Daten und Tokens der Kunden teilen die Hardware nicht mit anderen Cloud-Nutzern. So profitieren sie von konstantem Durchsatz und extrem niedrigen Latenzen. Die Isolierung reicht bis tief in die Logs und den GPU- Speicher hinein, was maximalen Datenschutz garantiert.“

 

Mit Dedicated Inference übernimmt Exoscale das gesamte Management der Infrastruktur von der Skalierung bis hin zu den Updates im Hintergrund und bietet Entwicklern eine vertraute, OpenAI-kompatible Programmierschnittstelle. Weil der gesamte Betrieb in europäischen Rechenzentren stattfindet, unterliegt die Datenverarbeitung den strengen Vorgaben sowohl der DSGVO als auch des revDSG, wodurch sich der Service auch ideal für hochregulierte Branchen eignet. Die Abrechnung erfolgt dabei nicht unvorhersehbar gemäß Tokeninput und Tokenverbrauch, sondern transparent und sekundengenau auf Basis der bereitgestellten Hardware-Ressourcen. Darüber hinaus profitieren Nutzer von der Performance der neuesten NVIDIA-GPU-Generationen und einer in den SLA gewährleisteten Verfügbarkeit von 99,95 Prozent.

 

IT-Abteilungen, Data Scientists oder Business Application Owner können ein KI-Modell auf der weltweit meistgenutzten KI-Kollaborationsplattform Hugging Face auswählen und in ihrer dedizierten Dedicated Inference Umgebung auf Exoscale nutzen. Hierzu müssen sie lediglich auf die Modell-ID eines öffentlichen, geschützten (gated) oder privaten Modells auf dem Hugging Face Hub verweisen. Anschließend instanziiert Exoscale das geladene Modell auf dedizierten NVIDIA-Grafikkarten (GPUs) und stellt es dem Kunden sicher über eine OpenAI-kompatible Schnittstelle zur Verfügung.

 

„Das LLM ist das Rückgrat unserer Pipeline. Daher sind Zuverlässigkeit, Sicherheit und Kontrolle unverzichtbar“, erklärt Géraud de Laval, Mitgründer von Recarta, einem führenden Anbieter für digitale Datenextraktion und -aufbereitung in der institutionellen Immobilienverwaltung. „Exoscale Dedicated Inference bietet uns genau das: eine vollständig verwaltete, DSGVO- konforme Umgebung mit der von uns benötigten Skalierbarkeit ohne die Risiken gemeinsam genutzter Ressourcen. Keine störenden Nachbarn, keine unvorhersehbare Leistung und keine erzwungenen Leistungsengpässe – sondern eine stabile, transparente Infrastruktur, in der wir die volle Kontrolle über unsere Modelle, die Nutzung und die Release-Zyklen behalten. Für unsere Kunden bedeutet das den Einsatz von Open-Source-LLMs ohne Hintertüren, eine absolut sichere Datenisolierung und die Gewissheit, dass ihre kritischen Arbeitsabläufe nicht durch externe Faktoren gestört werden.“

 

Isabel Weyerts Keine Kommentare

ZIM-Förderung sichern: IT-Mittelstand fordert verlässliche Finanzierung

Aachen/Berlin, 10. Juli 2026 – Der diese Woche bekanntgegebene kurzfristige Antragsstopp für das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) ist ein fatales Signal an den innovativen IT-Mittelstand und gefährdet die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Mittelstands erheblich. Die fehlende Planungssicherheit hinsichtlich einer Wiederaufnahme der Förderung im Jahr 2027 stellt betroffene Unternehmen zusätzlich vor enorme Herausforderungen.

Aus Sicht des Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) bildet das ZIM, insbesondere vor dem Hintergrund der digitalen Transformation und des zunehmenden Einsatzes Künstlicher Intelligenz im Mittelstand, eine zentrale Säule für die zukünftige Innovationsfähigkeit der mittelständischen Wirtschaft.

BITMi-Präsident Dr. Oliver Grün kommentiert: „Eines der erfolgreichsten Förderprogramme für den IT-Mittelstand wurde ohne jede Vorwarnung abrupt gestoppt – das gefährdet die Zukunftsfähigkeit der mittelständischen Wirtschaft. Gerade Unternehmen in laufenden Transformationsprozessen sind auf einen verlässlichen Rahmen und Planungssicherheit angewiesen. Wer bereits in Forschung investiert hat, darf nicht mit leeren Händen dastehen.”

Die Relevanz des Programms belegen eindrucksvolle Zahlen: Laut einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) führt jeder staatlich investierte Euro zu tatsächlichen Forschungsinvestitionen bei kleinen und mittleren Unternehmen von fast drei Euro, es entstehe also eine nachgewiesene Hebelwirkung von fast 200%. Grün abschließend: „Die Zahlen sprechen für sich: Die ZIM-Förderung funktioniert und liefert nachweislich Erfolge durch fast eine Verdreifachung der staatlichen Förderung über private Hebelung. Wer hier spart, der spart am Wachstum von morgen.”

Der BITMi fordert daher:

  • eine verbindliche Haushaltszusage für das Jahr 2027 mit konkretem Startdatum,
  • eine Übergangslösung für bestehende ZIM-Vorhaben, die sich derzeit in der Antragsphase befinden, sowie
  • eine ausreichende finanzielle Ausstattung des Programms im Bundeshaushalt ab 2027, die der bestehenden Nachfrage gerecht wird.
Iris Albertin Keine Kommentare

Flörsheimer IT-Unternehmer international ausgezeichnet – mit einer Botschaft für den Mittelstand vor Ort

Ein Unternehmer aus Flörsheim am Main hat international für Aufmerksamkeit gesorgt: Naveed Ahmad, Gründer und Geschäftsführer der hier ansässigen Insivio IT GmbH, wurde beim Internationalen Speaker Slam in Mastershausen mit einem Award ausgezeichnet. 

Vor rund 140 Zuschauern aus verschiedenen Ländern sprach Ahmad über ein Problem, das er aus seiner über 25-jährigen Laufbahn in der IT-Branche kennt – und das auch viele Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet betrifft: IT wirdoft als reine Kostenstelle verwaltet, statt als strategisches Werkzeug für Wachstum genutzt zu werden. Gerade Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung, mit ausgelasteten Teams oder ohne Spezialwissen etwa im BereichKünstliche Intelligenz tun sich schwer, digitale Vorhaben überhaupt anzugehen. 

Genau hier setzt Ahmads in Flörsheim ansässiges Unternehmen an. Insivio verbindet deutsche Projektsteuerung mit einem internationalen Netzwerk aus IT- und KI-Experten und begleitet regionale Unternehmen von der Beratungbis zur Umsetzung digitaler Projekte. „Die Hürde ist oft nicht die Technologie selbst, sondern die Denkweise”, sagt Ahmad. „IT wird als reiner Kostenfaktor verwaltet, anstatt als strategisches Werkzeug für die Zukunft gestaltet zuwerden.” 

Dass die Botschaft ankommt, zeigte sich unmittelbar: Im Anschluss an seinen Vortrag ergaben sich mehrere aufschlussreiche Gespräche mit Zuhörer:innen – darunter auch konkrete Anfragen. Für Ahmad ein Beleg dafür, wie großder Bedarf an Orientierung bei IT- und Digitalisierungsthemen im Mittelstand ist, auch direkt vor der eigenen Haustür. 

Der Erfolg in Mastershausen bleibt nicht ohne Folgen: Ahmad wurde im Anschluss bereits als Speaker für den internationalen Expertenkongress im August in New York gebucht – ein Flörsheimer Unternehmer also demnächst auchauf internationalem Parkett. 

Über Insivio IT GmbH:

Die Insivio IT GmbH mit Sitz in Flörsheim am Main verbindet deutsche Projektsteuerung mit einem internationalen Netzwerk aus IT- und KI-Experten. Das Unternehmen unterstützt vor allem Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet, die keine eigene IT-Abteilung haben, deren IT-Team ausgelastet ist oder denen Spezialexpertise fehlt – von der Beratung bis zur Umsetzung, als deutscher Vertragspartner und mit bis zu 50 Prozent Kostenersparnis durch skalierbareTeams.

Lydia Schauß Keine Kommentare

BITMi-Projekt TRUST gestartet: KI-gestützte Plattform zur Vereinfachung von EU-Compliance für KMU

Aachen, Berlin, 08. Juli 2026 – Mit dem offiziellen Start des neuen Horizon-Projekts TRUST (Trusted Regulatory Compliance Services for Europe) beginnt der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) mit seinen Partnern eine wegweisende Initiative zur Vereinfachung regulatorischer Compliance für Unternehmen in Europa. Das Projekt zielt darauf ab, KI-gestützte Tools zu entwickeln, die insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Einhaltung komplexer europäischer Vorschriften unterstützen.

Zum Auftakt des Projekts kamen Vertreterinnen und Vertreter der 17 Partnerorganisationen aus neun europäischen Ländern zusammen, um die gemeinsame Arbeit an innovativen Lösungen für Compliance-Herausforderungen aufzunehmen. Das Konsortium setzt sich aus führenden europäischen Institutionen aus den Bereichen Forschung, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung zusammen. Die Zusammenarbeit dieser Bereiche sowie die kontinuierliche Einbeziehung von KMU in den Entwicklungsprozess zielt darauf ab, die Praxistauglichkeit der entwickelten Tools sicherzustellen.

Das BITMi-Projekt wird im Rahmen des Horizon-Europe-Programms von der Europäischen Union mit einem Budget von etwa 8 Millionen Euro gefördert. In den kommenden drei Jahren wird das Projekt insbesondere daran arbeiten, die Umsetzung von Compliance in den Bereichen Datenschutz (DSGVO) und Künstliche Intelligenz (AI Act) für Unternehmen effizienter und kostengünstiger zu gestalten.

„Unser Ziel ist es, durch vertrauenswürdige KI-gestützte Tools und praxisnahe Lösungen die Einhaltung regulatorischer Anforderungen deutlich effizienter, transparenter und sicherer zu gestalten – ein entscheidender Schritt für die digitale Wirtschaft Europas“, erklärte Anna Brodmann, Projekteleiterin beim BITMi.

Zentrale Ziele von TRUST

TRUST verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, um Compliance-Prozesse zu vereinfachen. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören:

  • Entwicklung einer KI-gestützten Online-Plattform (OPRCS):
    Die Plattform umfasst sechs spezialisierte KI-Assistenten, die Unternehmen und Behörden bei zentralen Compliance-Aufgaben unterstützen – von der Überwachung neuer Vorschriften über die Analyse rechtlicher Risiken bis hin zur Erstellung regulatorischer Berichte.
  • Schaffung eines europäischen Vertrauenssiegels („Seal of TRUST“):
    Das Siegel soll die Einhaltung regulatorischer Anforderungen sichtbar machen, Vertrauen stärken und Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil bieten.
  • European Alliance for Regulatory Compliance Services (ARCS):
    Die Allianz vernetzt Forschungseinrichtungen, Behörden, Unternehmen und Verbände, um die Projektergebnisse nachhaltig zu verankern.
  • Fokus auf IT-Sicherheit und Datenschutz:
    Sämtliche Lösungen werden nach den Prinzipien „Security-by-Design“ und „Privacy-by-Design“ entwickelt, um Datenschutz, Vertraulichkeit und Integrität von Informationen zu gewährleisten.
  • Pilotierung mit rund 500 Organisationen:
    Das Projekt plant, die entwickelten Tools in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen, Behörden und Datenschutzbeauftragten in ganz Europa zu testen und weiterzuentwickeln.

Weitere Informationen finden Sie unter https://bitmi.de/projekte/trust/.

Isabel Weyerts Keine Kommentare

Reformpaket adressiert Bürokratie – doch bei Steuern bleibt der große Wurf aus

Aachen/Berlin, 3. Juli 2026 – Das gestern veröffentlichte Reformpaket der Bundesregierung enthält einige vielversprechende Ansätze, allerdings bleibt die konsequente Umsetzung abzuwarten. Positive Ansätze finden sich bei den Punkten zum Bürokratieabbau und dem vereinfachten Datenschutz, der Förderung von Zukunftsbranchen sowie die angekündigte Flexibilität am Arbeitsmarkt. Bei der steuerlichen Entlastung bleibt allerdings Skepsis angebracht: Nach Verrechnung mit zusätzlichen Kosten fallen die tatsächlichen Entlastungen nur marginal aus.

Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) begrüßt einzelne Maßnahmen ausdrücklich, mit Blick auf das Gesamtpaket ist aber kein großer Wurf für den IT-Mittelstand zu erwarten. Verbandspräsident Dr. Oliver Grün erklärt: „Dieses Reformpaket adressiert einige zentrale Herausforderungen unserer Branche. Mit der Abschaffung der Berichtspflichten gegenüber staatlichen Stellen, einer pragmatischen Datenschutzpolitik und der Flexibilisierung des Arbeitsmarkts adressieren die Maßnahmen endlich die Rahmenbedingungen, die der IT-Mittelstand braucht, um global wettbewerbsfähig zu bleiben.”

Das positive Kernstück des Reformpakets ist die geplante Aufhebung gesetzlicher Berichtspflichten. Berichtspflichten sollen pauschal entfallen. Bestehen bleiben nur jene, deren Notwendigkeit die zuständigen Behörden explizit begründen. „Dies ist ein echtes Entlastungssignal für die mittelständische Wirtschaft”, unterstreicht Grün. „Versprochen wird ein Paradigmenwechsel – weg von Überregulierung, hin zu schlanken, notwendigen Standards. Das befreit Unternehmen des IT-Mittelstands endlich von dieser administrativen Last.”

Besonders wichtig ist zudem die geplante Förderung von Zukunftsbranchen – Innovationen „Made in Germany” und der Bereich Künstliche Intelligenz werden explizit benannt. „Zukünftige Wirtschaftsförderung sollte konsequent Unternehmen stärken, die zur digitalen Souveränität Deutschlands beitragen. Im parlamentarischen Verfahren muss der Fokus darauf liegen, keine zukünftigen Abhängigkeiten von nicht-europäischen Unternehmen mit Steuergeld zu finanzieren, sondern sich auf die heimische Wirtschaft zu konzentrieren“, mahnt Grün.

Bei der angekündigten Flexibilisierung des Arbeitsmarktes sei zudem auf die Gegebenheiten im Mittelstand zu achten: „Abweichende Regelungen beim Arbeitsrecht und beim Unternehmensrecht, die an Tarifgebundenheit gekoppelt sind, helfen dem Mittelstand nicht weiter. Wir brauchen echte Flexibilität für alle, nicht nur für große, tarifgebundene Unternehmen.“

Bei aller Anerkennung der Reformambitionen: Die steuerlichen Effekte sind nach Berücksichtigung zusätzlicher Lasten und laufenden Mehrkosten deutlich geringer als erhofft. Grün kommentiert: „Eine echte Körperschaftssteuerreform vermissen wir komplett, und die Einkommensteuererleichterungen bleiben marginal. Die Chance auf eine echte Steuerwende für den Mittelstand wurde leider erneut verpasst.“

Lydia Schauß Keine Kommentare

Nutzerklima-Test 2026: Mehr Potenzial für nutzerfreundliche digitale Services in Deutschland

Der UIG e.V. veröffentlicht die Ergebnisse der ersten bundesweiten Befragung zur Nutzerfreundlichkeit digitaler Services in Städten. Insgesamt nahmen 1.972 Bürgerinnen und Bürger aus 251 Städten und Gemeinden zwischen November 2025 und April 2026 am Nutzerklima-Test 2026 teil.

Digitale Services wie Online-Terminbuchungen, digitale Verwaltungsangebote oder Gesundheitsservices gehören mittlerweile zum Alltag. Die Ergebnisse zeigen jedoch, dass die Angebote zwar grundsätzlich akzeptiert werden, das Nutzungserlebnis jedoch häufig hinter den Erwartungen zurückbleibt.

Methodik

Der gemeinsam vom UIG e.V. und dem Institut für Wirtschaftsinformatik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickelte Fragebogen erfasst zum einen das allgemeine Nutzerklima anhand der fünf Dimensionen Nützlichkeit, Nutzbarkeit, Nutzerzufriedenheit, Nutzungserlebnis und technische Zuverlässigkeit. Zum anderen bewerten die Teilnehmenden einen selbst gewählten digitalen Service mithilfe der etablierten System Usability Scale (SUS), deren Orientierungswert bei 68 Punkten liegt.

Ergebnisse

Der bundesweite Nutzerklima-Index erreicht einen Durchschnittswert von 3,39 auf einer Skala von 1 bis 5. Die Gebrauchstauglichkeit der bewerteten digitalen Services liegt mit durchschnittlich 69,80 SUS-Punkten nur leicht über dem Orientierungswert. Besonders positiv wird die Nützlichkeit digitaler Angebote bewertet, während Nutzungserlebnis und Nutzerzufriedenheit deutlich schwächer ausfallen.

„Städte werden zunehmend über ihre digitalen Services erlebt. Entscheidend ist deshalb nicht nur, ob Angebote vorhanden sind, sondern wie Bürgerinnen und Bürger sie im Alltag tatsächlich erleben“, sagt Prof. Dr. Alexander Mädche, Professor am KIT und Vorstandsmitglied des UIG e.V.

Städte-Ranking

Zwölf Städte erfüllten die Kriterien für das bundesweite Ranking. Der durchschnittliche Nutzerklima-Index liegt dort bei 3,45, der durchschnittliche SUS-Wert bei 70,44 Punkten. Spitzenreiter ist Rastatt mit einem Nutzerklima-Index von 4,17 und einem SUS-Wert von 86,67 Punkten. Die Ergebnisse zeigen, dass nicht die Größe einer Stadt, sondern die Qualität der digitalen Angebote entscheidend ist.

Unterschiede zwischen Servicebereichen

Am besten schneiden digitale Angebote aus Freizeit und Tourismus (73,47 SUS-Punkte) sowie Bildung und Soziales (70,63) ab. Verwaltungs- und Bürgerdienste liegen mit 69,69 Punkten im Durchschnitt, während Gesundheit und Wohlbefinden mit 67,46 Punkten den niedrigsten Wert erreichen.

Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger

Häufig kritisiert werden fehlende Terminverfügbarkeiten, Medienbrüche sowie mangelnde Optimierung für mobile Endgeräte. Auch Prozesse, die zwar digital beginnen, aber analog abgeschlossen werden müssen, werden negativ bewertet. Positiv hervorgehoben werden vollständig digitale, übersichtliche und leicht auffindbare Angebote.

Ausblick

Der Nutzerklima-Test soll künftig als regelmäßiges Monitoring-Instrument etabliert werden. Für 2027 planen UIG e.V. und das Karlsruher Institut für Technologie eine Ausweitung der Teilnehmerbasis sowie die Weiterentwicklung des Erhebungsinstruments.

Weitere Informationen und der vollständige Ergebnisbericht stehen unter www.nutzerklima.de zur Verfügung.

Isabel Weyerts Keine Kommentare

Digitale Transformation, KI und Innovation: CyberForum stärkt den Zukunftsstandort Karlsruhe

Karlsruhe, Juni 2026. Künstliche Intelligenz, digitale Souveränität, Startup-Dynamik und Fachkräftesicherung: Das CyberForum bestätigt seine Positionierung als wichtige Plattform für die technologische und wirtschaftliche Zukunft der TechnologieRegion Karlsruhe. Bei der Mitgliederversammlung am 25. Juni machte das Netzwerk deutlich, wohin die Reise geht – mit einem klaren Fokus auf KI, Innovation, neue Wachstumsfelder und den aktiven Aufbau einer digital vernetzten Gesellschaft.

„Die praktische Anwendung der KI beschleunigt sich weiter. Wer 2026 noch mit der Geschwindigkeit von 2025 arbeitet, fällt bereits zurück. Das Netzwerk des CyberForum wird immer wichtiger, um Schritt zu halten“, sagt CyberForum-Vorstandsvorsitzender Matthias Hornberger. Diese Dynamik prägt inzwischen nahezu alle Aktivitäten des Netzwerks – von Künstlicher Intelligenz über Fachkräftesicherung bis hin zu Innovation und Gründung.

„Die digitale Transformation ist längst mehr als ein Technologiethema. Sie verändert Wirtschaft, Arbeitswelt und Gesellschaft grundlegend. Gerade durch KI erleben wir eine enorme Beschleunigung, aber auch große Chancen. Unsere Aufgabe ist es, diese Entwicklung aktiv mitzugestalten und Unternehmen, Startups und Talente dabei zu unterstützen“, betont CyberForum-Geschäftsführer David Hermanns.
 Diese Entwicklung wird auch extern bestätigt: Im Rahmen des Exzellenzprogramms go-cluster des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz wurde das CyberForum vom European Secretariat for Cluster Analysis (ESCA) mit dem Silber-Label ausgezeichnet. Die Zertifizierung zählt zu den wichtigsten Qualitätsnachweisen für Clusterorganisationen in Europa.

Vom Konzept zum Erfolgsmodell – ein Plan geht auf

Besonders sichtbar wird diese Entwicklung inzwischen am Smart Production Park in Karlsruhe. Der gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung aufgebaute Innovationscampus rund um Digitalisierung, KI und moderne Produktion hat die angestrebte Zielauslastung erreicht und entwickelt sich zunehmend zu einem der sichtbarsten Innovationsstandorte der Region. Startups, Technologieunternehmen und Forschung arbeiten dort Tür an Tür an den Technologien von morgen.

Die KI-Welle erreicht die Praxis

Parallel dazu baut das CyberForum seine Aktivitäten im Bereich Künstliche Intelligenz massiv aus. Mit dem KI-Innovation Lab hat sich eine Anlaufstelle für Unternehmen etabliert, die KI-Projekte schneller, praxisnaher und strategischer umsetzen wollen – von ersten Potenzialanalysen über Fördermittel bis hin zur konkreten Implementierung durch einen passgenauen Experten aus dem Mitgliederpool des CyberForum. Gleichzeitig arbeitet das Netzwerk am Aufbau einer eigenen KI-Expertendatenbank, die Unternehmen künftig gezielt mit passenden Spezialist:innen und Umsetzungspartnern vernetzen soll. Mit Code.KI.Karlsruhe wurde zudem eine Fokusgruppe als neue Special Interest Group geschaffen, die sich gezielt den tiefgreifenden Veränderungen von KI in der Softwareentwicklung widmet.
Auch Karlsruhe selbst wird als Innovationsstandort immer sichtbarer. Mit Formaten wie der KI-Connect sowie dem InnovationFestival @karlsruhe.digital und der Bunten Nacht der Digitalisierung schafft das CyberForum gemeinsam mit Partnern gezielt Räume für Austausch, Vernetzung und neue Kooperationen. Während die KI-Connect Unternehmen, Forschung und Startups rund um konkrete KI-Anwendungen zusammenbringt, bietet das InnovationFestival im Rahmen der Initiative karlsruhe.digital – gemeinsam mit der Stadt Karlsruhe organisiert – digitalen Innovationen „Made in Karlsruhe“ eine Bühne. Gleichzeitig bleibt auch das vom Bundesforschungsministerium geförderte Kompetenzzentrum KARL der Region erhalten. Das Projekt hat sich in den vergangenen Jahren als wichtige Brücke zwischen Forschung und Praxis etabliert und zahlreiche Unternehmen beim Einstieg in die Künstliche Intelligenz unterstützt. Nach dem offiziellen Projektende im März 2026 werden zentrale Aktivitäten und Netzwerke fortgeführt und weiterentwickelt.

Der Kampf um Talente wird zur Zukunftsfrage

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Thema Fachkräftesicherung. Mit dem Projekt bits@work unterstützt das CyberForum kleine und mittelständische Unternehmen dabei, Ausbildung, Nachwuchsgewinnung und modernes Ausbildungsmanagement neu zu denken. Gleichzeitig baut das Projekt Open IT seine Aktivitäten deutlich aus: Dank einer Verdoppelung des Budgets bei gleichzeitig verdoppelten Zielzahlen können künftig deutlich mehr internationale IT-Fachkräfte auf ihrem Weg in den regionalen Arbeitsmarkt begleitet werden.
Gemeinsam mit der KI-Allianz Baden-Württemberg und der Fachkräfteallianz Baden-Württemberg arbeitet das CyberForum zudem an einem landesweiten Zukunftsprojekt, das zeigt, wie KI bereits heute konkret zur Fachkräftesicherung beitragen kann. In hochwertig produzierten Video-Porträts werden Unternehmen und Organisationen aus Baden-Württemberg begleitet, die KI erfolgreich einsetzen – etwa zur Entlastung von Mitarbeitenden, für effizientere Prozesse oder zur besseren Nutzung von Wissen und Ressourcen.

Aus Gründungen werden Wachstumsunternehmen

Auch das Thema Gründung gewinnt weiter an Dynamik. Allein im Jahr 2025 begleitete das CyberLab, der Startup-Accelerator im CyberForum, 60 technologieorientierte Gründungen und baut damit seine Rolle als eine der wichtigsten Startup-Schmieden des Landes weiter aus. Die Teams kommen insbesondere aus Zukunftsfeldern wie KI, IT-Sicherheit, Software und Smart Production. Wie erfolgreich sich diese Unternehmen entwickeln, zeigen Beispiele aus dem Netzwerk: Während FINDIQ eine Finanzierung über vier Millionen Euro einwerben und die Expansion in die USA vorantreiben konnte, sicherte sich Nesto in einer Series-A-Finanzierungsrunde elf Millionen Euro Wachstumskapital. Gleichzeitig entwickelt sich das landesweite EXI-Format „TeamUp“ zu einer wichtigen Plattform für Gründer und Co-Founder-Matching in Baden-Württemberg. Hinzu kommt die starke Entwicklung im Bereich Startup-Finanzierung: Als Betreuungspartner des Landesprogramms Start-up BW Pre-Seed verzeichnete das CyberLab 2025 das erfolgreichste Jahr seiner Geschichte. Von 26 Bewerbungen erhielten 13 Teams eine Förderzusage, insgesamt wurden 2,56 Millionen Euro an Frühphasenfinanzierung für junge Tech-Unternehmen bewilligt.

Digitale Souveränität als Schlüsselfrage

 Auch neue strategische Zukunftsfelder rücken stärker in den Fokus. Mit der Initiative Sicherheit & Verteidigung in der TRK (ISV) schafft das CyberForum eine Plattform für Austausch, Vernetzung und gemeinsame Projekte rund um Defence Tech, Sicherheitstechnologien und innovationsgetriebene Zukunftsthemen.
Eine Arbeitsgruppe aus dem Steuerkreis der Initiative karlsruhe.digital erarbeitet derzeit zudem ein Manifest zur digitalen Souveränität. „Die digitale Souveränität wird zur strategischen Kernfrage für die Region, das Land und ganz Europa. Das CyberForum wird alles tun, um diesen für uns alle kritischen Prozess zum Erhalt von Unabhängigkeit und Wahlfreiheit in Fragen der technischen Infrastruktur zu unterstützen“, sagt Vorstandsvorsitzender Matthias Hornberger.

Die Zukunft beginnt im Klassenzimmer

Gleichzeitig treibt das Netzwerk die nächste Generation technologischer Bildung voran. Die technika | Karlsruher Technik-Initiative begeistert inzwischen wöchentlich rund 3.300 Kinder und Jugendliche für Technik, Informatik und Naturwissenschaften und unterstützt 221 Schulen und außerschulische Lernorte mit Material, Know-how und praxisnahen Formaten. Nach ersten Expansionen über Baden-Württemberg hinaus wird der deutschlandweite Ausbau nun weiter vorangetrieben.
„Wir bündeln unsere Kräfte heute stärker auf Zukunftsthemen, bei denen wir für die Region wirklich Wirkung entfalten können – von KI über Fachkräftesicherung bis hin zu Innovation und Gründung. Wir wollen die nächste Transformationsstufe aktiv mitgestalten“, so Hermanns.

Neue Köpfe für die nächste Phase

Personell stellt sich auch der Vereinsvorstand für die kommenden Jahre neu auf: Gerda Frank verabschiedet sich nach langjährigem Engagement als Schatzmeisterin und geschäftsführender Vorstand aus dem Gremium, um bewusst der nächsten Generation Platz zu machen. Ihre Nachfolge übernimmt Iris Schwenk (HQS Group) als neue Schatzmeisterin. Markus Hennig wechselt vom geschäftsführenden in den erweiterten Vorstand. Neu in den geschäftsführenden Vorstand rückt Robert Szilinski nach, Gründer und Vorstandsvorsitzender von esentri. Neu in den erweiterten Vorstand gewählt wurden außerdem Corinna Jahn (adjusted ventures), Dirk Schweinberger (tech-solute), Bernd Vermaaten (solute/billiger.de) sowie Andreas Mörder (INIT). Raphael Bächle (ehemals TelemaxX) scheidet aus dem erweiterten Vorstand aus. Sven Schmidt-Rohr scheidet ebenfalls aus und übernimmt künftig die Rolle des Sprechers des Vorstands für das Thema Sicherheit und Verteidigung, eine neue Initiative im CyberForum.
Isabel Weyerts Keine Kommentare

BITMi im Austausch mit Mittelstandsbeauftragter Gitta Connemann

Aachen/Berlin, 25. Juni 2026 – In Berlin hat sich gestern Dr. Oliver Grün, Präsident des Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi), mit der Mittelstandsbeauftragten der Bundesregierung, Parlamentarische Staatssekretärin Gitta Connemann MdB, ausgetauscht. Das Gespräch setzte ein wichtiges Signal für eine engere Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftsministerium und IT-Mittelstand.

„Es gibt viele Ansatzpunkte, wie wir gemeinsam die Wettbewerbsfähigkeit von Deutschland verbessern können. Die Digitalwirtschaft in Deutschland ist mit der Stellung der meisten Arbeitsplätze mittelständisch geprägt, die größte Anforderung an die Politik ist nicht teuer, wir brauchen weniger Bürokratie und Regulierung“, betonte Grün im Anschluss an das Treffen.

Im Mittelpunkt standen konkrete politische Hebel zur Entlastung und Förderung mittelständischer IT-Unternehmen. Besonders wichtig sind aus Sicht des BITMi der konsequente Abbau von Bürokratie und Regulierung sowie ein verpflichtender Einbezug Digitaler Souveränität als Kriterium in der öffentlichen Vergabe. So kann Wertschöpfung in Deutschland geschaffen und Digitale Souveränität gestärkt werden.

Der konstruktive Austausch öffnet Türen für eine vertiefte Kooperation zwischen dem BITMi und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Gemeinsam sollen Ansätze weiterentwickelt werden, die den IT-Mittelstand stärken und Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit als Digitalstandort verbessern.