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Changemaker Frank Lagemann über Chancengleichheit und Nachwuchsgewinnung

Im Rahmen des Projektes FEMtential wurden Interviews mit Männern geführt, die sich für Frauen in der IT und Chancengleichheit engagieren, bestehende Strukturen hinterfragen sowie den kulturellen Wandel vorantreiben und als Changemaker hier von Ihren Erfahrungen berichten. Hier berichtet Frank Lagemann von der GreenGate AG

CHANGEMAKER-STECKBRIEF:

Name: Frank Lagemann

Position: Vorstand und Gründer

Unternehmen: GreenGate AG

Branche: Die GreenGate AG entwickelt seit mehr als 20 Jahren Softwarelösungen für Workforce Management, Instandhaltung oder Asset Management.

Standort: Windeck, NRW

Beschäftigte: ca. 50 Beschäftigte

 

Motivation, sich für Chancengleichheit zu engagieren:
„Als wir gegründet haben, waren wir sechs Männer – mit unserer ersten weiblichen Auszubildenden hat sich das Betriebsklima spürbar verändert, und zwar positiv. Grundsätzlich mache ich ohnehin keine großen Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Gerade bei uns auf dem Land ist die Auswahl an Fachkräften nicht so groß. Da können wir die Hälfte der Menschheit nicht außen vorlassen. Uns liegt daran, die jungen Leute, Männer wie Frauen, in ihrem Übergang zur Familie zu unterstützen. Dann wird meist auch die Bindung zur Firma stärker.“

Standortvorteil Schule: Tut sich was bei der Elternzeit?
Die Veränderungen bei der Elternzeit halten sich noch in Grenzen. Die Erziehungszeiten werden meistens und auch länger von Frauen genommen. Aber der eine oder andere Mann macht das auch. Wir haben hier auch ein Ehepaar mit kleinem Kind, die sich abwechseln und das selbstständig organisieren. Das geht auch ganz gut. Die Gemeinde Windeck hat gut 20.000 Einwohner, im Ortsteil Herchen mit ca. 1.000
Einwohnern gibt es einen Kindergarten und alle Schulformen direkt am Ort. Durch die Schulen gibt es mehr Schüler als Einwohner. Das ist natürlich ein Standortvorteil für Familien. Ich selbst habe auch davon profitiert damals, als wir gegründet haben. Ich konnte quasi immer mit den Kindern zur Arbeit gehen, das fand ich schon ganz nett.“

Nachwuchsarbeit und Bindung von Mitarbeitenden:
„Wir versuchen eng mit den Schulen zusammenzuarbeiten. Mittlerweile kennen uns die Schulen, und darüber auch die Schülerinnen und Schüler. Wir bieten viele Schülerpraktika hier an, dadurch bleibt der ein oder andere zur Ausbildung oder zum Studium im Unternehmen hängen. So können wir die Lehrstellen mittlerweile meist früh besetzen, ein großer Vorteil. Man kann auch im Anschluss an die Ausbildung hier im Unternehmen studieren. Wir beteiligen unsere Beschäftigten auch am Unternehmen. Wir sind eine kleine AG und können Mitarbeitende so über Aktien beteiligen. Das ist dann auch noch mal eine andere Motivation, die zu einer langen Betriebszugehörigkeit führt.“

Über Schulpraktika und Zutrauen von Mädchen:
„Wir sind in Schülerprojekten und im Informatikunterricht oft über Schulprojekte, die wir anbieten, mit involviert. Aber wir stellen auch immer wieder fest, dass da die Mädels eindeutig unterrepräsentiert sind. Da gibt es an den Schulen noch wirklich Handlungsbedarf.“

So bereichern weibliche Fachkräfte die IT:
„Es herrscht ein anderes Kommunikationsklima, sowohl intern als auch zum Kunden. Es läuft entspannter und lösungsorientierter ab. Das ist der Unterschied, den man direkt feststellt. Fachlich ist da kein Unterschied zu merken.“

Ein Wunsch an Frauen in der IT:
„Wir haben durch unser Wachstum eine neue Hierarchiestufe eingeführt – Teamleitungen. Von vier Positionen sind drei mit Frauen besetzt, alle in Teilzeit. Das läuft gut, aber ich merke: Frauen trauen sich solche Rollen oft nicht direkt zu. Da muss man öfter nachhaken, ermutigen, dranbleiben. Ich würde mir wünschen, dass da mehr Experimentierfreude da ist. Frauen haben oft große Angst vor dem Scheitern,
aber Scheitern gehört dazu – das ist nicht schlimm. Fehler passieren, das ist ganz normal im Job. Männer gehen da oft lockerer rein.“

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Nachhaltiger Einkauf der öffentlichen Hand – effizient und leicht gemacht

Die öffentliche Hand als größter Auftraggeber avanciert zum Motor für nachhaltiges Wirtschaften. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der konsequenten Digitalisierung von Einkaufsprozessen. TEK-SERVICE AG und SUSTAYNR haben die Lösung.

(Lörrach-Haagen) Mehr Nachhaltigkeit ist das erklärte Ziel im Einkauf der öffentlichen Hand. Umweltbilanz, sozial gerechte Produktion, Regionalität und Langlebigkeit sind hierfür wichtige Entscheidungskriterien. Doch in Zeiten angespannter Haushaltslagen, knapper Personalressourcen und analoger, papiergestützter Beschaffungsabläufe ist der Aufwand, der mit einer Qualifikation einhergeht, weder manuell, noch visuell zu bewältigen.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der webbasierenden Einkaufsdienstleistung der TEK-SERVICE AG
Es handelt sich hierbei um die zentrale, verwaltungsweit integrierte, webbasierende Einkaufslösung, die alle Einkaufsvorgänge von Verwaltungen und Organisationen transparent steuert, bündelt und Daten konsolidiert. Das führt nicht nur zu hoher Wirtschaftlichkeit, sondern eröffnet auch seit über einem Jahrzehnt rudimentäre Möglichkeiten der Qualifizierung von Katalogen unter Aspekten der Nachhaltigkeit. Allerdings ist auch eine stetige Zunahme von Nachhaltigkeitslabeln zu verzeichnen, was die Qualifikation von Artikeln und Sortimenten für den Einkauf erschwert. Darüber hinaus wird damit die Vergleichbarkeit für Besteller am Arbeitsplatz zur echten Herausforderung. Monika Schmidt Aufsichtsratsvorsitzende der TEK-SERVICE AG:“ wir haben lange nach Wegen gesucht, um Massen von Artikelstammdaten automatisiert so verarbeiten zu können, dass Transparenz, Steuerung und Vergleichbarkeit, unter Berücksichtigung der Vielfalt von Nachhaltigkeitslabels, einfach und belastbar möglich werden. In Zusammenarbeit mit den Experten der SUSTAYNR integrieren wir nun ab sofort den ESG Score in unsere Einkaufslösung. Der Begriff ESG Score steht für „Environment, Social und Governance“. Es handelt sich gewissermaßen um ein nominiertes Maß, um die Nachhaltigkeit von Produkten labelübergreifend zu vergleichen und zu kennzeichnen.“

Jan Bussiek, Geschäftsführer der SUSTAYNR beschreibt das so:“ Wer nachhaltig beschaffen möchte, muss sich vor der Kaufentscheidung Transparenz zur Nachhaltigkeit der unterschiedlichen Angebote verschaffen. Das wiederum bringt enorm hohen Bürokratieaufwand mit sich. Denn für jede Markterkundung müssen nicht nur zur Warengruppe passende Bewertungskriterien ausgewählt werden. Es sind gleichzeitig zu jedem Produkt entsprechende Nachhaltigkeitsdaten zu erheben. Wir vom Fachverlag SUSTAYNR haben uns dieser Aufgabe angenommen und bereits für über eine Million Standardprodukte von Büromaterialien und ITK-Produkten ESG Scores berechnet. Indem TEK-SERVICE AG nun den ESG Score in ihre Einkaufslösung integriert, können Einkaufende Produkte in den digitalen Katalogen nicht nur unter Aspekten der Nachhaltigkeit sortieren. Sie haben gleichzeitig mit wenigen Klicks Zugriff auf die voll transparenten Bewertungskriterien. Mehr noch; ist ein relevantes Produkt noch nicht vom ESG Score abgedeckt, kann der Anbieter eingeladen werden, über einen für ihn kostenlosen Webzugang per Eigenerklärung die für das Scoring notwendigen Daten zu hinterlegen – produktneutral und diskriminierungsfrei.“

Mit anderen Worten: im „digitalen Zusammenspannen“ der beiden Technologien von TEK-SERVICE AG und SUSTAYNR liegt der Schlüssel zum Erfolg. Monika Schmidt:“ tatsächlich wirkt es nahezu magisch, wenn Massen von Katalogdaten, automatisiert, im Rahmen wöchentlicher Updates, gescored werden. Bestellern fällt es damit leicht, die richtige, nachhaltige Kaufentscheidung zu treffen. Einkauf und Vergabe können via ESG Score die Vergleichbarkeit von Angeboten unter Nachhaltigkeitsaspekten treffen. In der Zusammenarbeit mit SUSTAYNR betreten wir tatsächlich, wie so oft, Neuland. Indem wir das Projekt gemeinsam vorantreiben, dürfen wir Erfahrungen sammeln, lernen und vor allem, Innovation erleben.“

Jan Bussiek abschließend: „In unserer Zusammenarbeit schaffen wir einen entscheidenden Beitrag zum Upgrade auf eine nachhaltige soziale Marktwirtschaft. Interessant zu wissen: Alle unsere bisherigen Auswertungen zeigen, dass die nachhaltig besseren Produkte nicht einmal teurer in der Anschaffung sind.“

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BITMi zum designierten Bundesdigitalminister

Berlin/Aachen, 28. April 2025 – Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) begrüßt die heute verkündete Besetzung des neu geschaffenen Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung und gratuliert dem designierten Minister Dr. Karsten Wildberger herzlich. Damit wird eine zentrale Forderung des BITMi aufgegriffen: die Digitalisierung Deutschlands endlich aus einem eigenständigen Ressort heraus kraftvoll und mit einem besseren Gespür für Deutschlands Digitalwirtschaft voranzutreiben.

“Mit der Schaffung eines eigenen Digitalministeriums wird die Bedeutung der Digitalisierung als Schlüsselthema für die wirtschaftliche Zukunft und die digitale Souveränität unseres Landes anerkannt”, erklärt Dr. Oliver Grün, Präsident des BITMi. Für die deutsche Digitalwirtschaft sei es eine gute Nachricht, dass mit Karsten Wildberger ein Fachmann aus dem IT-Sektor die politische Verantwortung dafür übernimmt, so Grün weiter. “Jetzt kommt es darauf an, dass das neue Ministerium die notwendige Durchsetzungskraft und Gestaltungsmacht erhält, um die Digitalisierung über alle Ressortgrenzen hinweg effizient zu steuern.”

Der BITMi verbindet mit dem neuen Bundesministerium klare Erwartungen an seine künftige Ausgestaltung:

  • Klare Federführung und Durchgriffsrechte: Das Ministerium muss bei allen ressortübergreifenden Gesetzgebungs- und Digitalisierungsvorhaben die Federführung erhalten.
  • Eigenes Budget und Genehmigungsvorbehalt: Digitale Projekte und Vorhaben der Ressorts dürfen künftig nur mit Zustimmung des Digitalministeriums starten, um eine kohärente, souveräne Digitalstrategie sicherzustellen. Das Ministerium muss mit einem den großen Aufgaben entsprechenden Budget ausgestattet sein.
  • Fokus auf digitale Souveränität: Das Ministerium sollte Digitalpolitik konsequent an der Stärkung von digitaler Resilienz, Wertschöpfung ausrichten. Folgerichtig muss eine Stärkung europäischer und deutscher Technologien und Anbieter zentraler Teil der Agenda sein. Dazu muss eine Souveränitätsstrategie entwickelt werden, die einen klaren Fahrplan mit messbaren Zielen vorgibt.
  • Praxisorientierte Modernisierung des Staatswesens: Mit der integrierten Zuständigkeit für Staatsmodernisierung bietet sich die Chance, die Verwaltungsdigitalisierung effizient, bürgernah und innovationsfreundlich neu aufzustellen.
  • Stärkung des Mittelstands: Der innovative IT-Mittelstand muss als Rückgrat der digitalen Transformation in Förderprogrammen, Vergaberegeln und strategischen Partnerschaften gezielt unterstützt werden.

“Jetzt haben wir die historische Chance, den digitalen Aufbruch tatsächlich zu gestalten”, so Dr. Oliver Grün. “Entscheidend wird sein, dass das neue Bundesministerium mit Mut, Innovationsgeist und echter politischer Gestaltungsmacht handelt. Der BITMi steht dem künftigen Minister und seinem Haus als Partner bereit, diesen Weg mitzugestalten.”

 

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FibuNet ist bei Hempelmann Wittemöller stabiler Anker im turbulenten Energiegeschäft

Die Hempelmann Wittemöller GmbH versorgt Kunden in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen mit Heizöl, Kraftstoffen, Holzpellets und Kaminholz. Bundesweit versorgt das Unternehmen Fuhrparks mit Diesel und AdBlue über die tankpool24 Tankkarte. Das Tochterunternehmen HWU Lubtec ist autorisierter Vertriebspartner der ExxonMobil. Das sich daraus ergebende dynamische Geschäftsmodell beinhaltet Unternehmensprozesse, die vielfältige und flexible Anforderungen an deren IT-Unterstützung stellen. Damit verbunden ist zum Beispiel der parallele Einsatz verschiedener Branchenlösungen. Seit Ersteinführung im Jahr 2009 hat sich die FibuNet Finanzbuchhaltung in diesem Geschäftsumfeld als verlässliche Integrationsplattform erwiesen. In 2019 wurde entschieden, FibuNet webIC für die automatisierte Erfassung und Verarbeitung von Eingangsrechnungen einzuführen und schrittweise auf die Tochter- und Schwestergesellschaften zu übertragen. In den gruppenübergreifenden Rechnungsworkflow wurden jüngst sechs Gesellschaften einbezogen und damit die konsequente Digitalisierung der operativen Prozesse weiter vorangetrieben.

Kaltenkirchen, 23. April 2025. Nach Einführung bei der NEWCo Neue Energie- und Wärmekonzepte im Jahr 2009, aus der neben anderen Gesellschaften die Hempelmann Wittemöller GmbH hervorgegangen ist, wird FibuNet auch seit der Neufirmierung in 2015 erfolgreich genutzt. FibuNet wurde ursprünglich als Paketlösung mit der auf Energie- und Mineralölhandel spezialisierten Branchenlösung X-oil des FibuNet-Vertriebspartners Xpoint Software GmbH eingeführt Hempelmann Wittemöller gehört zur Konzerngruppe von Marquard & Bahls, die schwerpunktmäßig im Energie- und Chemiesektor tätig ist. Im Segment Energieversorgung ist Hempelmann Wittemöller die in Deutschland für die Endverbrauchersparte zuständige Gesellschaft, zu der eine Reihe von regional bzw. in speziellen Energiesegmenten operierende Tochter- und Schwestergesellschaften gehören. Hempelmann Wittemöller hat neben den operativen Aufgaben die federführende Verantwortung für das gruppenweite Rechnungswesen und Reporting. FibuNet ist hier als Systemstandard und übergreifende Integrationsplattform gesetzt.

Der Anwendungsumfang der FibuNet-Software wurde seit der Erstimplementierung im Jahr 2009 ständig erweitert. Neben der Finanzbuchhaltung, Kostenrechnung und Anlagenbuchhaltung wird u.a. der Reportgenerator für IFRS-konformes Reporting genutzt. Ebenso sind der BankBlitz XL für die automatisierte Verarbeitung von Banking-Massendaten sowie das Modul Konzernauswertung im Einsatz. FibuNet wurde zudem schrittweise in den Tochter- und Schwestergesellschaften eingeführt, um die dort eingesetzten Buchhaltungslösungen zu ersetzen. Die in den Gesellschaften eingesetzten, unterschiedlichen Warenwirtschaftssysteme wurden über bidirektionale Schnittstellen an FibuNet angebunden. Neben den Standardschnittstellen zu X-oil von Xpoint bzw. edoil von eurodata kommen in diesem Zusammenhang gruppenweit FibuNetSchnittstellen zu OTIS von MEKOS, zu Oase von Infordata sowie zu SAP Business One zum Einsatz.

In 2019 wurde entschieden, FibuNet webIC in Verbindung mit CaptureThis! für die automatisierte Erfassung und Verarbeitung von Eingangsrechnungen einzuführen. Gesteuert vom in FibuNet webIC integrierten Workflow prüfen bzw. genehmigen berechtigte Benutzer spartenübergreifend die Rechnungen nach einem rollenbasierten Regelwerk. Der integrierte Workflow ist vorkonfiguriert. Individuelle Abläufe wurden bei Hempelmann Wittemöller auf einfach handhabbare Art und Weise mithilfe des grafischen Workflow-Designers angepasst. Auch die sachliche Prüfung der über die Warenwirtschaftssysteme eingehenden Rechnungen wurde in den Ablauf eingebunden. Alle buchungsrelevanten Daten einschließlich Kontierungsvorschlag, digitale Rechnungen, Bearbeitungshistorie sowie sämtliche Anhänge werden am Ende des Prozesses auf Knopfdruck in die FibuNet-Finanzbuchhaltung übernommen. Dies umfasst auch sämtliche prüfungsrelevanten Maßnahmen, die im Rahmen des elektronischen Workflows vorgenommen wurden, wie z.B. Primanota oder digitale Stempel.

Nach erfolgreicher Einbindung von drei Mandanten im Rahmen der Erstimplementierung wurden inzwischen sechs weitere Gesellschaften in den gruppenübergreifenden Rechnungsworkflow eingebunden. Damit einher ging die Anbindung verschiedener, in den Gesellschaften eingesetzter DMS-Systeme, wie beispielsweise das Open Source DMS von agorum sowie das ecoDMS. Positiver Nebeneffekt der Einführung von FibuNet webIC war die damit verbundene Vorbereitung auf elektronische Eingangsrechnungen laut Wachstumschancengesetz zum 01.01.2025. FibuNet webIC unterstützt die Erfassung von Eingangsrechnungen im geforderten E-Format seit Jahren. Zudem entwickelt und vermarktet die Scopevisio AG, Muttergesellschaft der Scopevisio FibuNet GmbH, integrierte Lösungen zur Erstellung von Ausgangsrechnungen im E-Format und zur revisionssicheren Archivierung.

Für Frau Katrin Beckmann, Leiterin Rechnungswesen bei der Hempelmann Wittemöller GmbH, ist die FibuNet Finanzbuchhaltung in Verbindung mit FibuNet webIC die beste denkbare Softwarelösung für das Unternehmen mit seinen speziellen Anforderungen im Konzernverbund: “Unternehmenskäufe, Verschmelzungen, Abspaltungen und Reorganisationen gehören bei uns fast zum Tagesgeschäft. Dies alles wird von der FibuNet-Software und dem hochkompetenten Team hervorragend unterstützt. Aufgrund der technologischen und funktionalen Weiterentwicklung der Software konnten wir stets neue Anforderungen umsetzen, ohne dass Softwareänderungen erforderlich waren. Ebenso ist die Software fortlaufend auf aktuellem und gesetzeskonformem Stand. Zusammenfassend ist FibuNet so etwas wie ein verlässlicher und stabiler Anker in einem von ständigen Änderungen und komplexen Anforderungen geprägten Geschäftsumfeld.”

Über Hempelmann Wittemöller GmbH

Beheimatet in Ostwestfalen versorgt Hempelmann Wittemöller Kunden in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen mit Heizöl, Kraftstoffen sowie seit einigen Jahren mit Holzpellets und Kaminholz. Bundesweit bietet das Unternehmen die Versorgung von Fuhrparks mit Diesel und AdBlue über die tankpool24 Tankkarte an. Das Tochterunternehmen HWU Lubtec ist autorisierter, deutschlandweit tätiger Vertriebspartner
der ExxonMobil im Bereich hochwertiger Schmierstofflösungen. Das operative Geschäftsprofil der Hempelmann Wittemöller GmbH zeichnet sich zusammenfassend aus durch

  • Ein Team von über 60 qualifizierten und geschulten Mitarbeitern
  • Drei Tanklager mit ca. 14 Mio. Litern Lagerkapazität für Heizöl und Diesel
  • Verkaufsbüros in Hiddenhausen, Lübbecke, Vechta und Varrel
  • 15 moderne Tankfahrzeuge für die Auslieferung von Heizöl, Kraftstoffen und AdBlue
  • 25 Tankstellen im tankpool24-Netzwerk mit über 500 Partner-Tankstellen deutschlandweit
  • Zertifizierung gemäß RAL-Gütezeichen Energiehandel.

Hempelmann Wittemöller gehört zur Marquard & Bahls AG, einer Holdinggesellschaft im Energie- und Chemiesektor mit Sitz in Hamburg. Zu der Unternehmensgruppe mit jährlich 14,5 Mrd. Euro Umsatz gehören rund 100 Tochterunternehmen. Im Segment Energieversorgung ist Hempelmann Wittemöller die in Deutschland für die Endverbrauchersparte des Konzerns zuständige Gesellschaft, zu der eine Reihe von regional bzw. in speziellen Energiesegmenten operierende Tochter- und Schwestergesellschaften gehören. Hempelmann Wittemöller hat neben den operativen Aufgaben die federführende Verantwortung für das gruppenweite Rechnungswesen und Reporting.

Über die Scopevisio FibuNet GmbH

FibuNet ist eine sichere, vielfach bewährte und besonders leistungsfähige Software für Finanzbuchhaltung, Rechnungswesen und Controlling im Mittelstand. Mit einer Vielzahl vorentwickelter Automatisierungspotenziale hilft FibuNet konsequent dabei, den Zeitbedarf und die Fehleranfälligkeit in buchhalterischen Prozessen erheblich zu reduzieren. Das hochprofessionelle, 100% GDPdU- & GoBD-zertifizierte Buchführungsprogramm ist eine ideale Lösung für mittelständische Unternehmen, die hohen Prüfungspflichten unterliegen.
Die Scopevisio FibuNet GmbH ist seit Mitte 2023 Teil der Scopevisio-Gruppe. Die Scopevisio AG ist führend im Bereich mandantenfähiger Unternehmenssoftware. Durch die Übernahme von FibuNet integriert Scopevisio zusätzliches Know-how in die Gruppe, um sich als ein führender Champion im betrieblichen Finanz- und Rechnungswesen für den gehobenen Mittelstand zu etablieren.

Die Vielzahl namhafter, zufriedener FibuNet-Kunden ist ein Qualitätsbeweis. Über 1.500 Unternehmen vertrauen auf die Kompetenz und die Qualität von FibuNet, wie neben der Berliner Effektengesellschaft AG beispielsweise Hurtigruten, ROLLER Möbel, Feser-Graf Automobilhandelsgruppe, Netto Marken-Discount und Pearl GmbH. FibuNet integriert sich problemlos in jede Umgebung. Der Datentransfer mit angebundenen Systemen erfolgt bidirektional und automatisch. Ob Kunden-/Lieferantenstammdaten, Buchungen von Ein-/Ausgangsrechnungen oder Bestandsveränderungen, Kostenrechnung/Mengenbuchungen oder Daten aus dem Bereich der offenen Posten, alles kann per Schnittstelle ausgetauscht werden. Dabei sind die bereitgestellten Schnittstellen stets gesetzeskonform.

Scopevisio FibuNet GmbH
Carl-Zeiss-Straße 3 | D-24568 Kaltenkirchen
Tel.: +49 4191 8739-0
Fax: +49 4191 8739-17
Web: www.fibunet.de

Ansprechpartner für Vertrieb/ Marketing/ P.R.
Torsten Friedrich-von Ahnen, Geschäftsführung
E-Mail: marketing@fibunet.de

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Diese Neuerungen erwarten unsere Mitglieder

Wir setzen uns kontinuierlich dafür ein, die Kommunikation mit seinen Mitgliedern zu verbessern und den Austausch innerhalb der Community zu stärken. In diesem Zuge freuen wir uns, Ihnen eine Reihe von Neuerungen vorzustellen, die Ihnen noch mehr Möglichkeiten zur Vernetzung, Informationsaustausch und Interaktion bieten.

Neue Angebote

  • Mailing BITMi Insights (früher BITMi Deals) –  Mit BITMi Insights bieten wir Ihnen ein regelmäßiges Format, das über aktuelle Entwicklungen, Mitgliedernachrichten und -angebote informiert.
  • Vorstandssprechstunde – Direkter Dialog mit dem BITMi-Vorstand: Nutzen Sie die Möglichkeit, sich in unserer monatlichen Vorstandssprechstunde direkt mit dem BITMi-Vorstand auszutauschen. Hier können Sie Fragen stellen, Impulse geben und sich aktiv in die Verbandsarbeit einbringen.
  • BITMi-Speakerliste – Mit der BITMi-Speakerliste unterstützen wir unsere Mitglieder dabei, ihre Expertise sichtbar zu machen. Denn digitale Themen brauchen starke Stimmen.
  • KI Perspektiven – monatliche Webinarreihe zu aktuellen KI Themen der neuen Fachgruppe Künstliche Intelligenz
  • Fachgruppe IT-Recht und IT-Sicherheit bieten regelmäßig Online-Sprechstunden und die Möglichkeit zum fachlichen Austausch

Modernisierung des Memberbereichs

Unser interner Mitgliederbereich wurde grundlegend überarbeitet, um Ihnen eine noch bessere Nutzererfahrung zu bieten. Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

  • Modernes Layout – Eine übersichtlichere und zeitgemäße Gestaltung erleichtert die Navigation.
  • Performance-Update – Schnellere Ladezeiten und verbesserte Stabilität sorgen für eine reibungslose Nutzung.
  • Neue Aktivitätsposts – Neben klassischen Beiträgen können nun auch Termine, Umfragen und Videos direkt geteilt werden.
  • Verbessertes Benachrichtigungssystem – Wichtige Informationen erreichen Sie jetzt noch gezielter.
  • Optimierte private Nachrichten – Die User Experience in der direkten Kommunikation wurde erheblich verbessert.

Ihr BITMi-Team

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EU-Projekt STREAMING gestartet: Förderung nachhaltiger Lebensmittelsysteme in Europa und Afrika

Aachen, 14. April 2025 – Kürzlich ist das neue EU-Projekt des Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) STREAMING angelaufen. Der vollständige Projekttitel lautet Sustainable Trade Regimes with Europe and Africa through Mapping Innovation, New-Technology and Growth-Mindset. Der BITMi übernimmt die Forschung zu digitalen Lösungen in Afrika.

Zum Auftakt des Projekts kamen in Deutschland Vertreterinnen und Vertreter von 15 Institutionen aus zwölf Ländern Europas und Afrikas zusammen. Das multidisziplinäre Konsortium wird in den kommenden 40 Monaten gemeinsam daran arbeiten, einen maßgeblichen Beitrag zu gerechten, gesunden und ökologisch tragfähigen Lebensmittelsystemen auf beiden Kontinenten zu leisten. „Mit qualitativer und quantitativer Forschung leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung digitaler Lösungen in der Landwirtschaft“, erklärt Dr. Geraldine Schmitz, Projektleiterin beim BITMi. Für den deutschen IT-Mittelstand eröffnet STREAMING neue Marktpotenziale, stärkt die internationale Vernetzung und zeigt konkrete Anwendungsfelder digitaler Innovationen im Kontext nachhaltiger Entwicklung.

STREAMING zielt darauf ab, die Lebensmittelsysteme für Landwirte und Verbraucher durch eine Vielzahl von Maßnahmen zu verbessern. Dazu gehören unter anderem:

  • die Förderung nachhaltiger landwirtschaftlicher Praktiken, die eine sichere, gesunde und erschwingliche Ernährung gewährleisten,
  • der Ausbau von Ökosystemleistungen und der Schutz der biologischen Vielfalt,
  • die Reduktion von Umweltbelastungen und Treibhausgasemissionen,
  • die Förderung der Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen,
  • die Stärkung des Tierschutzes sowie
  • die Sicherstellung fairer wirtschaftlicher Perspektiven für Landwirte

Darüber hinaus beschleunigt das Projekt den Übergang zu integrativen, klimaresilienten und zirkulären Lebensmittelsystemen, die sowohl ökologische Nachhaltigkeit als auch soziale Teilhabe und wirtschaftliche Stabilität ermöglichen. Dabei werden Aspekte wie gesunde Ernährung, die Bekämpfung von Ernährungsarmut und die Stärkung von Gemeinschaften gezielt adressiert. Ein besonderer Fokus liegt auf der Förderung von Innovation und Unternehmertum, insbesondere bei Frauen, Studierenden und Landwirten. Zudem soll STREAMING Impulse für die Handels- und Agrarpolitik in Europa und Afrika setzen – insbesondere durch den Abbau nichttarifärer Handelshemmnisse und die Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegenüber globalen Herausforderungen.

Beteiligt am Projekt sind renommierte Institutionen wie die Wageningen University & Research (Niederlande), die University of Agriculture in Krakow (Polen), die University of Gabes (Tunesien), die Université du Sine Saloum El-Hadj Ibrahima Niass (Senegal), die Université de Kara (Togo), die Jaramogi Oginga Odinga University of Science and Technology (Kenia), die Arsi University (Äthiopien), die University of the Free State (Südafrika) sowie die Vrije Universiteit Brussel (Belgien). Darüber hinaus sind das Western Balkans Institute (Serbien), die Rwanda ICT Chamber (Ruanda), GS1 Germany GmbH, die Bayerische Forschungsallianz (BayFOR) GmbH, die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf sowie der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (Deutschland) Teil des Konsortiums.

Das Projekt wird im Rahmen des EU-HORIZON-Programms mit einem Budget von 4,43 Millionen Euro gefördert. 875.000 Euro davon sind für die Finanzierung innovativer Drittprojekte in Afrika vorgesehen.

Weitere Informationen finden Sie unter bitmi.de/projekte/streaming.

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Neuer Name, klarer Fokus: Aus der Fachgruppe „Zukunftstechnologien“ wird die Fachgruppe „Künstliche Intelligenz“

Die bisherige Fachgruppe „Zukunftstechnologien“ trägt ab sofort den neuen Namen Fachgruppe „Künstliche Intelligenz“. Mit dieser Umbenennung rückt die praxisnahe Anwendung von KI-Technologien im IT-Mittelstand noch stärker in den Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit.

Einladung zum ersten Gruppentreffen am 6. Mai
Zum Auftakt unter neuem Namen laden wir alle interessierten Unternehmerinnen und Unternehmer herzlich zum ersten digitalen Gruppentreffen am 6. Mai ein. Gemeinsam möchten wir aktuelle Entwicklungen diskutieren, Erfahrungen austauschen und Impulse für den erfolgreichen Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Mittelstand geben.

Jetzt mitmachen!
Interessierte wenden sich bitte direkt an den BITMi-Ansprechpartner Janek Götze.

 

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BITMi-Speakerliste: Eine Plattform für Digital-Expertise

Digitale Themen brauchen starke Stimmen – unsere Speaker liefern Expertise und Impulse

Die digitale Transformation stellt Unternehmen und Organisationen vor immer neue Herausforderungen. Um diesen Entwicklungen fundiert zu begegnen, sind Expertinnen und Experten gefragt, die praxisnahes Wissen vermitteln. Wir haben mit der BITMi-Speakerliste eine Plattform geschaffen, die qualifizierte Fachleute mit Veranstaltern und Unternehmen vernetzt.

Themenfelder der BITMi-Speakerliste

Die Speakerliste umfasst Fachpersonen aus verschiedenen Bereichen der Digitalisierung. Schwerpunktthemen sind unter anderem:

  • Digitale Souveränität & IT-Sicherheit: Schutz von Daten, digitale Unabhängigkeit und Strategien zur Cyber-Resilienz.
  • Digitale Geschäftsmodelle & SaaS: Entwicklungen und Herausforderungen digitaler Geschäftsstrategien.
  • Fachkräftesicherung & Female Empowerment: Maßnahmen zur Gewinnung und Förderung von IT-Fachkräften.
  • Künstliche Intelligenz & Quantencomputing: Neue Technologien und deren wirtschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen.
  • E-Health & Liquiditätsmanagement: Digitalisierung im Gesundheitswesen und Finanzstrategien für Unternehmen.
  • Marketing & Open Source: Anwendung digitaler Lösungen in Marketingstrategien und die Rolle offener Software.

Ziel der Speakerliste

Mit seiner Plattform fördert der BITMi den Austausch zu digitalen Themen und stellt Wissen für Unternehmen und Organisationen bereit. Die BITMi-Speakerliste dient als Anlaufstelle für Unternehmen, Veranstalter und Medien, die nach qualifizierten Rednerinnen und Rednern suchen. Die gelisteten Expertinnen und Experten verfügen über Fachwissen in ihren jeweiligen Themenbereichen und können praxisnahe Einblicke geben.

Anmeldung zur Speakerliste

BITMi-Mitglieder mit fundierter Expertise in den genannten Themenbereichen können sich für die BITMi-Speakerliste registrieren. Über den folgenden Link ist eine Anmeldung möglich:

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Potenziale von Frauen im IT-Bereich ausschöpfen – Fachkräftelücke schließen

Die digitale Transformation verändert unser Leben grundlegend – von der Art, wie wir kommunizieren, arbeiten und lernen, bis hin zu den Möglichkeiten, wie wir als Gesellschaft zusammenleben. Eine digitale Gesellschaft bedeutet nicht nur technologischen Fortschritt, sondern vor allem auch die Chance auf mehr Teilhabe, Bildung und Chancengerechtigkeit. Damit diese Chancen genutzt werden können, müssen alle Menschen unabhängig von ihrem Alter, ihrer sozialen Herkunft oder ihrem Wohnort in die Lage versetzt werden, die digitale Welt aktiv mitzugestalten.

Eine chancengerechte digitale Gesellschaft bedeutet nicht nur eine aktive Teilhabe und Mitgestaltung aller ihrer Mitglieder, sondern auch die größtmögliche Nutzung ihres wirtschaftlichen Potenzials. Mit einem Anteil von nur 18 Prozent weiblicher Fachkräfte in der deutschen IT-Branche (Destatis 2024) bleibt das Potenzial von Frauen in der IT noch weitgehend ungenutzt. Gerade die IT-Branche zeichnet sich durch innovative und flexible Arbeitsmodelle aus, die stärker herausgestellt und gefördert werden müssten, um die Attraktivität dieses Arbeitsumfelds für Frauen sichtbarer zu machen. Ein Fokus sollte auf die besondere Vereinbarkeit von Familie und Karriere in der IT-Branche gelegt werden, um Frauen zu gewinnen, langfristig zu halten und den Ausbau von weiblichen Führungskräften zu fördern.

Um zeitnah dem Arbeitsmarkt aktuell zur Verfügung stehende weibliche Fachkräfte in die IT-Branche zu integrieren, müssen niedrigschwellige Formate zur Unterstützung eines gezielten Kulturwandels in KMU entwickelt werden. Hierfür böte sich der Aufbau einer zentralen Anlaufstelle für alle IT-Frauen-Initiativen an. Somit kann eine bessere Erreichbarkeit der Zielgruppe in allen Unternehmensgrößen erzielt werden und in überbetrieblichen Netzwerken Expertise und Ressourcen zum Onboarding, Mentoring und Empowerment von Frauen in der IT gebündelt werden.

Handlungsempfehlungen:

  • Sichtbarmachung und Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der IT-Branche
  • Aufbau einer Anlaufstelle für den überbetrieblichen Aufbau von Netzwerken zur gezielten Integration von Frauen in KMU

Auszug aus dem BITMi-Positionspapier zur Bundestagswahl 2025 „IT-Mittelstand im Fokus: Innovation und digitale Souveränität – made in Germany“.

 

Unser Projekt FEMtential setzt hier an und bietet den teilnehmenden Frauen u.a. Empowermenttrainings, ein Mentoringprogramm und Mastermindgruppen.

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Was bedeutet digitale Souveränität?

In der deutschen und europäischen Debatte um digitale Souveränität hat sich weitgehend ein Begriffsverständnis durchgesetzt, das die Frage nach technologischer Selbstbestimmung, also nach dem Abbau einseitiger technologischer Abhängigkeiten insbesondere von TechKonzernen aus dem Nicht-EU-Ausland in den Mittelpunkt stellt.

Die Digitale Souveränität Europas erfordert eine strategische Reduktion der Abhängigkeiten von den USA und China, insbesondere in Schlüsselbereichen wie Cloud-Computing, Halbleiterproduktion und der kritischen digitalen Infrastruktur. Aktuell dominieren US-amerikanische Unternehmen den Cloud-Markt, während China in der Hardware-Produktion und bei Netzwerktechnologien eine zentrale Rolle spielt. Diese  Abhängigkeiten bergen geopolitische und wirtschaftliche Risiken, darunter potenzielle Handelsrestriktionen, Zugriffsbeschränkungen auf Technologien und Datenschutzprobleme. Dieses Verständnis von Souveränität entspricht auch der Auffassung des BITMi: Deutschland und Europa müssen in die Lage kommen, die digitale Transformation in allen wesentlichen Bereichen nach eigenen Wertvorstellungen und mithilfe von eigenen vertrauenswürdigen Lösungen „made in Germany & Europe“ zu gestalten.

Damit wir von digitaler Souveränität sprechen, müssen mehrere Merkmale erfüllt sein:

  • Digitale Resilienz: Wir müssen nicht alles selbst entwickeln – das wäre schwer möglich und auch ökonomisch kaum sinnvoll. Aber in allen Kernbereichen der digitalen Transformation müssen Staat, Wirtschaft und Gesellschaft voll handlungsfähig bleiben. Zu diesen Kernbereichen zählt etwa die digitale Infrastruktur unserer Verwaltung – ein hochsensibler Bereich, dessen Funktionieren nicht vom Wohlwollen außereuropäischer Tech-Konzerne abhängen darf.
  • Digitale Wertschöpfung: Der Wohlstand der Zukunft wird im digitalen Raum erwirtschaftet. Deutschlands ökonomische Entwicklung hängt daher entscheidend davon ab, ob es uns gelingt, digitale Produkte mit eigener Intellectual Property (IP) zu etablieren und damit global wettbewerbsfähig zu sein. Wenn wir digitale Lösungen nur noch aus Übersee einkaufen, statt selbst mehr erfolgreiche Lösungen anzubieten, wird dies nicht gelingen. Doch gerade im wichtigen Business-to-Business- (B2B) und Business-to-Government (B2G) -Bereich haben wir noch die Chance, uns erhebliche Marktanteile zu sichern. Zur digitalen Wertschöpfung kann auch das Konzept der strategischen Spezialisierung beitragen, bei dem durch eine digitale Teillösung eine unersetzbare Rolle in den globalen digitalen Wertschöpfungsketten angestrebt wird.
  • Datensouveränität: Dies umfasst die technische Hoheit sowie die vollständige Ausübung der Kontrolle durch Individuen, Organisationen und des Staats über die Erfassung, Speicherung, Verarbeitung und Nutzung ihrer Daten.
  • Europarechtstreue: Für die Einhaltung dieser Erfüllungsmerkmale ist es zudem in erster Linie entscheidend, dass Rechteinhaber von digitalen Lösungen im europäischen Wirtschaftsraum angesiedelt sind, bzw. ihre Rechteinhaber uneingeschränkt die Einhaltung des EU-Rechtes zusichern und dessen vollständige Umsetzung gewährleisten. Rechteinhaber, bei denen gleichzeitig außereuropäische Rechtsregime Gültigkeit haben, erfüllen diese Bedingung nicht, da sie potenziell im Widerspruch zu europäischen Rechtsnormen stehen können. Nur eine Europarechtstreue kann die Durchsetzbarkeit europäischer Werte und Rechtsnormen im Kontext digitaler Selbstbestimmung verbindlich gewährleisten.

Auszug aus dem BITMi-Positionspapier zur Bundestagswahl 2025 „IT-Mittelstand im Fokus: Innovation und digitale Souveränität – made in Germany“.