Lydia Schauß Keine Kommentare

Changemaker Tobias Langmeyer über Vielfalt und Fachkräftegewinnung

Im Rahmen des Projektes FEMtential wurden Interviews mit Männern geführt, die sich für Frauen in der IT und Chancengleichheit engagieren und als Changemaker hier von Ihren Erfahrungen berichten. Hier berichtet Tobias Langmeyer von der dc AG

CHANGEMAKER-STECKBRIEF:

Name: Tobias Langmeyer

Position: CEO und Gründer

Unternehmen: dc AG

Branche: Die dc AG ist Softwarehersteller, Digitalagentur und Beratung für Business Prozesse mit digital Know-how.

Standort: Kulmbach, Bayern

Beschäftigte: ca. 100 Beschäftigte

Motivation, sich für Chancengleichheit einzusetzen:
„Wenn wir im reinen Entwicklungsbereich 50 Entwickler haben, haben wir darunter zwei Entwicklerinnen. Ich finde, das sollte sich ändern. Wir glauben als Unternehmen und ich glaube daran, dass Teams, die divers in allen Bereichen sind, besser, effizienter, performanter und kreativer arbeiten.“

Gemischte Teams oder Nerds?
„Teams funktionieren besser, wenn da unterschiedliche Charaktere, Perspektiven, Altersgruppen und Geschlechter zusammenkommen – und nicht nur so ein ganz homogenes Bild. Klar, das Klischee vom Nerd, der Gaming liebt und zwischendurch codet, stimmt manchmal schon ein bisschen – aber eben nicht nur bei Männern. Es gibt genauso weibliche Nerds.“

Woran glaubst du, liegt dieses Ungleichgewicht?
„Wenn du in so einer klassischen Männerdomäne bist, wird halt oft über typische Männerthemen gesprochen – und dann kriegt das Ganze schnell diesen Nerd-Klischee-Charakter. Da fühlen sich Frauen vielleicht weniger angesprochen. Dabei gibt’s richtig gute Programmiererinnen. Wenn dir logisches Denken und Technik liegen, ist das nicht nur spannend, sondern auch gut bezahlt – mit richtig guten Arbeitsbedingungen. Bei uns können die Entwickler arbeiten, wann und wo sie wollen. Also ich denke, das ist ein toller Beruf. Aber wenn wir 100 Bewerbungen für Entwickler kriegen, dann sind nicht mehr als vier bis fünf Prozent Frauen dabei.“

Was tut ihr bei euch im Unternehmen für mehr Chancengleichheit?
„Chancengleichheit ist bei uns Teil der Unternehmenskultur. Unter dem Motto Motto “d stands for diversity” (das ‚d‘ im Firmennamen – Anmerkung der Redaktion) machen wir das Thema sichtbar, z. B. mit dem jährlichen Diversity Day oder internen Aktionen. Gleichzeitig unterstützen wir Programme wie ScienceFem von der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt, um junge Frauen für Technik zu
begeistern. Und im Alltag achten wir z. B. darauf, dass bei Bewerbungsgesprächen immer auch jemand vom passenden Geschlecht dabei ist. Damit es nicht passiert, dass eine Entwicklerin im Bewerbungsgespräch allein mit drei männlichen Kollegen von uns zusammensitzt.“

Transparentes Gehalt
„Eine ganz wichtige Sache zum Thema Chancengleichheit: Wir haben transparentes Gehalt. Dadurch ist es zumindest im gleichen Bereich definitiv ausgeschlossen, dass es da Unterschiede gibt. Es gibt auch keine geheimen Verhandlungen bei uns, sondern es ist alles transparent und jeder weiß, was der oder die andere verdient.“

Wie geht es bei euch im Unternehmen weiter mit den Themen Vielfalt und Chancengleichheit?
„Auch wenn es gerade Gegenwind gibt – vor allem aus den USA – bleiben wir bei Diversity voll dran, weil es einfach zu unseren Werten gehört. Und auch beim Thema New Work bleiben wir klar: Du arbeitest, wann und wo du willst. Wir sagen ganz bewusst: Jetzt erst recht! Und ich habe das Gefühl, das kommt im Team gut an und macht allen Spaß.“

Isabel Weyerts Keine Kommentare

Das Ende des Fachkräftemangels? Telemaxx gibt IT-Experten drei Ratschläge für Erfolg auf dem Arbeitsmarkt

  • Aktuelle IW-Studie: Offene Stellen in der IT gehen deutlich zurück
  • Digitalisierung und Sicherheitsanforderungen schaffen laut Telemaxx neue Chancen für IT-Fachkräfte

Über Jahre hinweg dominierte der Fachkräftemangel die Debatte innerhalb der IT-Branche. Umso bemerkenswerter ist nun eine aktuelle Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW): Demnach sank die Zahl offener IT-Stellen in Deutschland um mehr als ein Viertel – besonders betroffen sind hochqualifizierte Experten. Jan Lange, Geschäftsführer der Telemaxx Telekommunikation GmbH, ordnet die Entwicklung ein und zeigt auf, wie sich Fachkräfte in einem herausfordernden Markt erfolgreich positionieren können.

„In der Technologie-Branche ist eine Wende zu verzeichnen – der Arbeitsmarkt ist für Beschäftigte schwieriger als noch vor zwei Jahren. Manche Unternehmen verschieben komplexe Projekte – und zwar gerade dort, wo tiefes Fachwissen benötigt wird. IT-Experten sollten deshalb genau hinschauen, in welchen Branchen und in welchen Firmen derzeit neue Chancen entstehen“, erklärt Jan Lange, Geschäftsführer der Telemaxx Telekommunikation GmbH, die zu den zehn führenden Rechenzentrumsbetreibern in Deutschland gehört und als Partner für die Bereitstellung von KI-Infrastruktur agiert.

Neue Chancen in spezialisierten Branchen

Während die Nachfrage in klassischen IT-Bereichen sinkt, ist laut IW-Studie ein starkes Wachstum im Finanz- und Steuerwesen, in der Wirtschaftsprüfung sowie im Gesundheitssektor zu verzeichnen. „Wo Digitalisierung und steigende Sicherheitsanforderungen zusammentreffen, eröffnet sich enormes Potenzial für IT-Fachkräfte“, sagt Jan Lange.

Drei Erfolgsfaktoren für die IT-Karriere

Damit Fachkräfte auch in einem abgekühlten Markt erfolgreich bleiben, sieht Telemaxx-Chef Jan Lange drei zentrale Stellhebel:

  • Schärfung des Branchenfokus: Während Industrien wie die Automobilbranche unter Druck stehen, eröffnen andere Felder neue Perspektiven. Besonders dynamisch entwickeln sich Rechts- und Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung sowie der Health-Sektor. Ebenso viel Optimismus ist in IT-Kernbereichen wie Rechenzentren und IT-Security-Firmen zu verspüren: Technologie-Spezialisten sind gut beraten, sich dorthin zu orientieren.
  • Spezialisierung und Weiterbildung in Zukunftsthemen: Vertiefung in Feldern wie Künstliche Intelligenz und datengetriebene Anwendungen zahlt sich oft bereits zügig aus. IT-Experten erhöhen ihre Attraktivität für Projekte und Arbeitgeber, indem sie diese Trendthemen bedienen. Es kann sich lohnen, gezielt Weiterbildungszeiten einzuplanen, um die eigene Expertise zu erweitern.
  • Verknüpfen von Fachwissen, Hands-on-Mentalität und sozialer Kompetenz: In der IT zählen Menschen, die Verantwortung übernehmen, Projekte vorantreiben und Brücken bauen zwischen Technologie und Business. Teamfähigkeit bleibt wichtig – reicht allein aber nicht mehr aus. Erst die Verbindung mehrerer Qualitäten zeichnet ideale Kandidaten für Unternehmen aus. Daher kann sich für IT-Spezialisten auch eine Teilnahme an Coaching- oder Beratungsangeboten auszahlen.

„Es geht heute nicht nur darum, ein guter Programmierer oder Teamplayer zu sein“, resümiert Lange. „Entscheidend ist, Technologie so zu vermitteln, dass daraus Geschäftsnutzen entsteht. Wer gutes Fachwissen und eine starke Persönlichkeit verbindet, wird auch in einem schwierigeren Markt nicht nach Jobs suchen müssen – er wird Angebote bekommen.“

Isabel Weyerts Keine Kommentare

abat+ GmbH stellt sich vor – Smarte Fertigung und zukunftsfähige IT-Landschaften aus dem Saarland

Die abat+ GmbH mit Sitz in St. Ingbert ist Teil der über 970 Mitarbeitende zählenden abat Gruppe, die an weiteren nationalen und internationalen Standorten vertreten ist. Das Unternehmen steht für digitale Hochverfügbarkeitslösungen in der komplexen diskreten Fertigungsindustrie sowie für die digitale Transformation und Weiterentwicklung von Altsystemen. Zu den Kunden zählen unter anderem führende Unternehmen aus der Automobilindustrie und der Möbelbranche.

 

Smart Manufacturing mit PLUS
Mit dem Manufacturing Execution System (MES) PLUS bietet abat+ eine zentrale Plattform für die werksübergreifende Steuerung von Fertigungsprozessen. Das System reduziert Komplexität, steigert Transparenz und ermöglicht kurze Reaktionszeiten bei hoher Variantenvielfalt. Durch seinen modularen Aufbau lässt sich PLUS flexibel an neue Anforderungen anpassen und unterstützt so den Weg zu einer effizienten und stabilen Produktion.

Modernisierung und Betrieb von Bestandssystemen
Schnelle Innovationszyklen, Kostendruck und rasche Marktveränderungen erschweren häufig die Digitalisierung von Prozessen. Legacy-Systeme können dabei die Effizienz deutlich einschränken und zu einer Kostenfalle werden. abat+ begegnet diesen Herausforderungen mit einem umfassenden Ansatz: Zunächst werden die bestehende IT-Landschaft analysiert und Optimierungspotenziale identifiziert. Darauf folgt die Entwicklung einer klaren Roadmap, die je nach Bedarf eine vollständige Transformation auf moderne Technologien oder den gezielten Weiterbetrieb bewährter Systeme vorsieht. Dieser Prozess umfasst auch die Übernahme von Bestandsanwendungen, die Sicherstellung der Geschäftskontinuität sowie die Bereitstellung von Support- und Weiterentwicklungsleistungen. So entsteht eine zukunftsfähige IT-Umgebung, die gleichermaßen auf Stabilität, Effizienz und Innovation ausgelegt ist.

Innovative Technologien für stabile und effiziente Prozesse
Zur Modernisierung von IT-Landschaften gehört, je nach Bedarf, auch die Verlagerung von Unternehmenssystemen in die Cloud. Cloud-basierte Architekturen verbessern die Effizienz von Unternehmensprozessen, erleichtern die Integration verschiedener Systeme und ermöglichen eine schnelle Anpassung an neue Anforderungen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich Künstliche Intelligenz. abat+ bietet Lösungen zur intelligenten Datenverarbeitung und Automatisierung an. Ein zentrales Produkt ist der SupportCommander, ein modulares System auf Basis von Natural Language Processing (NLP), das die Ticketbearbeitung und Kategorisierung automatisiert. Durch KI-gestützte Systeme werden repetitive Aufgaben reduziert und der Supportprozess optimiert, indem ähnliche Tickets erkannt und passende Lösungen vorgeschlagen werden.
Zum Leistungsportfolio gehören zudem die Konzeption und Entwicklung individueller Softwarelösungen. Das Angebot reicht von der Web- bis zur App-Entwicklung und ist auf die digitalen Anforderungen moderner Unternehmen zugeschnitten.

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Iris Albertin Keine Kommentare

ZMI präsentiert HR-Innovationen auf der ZP Europe 2025

Elfershausen, 01.08.2025 – Auch im Jahr 2025 ist ZMI wieder auf der Zukunft Personal Europe, der führenden Messe rund um die Welt der Arbeit, vertreten. Vom 9. bis 11. September 2025 präsentiert das Unternehmen in Köln seine neuesten Entwicklungen sowie Lösungen für eine zukunftsweisende digitale Arbeitswelt und macht live erlebbar, wie moderne Softwarelösungen den HR-Alltag nachhaltig erleichtern. 

Als ganzheitlicher Lösungsanbieter zeigt ZMI auf der Messe, wie Zeiterfassung, Abwesenheitsplanung, digitale Personalakte, Personaleinsatzplanung und Zutrittskontrolle intelligent miteinander verknüpft werden können. Mit der neuen ZMI Version 6.6 wurden zahlreiche Verbesserungen umgesetzt, die die Benutzerfreundlichkeit erhöhen und neue Potenziale in der digitalen Zeitwirtschaft sowie für die Arbeitszeitgestaltung im Unternehmen erschließen. Besonders die Bereiche Self-Service, Mitarbeitendenkommunikation und Reporting wurden deutlich erweitert. 

Zudem haben Besucher:innen bei ZMI in Halle 4.2 an Stand H.44 die Möglichkeit, sich im direkten Austausch mit den ZMI-Expert:innen über aktuelle Trends wie mobile Zeiterfassung, digitale Transformation im HR-Bereich und gesetzliche Anforderungen zu informieren. 

Die Lösungen von ZMI wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem OMR Reviews Top Rated Siegel im Bereich Time Tracking Software – ein Beleg für hohe Nutzerzufriedenheit, intuitive Bedienung und zuverlässige Funktionalität. Anwender:innen heben insbesondere die flexible Nutzung an Terminal, PC und via App hervor. 

ZMI hat sich seit dem Gründungsjahr 1996 zu einem Experten für die Bereiche Human Resources und Sicherheit entwickelt. Mehr als 70 Mitarbeiter:innen arbeiten gemeinsam tagtäglich für eine Mission: Smarte, passgenaue und nachhaltige Lösungen für Zeiterfassung, HR-Prozesse, Personaleinsatzplanung und Zutrittskontrolle entwickeln. Mit über 1.700 Kund:innen in der DACH-Region unterstützt ZMI bereits Unternehmen unterschiedlichster Branchen und Größen – von kleinen Betrieben mit 10 Mitarbeitenden bis hin zu großen Unternehmen mit mehr als 15.000 Mitarbeitenden. 

 

Isabel Weyerts Keine Kommentare

Handelsabkommen zwischen EU und USA verfestigt die technologische Abhängigkeit Europas

  • Der vereinbarte Zoll von 15 % basiert auf Trumps irreführender Darstellung des Handelsdefizits: Europa importiert jährlich digitale Dienstleistungen im Wert von mehr als 300 Milliarden Euro aus den USA und gleicht damit das Warendefizit aus. Gleichzeitig erhebt die EU bereits deutlich niedrigere Zölle auf viele US-Waren als umgekehrt – zum Beispiel auf Autos.
  • Obwohl die US-Tech-Giganten steuerlich günstiger behandelt werden als ihre einheimischen Konkurrenten – insbesondere KMU -, versäumt es die EU immer noch, eine einheitliche Digitalsteuer auf deren Umsätze auf dem europäischen Markt zu erheben.
  • BITMi und DIGITAL SME fordern die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten auf, das Abkommen während der bevorstehenden Detailverhandlungen zu überarbeiten, um die strategische Autonomie Europas zu schützen und seine eigene technologische Basis zu stärken.

Das kürzlich von der Europäischen Kommission angekündigte Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten birgt die Gefahr, dass die europäische Wirtschaft in eine noch stärkere Abhängigkeit von amerikanischen Lieferanten gerät. Die Vereinbarung, die Einfuhren von verflüssigtem Erdgas, KI-Chips und militärischen Produkten aus den USA in die EU zu erhöhen, wird erhebliche Investitionen aus Europa in die US-Industrie lenken – auf Kosten des Aufbaus europäischer Kapazitäten. Gleichzeitig setzen die Zölle von 15 Prozent auf EU-Exporte viele europäische Sektoren unter Druck und begünstigen gleichzeitig die US-Exporte, die von reduzierten Zöllen profitieren. Im digitalen Sektor bleiben die US-Tech-Giganten unangetastet, obwohl sie steuerlich deutlich günstiger behandelt werden als viele europäische Unternehmen.

Der Deal fällt auch mit dem AI Action Plan der Trump-Administration zusammen. Diese Strategie zielt darauf ab, den digitalen Imperialismus der USA durch den Export des gesamten amerikanischen AI-Stacks – Chips, Software, Cloud und Standards – zu festigen und Verbündete strukturell von der US-Technologie abhängig zu machen. Die angekündigte Bündelung der Exporte von NVIDIA-KI-Chips mit US-amerikanischen Cloud- und Softwarediensten würde die Möglichkeiten Europas, sein eigenes wettbewerbsfähiges digitales Ökosystem zu entwickeln, weiter einschränken. Es ist höchste Zeit, dass die politischen Entscheidungsträger der EU das systemische Risiko der Abhängigkeit Europas von fremdgesteuerten Technologie-Stacks erkennen.

„Die Zollpolitik des Weißen Hauses beruht auf einer verzerrten Sicht der transatlantischen Handelsbeziehungen. Während die USA ein Defizit bei Gütern hervorheben, lassen sie die mehr als 300 Milliarden Euro außer Acht, die Europa jährlich in Form von digitalen Dienstleistungen aus den USA importiert [1]. Dieses Missverhältnis offenbart die strukturelle Dominanz amerikanischer Technologien in der europäischen Wirtschaft, die zu Europas Produktivitätsrückstand beiträgt. Nur mit einer echten Strategie für technologische Autonomie kann Europa seine politische Souveränität zurückgewinnen und seine wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit steigern.“

Dr. Oliver Grün, Präsident der European DIGITAL SME Alliance und des Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi)

Der BITMi und sein Dachverband DIGITAL SME fordern die Europäische Kommission auf, die anstehenden Verhandlungsrunden zu nutzen, um das Abkommen neu auszutarieren. Jede langfristige Vereinbarung muss Maßnahmen zum Schutz der europäischen technologischen Souveränität und einen konkreten Plan zum Aufbau eines europäischen Technologie-Stacks enthalten, der im internationalen Wettbewerb mithalten kann.

Iris Albertin Keine Kommentare

Telemaxx stellt neue OpenCloud vor: Sicherheit, Skalierbarkeit und Self-Service auf OpenStack-Basis

  • OpenStack-basierte Plattform für Hosting „made in Germany“
  • Flexibilität, Sicherheit und digitale Souveränität im IT-Betrieb für Mittelstand und Industrie
  • Telemaxx OpenCloud folgt auf die schrittweise zu ersetzende VMware Cloud

Karlsruhe, 29. Juli 2025. Die Telemaxx Telekommunikation GmbH, einer der zehn größten Betreiber von Rechenzentren in Deutschland, stellt mit der Telemaxx OpenCloud eine grundlegend neue Cloud-Infrastruktur vor. Die OpenStack-basierte Plattform legt die Basis, um den steigenden Anforderungen an Flexibilität sowie Skalierbarkeit gerecht zu werden – und gewährleistet gleichzeitig digitale Souveränität „made in Germany“. Mit dem Hosting in DSGVO-konformen Rechenzentren in der Technologiehochburg Karlsruhe ermöglicht Telemaxx der deutschen Industrie ein hohes Maß an Unabhängigkeit – gleichzeitig wird umfassende Sicherheit geschaffen.

„Mit der Telemaxx OpenCloud bieten wir eine maßgeschneiderte, leistungsstarke Cloud-Lösung, die speziell auf moderne Anwendungsfälle wie Infrastructure as Code und Cloud-native Workloads zugeschnitten ist“, sagt Jan Lange, Geschäftsführer der Telemaxx. „Unsere Kunden profitieren von einem flexiblen Pay-as-you-go-Modell, starker Verfügbarkeit und maximaler Sicherheit – alles vollständig betrieben in unseren vier Hochsicherheitsrechenzentren in Karlsruhe.“

Moderne Cloud-Plattform für neue Anforderungen

Die Telemaxx OpenCloud ist als Shared-Cloud-Lösung konzipiert und bietet Unternehmen eine hochskalierbare Infrastruktur zur schnellen Bereitstellung neuer Services. Dank vollständiger Netzwerkvirtualisierung im Self-Service, einer offenen API-Architektur sowie der nahtlosen Integration mit Tools wie Terraform oder Kubernetes eignet sich die Plattform ideal für den Aufbau und Betrieb moderner digitaler Anwendungen.

Die Lösung bietet eine optimale Umgebung für cloud-native Anwendungen – auch im KI-Umfeld. Das Konzept basiert auf dem Pay-as-you-go-Prinzip, sodass Unternehmen nur in tatsächlich genutzte Ressourcen investieren und über volle Kostenkontrolle verfügen. Automatisierte Provisionierung und Self-Service-Portale sorgen für schnelle Bereitstellung und einfache Verwaltung von IT-Diensten. Gleichzeitig gewährleistet die Telemaxx OpenCloud höchste Datenschutzstandards durch Hosting in DSGVO-konformen Rechenzentren in Deutschland.

Reaktion auf neue Marktentwicklungen

Mit der Einführung der OpenCloud reagiert Telemaxx auch auf aktuelle Entwicklungen im Markt. Jan Lange: „Neue Lizenzmodelle internationaler Anbieter zwingen viele Unternehmen dazu, ihre Cloud-Strategien zu überdenken. Bislang haben wir bei Telemaxx unter anderem auf die VMware Cloud gesetzt. Um zukünftig optimalen Kundenservice bieten zu können, werden wir diese Lösung bis Ende 2026 schrittweise ersetzen – mit der auf Open Source basierenden Telemaxx OpenCloud steht nun eine zukunftssichere, leistungsstarke Lösung bereit“. Auf Wunsch können Telemaxx Kunden auch weiterhin VMware Services nutzen: Dabei kommt die Telemaxx Virtual Private Cloud (VPC) zum Einsatz.

Höchste Sicherheitsstandards – garantiert in Deutschland

Sämtliche Systeme der OpenCloud werden in den vier Telemaxx-Rechenzentren in Karlsruhe betrieben, die zu den sichersten in Deutschland zählen. Die Plattform erfüllt alle Anforderungen der DSGVO, wird kontinuierlich aktualisiert und durch dedizierte Expertenteams betreut. Die Migration erfolgt vollständig innerhalb der Telemaxx-Infrastruktur, inklusive mehrfacher Datensicherungen und bewährter Fallback-Szenarien – für einen sicheren und unterbrechungsarmen Umstieg.

Lydia Schauß Keine Kommentare

Changemaker Frank Lagemann über Chancengleichheit und Nachwuchsgewinnung

Im Rahmen des Projektes FEMtential wurden Interviews mit Männern geführt, die sich für Frauen in der IT und Chancengleichheit engagieren, bestehende Strukturen hinterfragen sowie den kulturellen Wandel vorantreiben und als Changemaker hier von Ihren Erfahrungen berichten. Hier berichtet Frank Lagemann von der GreenGate AG

CHANGEMAKER-STECKBRIEF:

Name: Frank Lagemann

Position: Vorstand und Gründer

Unternehmen: GreenGate AG

Branche: Die GreenGate AG entwickelt seit mehr als 20 Jahren Softwarelösungen für Workforce Management, Instandhaltung oder Asset Management.

Standort: Windeck, NRW

Beschäftigte: ca. 50 Beschäftigte

 

Motivation, sich für Chancengleichheit zu engagieren:
„Als wir gegründet haben, waren wir sechs Männer – mit unserer ersten weiblichen Auszubildenden hat sich das Betriebsklima spürbar verändert, und zwar positiv. Grundsätzlich mache ich ohnehin keine großen Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Gerade bei uns auf dem Land ist die Auswahl an Fachkräften nicht so groß. Da können wir die Hälfte der Menschheit nicht außen vorlassen. Uns liegt daran, die jungen Leute, Männer wie Frauen, in ihrem Übergang zur Familie zu unterstützen. Dann wird meist auch die Bindung zur Firma stärker.“

Standortvorteil Schule: Tut sich was bei der Elternzeit?
Die Veränderungen bei der Elternzeit halten sich noch in Grenzen. Die Erziehungszeiten werden meistens und auch länger von Frauen genommen. Aber der eine oder andere Mann macht das auch. Wir haben hier auch ein Ehepaar mit kleinem Kind, die sich abwechseln und das selbstständig organisieren. Das geht auch ganz gut. Die Gemeinde Windeck hat gut 20.000 Einwohner, im Ortsteil Herchen mit ca. 1.000
Einwohnern gibt es einen Kindergarten und alle Schulformen direkt am Ort. Durch die Schulen gibt es mehr Schüler als Einwohner. Das ist natürlich ein Standortvorteil für Familien. Ich selbst habe auch davon profitiert damals, als wir gegründet haben. Ich konnte quasi immer mit den Kindern zur Arbeit gehen, das fand ich schon ganz nett.“

Nachwuchsarbeit und Bindung von Mitarbeitenden:
„Wir versuchen eng mit den Schulen zusammenzuarbeiten. Mittlerweile kennen uns die Schulen, und darüber auch die Schülerinnen und Schüler. Wir bieten viele Schülerpraktika hier an, dadurch bleibt der ein oder andere zur Ausbildung oder zum Studium im Unternehmen hängen. So können wir die Lehrstellen mittlerweile meist früh besetzen, ein großer Vorteil. Man kann auch im Anschluss an die Ausbildung hier im Unternehmen studieren. Wir beteiligen unsere Beschäftigten auch am Unternehmen. Wir sind eine kleine AG und können Mitarbeitende so über Aktien beteiligen. Das ist dann auch noch mal eine andere Motivation, die zu einer langen Betriebszugehörigkeit führt.“

Über Schulpraktika und Zutrauen von Mädchen:
„Wir sind in Schülerprojekten und im Informatikunterricht oft über Schulprojekte, die wir anbieten, mit involviert. Aber wir stellen auch immer wieder fest, dass da die Mädels eindeutig unterrepräsentiert sind. Da gibt es an den Schulen noch wirklich Handlungsbedarf.“

So bereichern weibliche Fachkräfte die IT:
„Es herrscht ein anderes Kommunikationsklima, sowohl intern als auch zum Kunden. Es läuft entspannter und lösungsorientierter ab. Das ist der Unterschied, den man direkt feststellt. Fachlich ist da kein Unterschied zu merken.“

Ein Wunsch an Frauen in der IT:
„Wir haben durch unser Wachstum eine neue Hierarchiestufe eingeführt – Teamleitungen. Von vier Positionen sind drei mit Frauen besetzt, alle in Teilzeit. Das läuft gut, aber ich merke: Frauen trauen sich solche Rollen oft nicht direkt zu. Da muss man öfter nachhaken, ermutigen, dranbleiben. Ich würde mir wünschen, dass da mehr Experimentierfreude da ist. Frauen haben oft große Angst vor dem Scheitern,
aber Scheitern gehört dazu – das ist nicht schlimm. Fehler passieren, das ist ganz normal im Job. Männer gehen da oft lockerer rein.“

Iris Albertin Keine Kommentare

Revolution in der Dokumentenverarbeitung: IPA-Suite verbindet erstmals interne und externe KI – ohne Programmierung, ohne Zusatzkosten

 

Unna, Juli 2025 – Mit dem neuen IPA-Scanserver setzt die IPA-Suite einen neuen Maßstab in der automatisierten Dokumentenverarbeitung. Erstmals arbeiten eine vollständig integrierte KI innerhalb einer Scanprozess-Software und externe KI-Dienste wie große Sprachmodelle (LLMs) nahtlos zusammen, um Dokumente – abgestimmt auf die unternehmensspezifischen Geschäftsprozesse – vollautomatisch zu analysieren, zu klassifizieren und weiterzuverarbeiten.

Ob gescannte Papierdokumente oder eingehende E-Mails mit Anhängen: Die Lösung erkennt automatisch relevante Inhalte, extrahiert geschäftskritische Informationen und übergibt diese strukturiert an nachgelagerte Systeme wie ERP, CRM oder DMS.

Das Besondere: Der gesamte Workflow wird ausschließlich über Prompts konfiguriert – ohne jegliche Programmierung, IT-Integration oder zusätzliche Beratung. Unternehmen benötigen keine eigenen KI-Abonnements oder separaten Verträge – alle nötigen Dienste sind in der IPA-Suite vollständig DSGVO-konform integriert.

„Was bisher nur mit aufwändigen Integrationen möglich war, funktioniert bei uns mit einem einfachen Prompt: Externe LLMs, interne KI, Geschäftslogik – alles greift ineinander, vollautomatisch und datenschutzkonform. Damit setzen wir einen neuen Standard in der KI-gestützten Dokumentenverarbeitung.“ Marco Uffelmann, Geschäftsführender Gesellschafter der IT-SCom GmbH

Mit dem neuen Scanserver bietet die IPA-Suite eine Lösung, die besonders für mittelständische und große Unternehmen interessant ist – insbesondere dort, wo Dokumente täglich in großer Zahl verarbeitet werden müssen: in der Industrie, im Dienstleistungsbereich, in Logistik und Verwaltung.

Über die IPA-Suite

Die IPA-Suite ist eine leistungsstarke Softwareplattform zur Automatisierung von Geschäftsprozessen, insbesondere im Bereich Dokumentenmanagement, KI-gestützter Datenverarbeitung und Workflowsteuerung. Mit innovativen Technologien ermöglicht sie es Unternehmen, digitale Prozesse rund um Dokumente einfach, effizient und sicher zu gestalten.

Iris Albertin Keine Kommentare

Ministerin Neubaur zu Gast bei GreenGate

Mona Neubaur, NRW-Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klima und Energie, besuchte mit Bürgermeisterin Alexandra Gauß das Softwarehaus GreenGate in Windeck-Herchen

 

Herzlicher Empfang in Windeck: Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klima und Energie in NRW, besuchte am Freitag, 18. Juli 2025, die GreenGate AG. Der idyllisch an der Sieg gelegene Stammsitz des Softwarehauses aus Windeck-Herchen (Rhein-Sieg-Kreis) beeindruckte die stellvertretende Ministerpräsidentin (Bündnis 90/Die Grünen) sichtlich. Im Beisein von Alexandra Gauß, Bürgermeisterin der Gemeinde Windeck, ließ sich Neubaur den CO2 Footprint und den CO2 Handprint der GreenGate AG erläutern. GreenGate entwickelt und implementiert mit knapp 50 Mitarbeitenden IT-Lösungen für Instandhaltung und Betriebsführung, die im gesamten D.A.CH.-Raum von rund 10.000 Usern (Industrie, Energie, Versorger, Entsorger) genutzt werden.

GreenGate-Vorstandsvorsitzender Frank Lagemann dazu: „Natürlich ist Instandhaltung – unsere eigentliche Kernkompetenz – schon praktizierte Nachhaltigkeit, die sich immer und überall um Ressourcen dreht. Das ist uns bewusst, greift aber zu kurz. Beim digitalen und physischen Handling von Infrastrukturen, Maschinen und Anlagen, Gebäuden, Betriebsmitteln und Ersatzteilen orientieren auch wir als Software-Lösungsanbieter uns an der Idee einer Kreislaufwirtschaft, die das Wachstum vom Ressourcenverbrauch weitgehend entkoppelt.“

 

GreenGate selbst setzt mit der Kombination aus Photovoltaikanlage (204 m²/37 kWp) und Wärmepumpe auf Basis Eisspeichertechnik auf eine hochmoderne Strom- sowie Kälte-/ Wärmeversorgung. Die zwischen 2020 und 2024 installierte Energieinfrastruktur deckt einen Großteil des Energiebedarfs klimafreundlich ab. Mit der energetischen Modernisierung wurden ausschließlich lokale Anbieter aus Windeck beauftragt: das Ingenieurbüro Hansen für die PV-Anlage – B•E•Cologne und Metternich Haustechnik für die Wärmepumpe.

„Die Photovoltaikanlage bedeutet für uns eine ökologisch vertretbare Stromproduktion, die uns ökonomisch hilft, unsere Stromkosten von über 25.000 Euro pro Jahr in Teilen zu decken. Ein solches Investment steigert Kreditwürdigkeit und Unternehmenswert zusätzlich, was wiederum unseren Status als finanzstarker Businesspartner und Arbeitgeber stärkt“, erklärt Lagemann die Motivation des Unternehmens. „Selbst die soziale Komponente wird also von einer schlichten Photovoltaikanlage berührt.“

Elektromobilität mit 5 Ladepunkten, E-Bike-Leasing und Job-Ticket, der weit gehende Verzicht auf Geschäftsreisen, lokale/regionale Partnerschaften, diverse familienfreundliche Mitarbeitenden-Programme sowie die Entscheidung, den Neubau als Mobilie, nicht Immobilie, zu errichten, unterstreichen das nachhaltige Engagement der GreenGate AG. Seit 2025 – im 25. Jahr des Firmenbestehens – berichtet GreenGate dazu auch im unternehmenseigenen Nachhaltigkeitsreport mit Titel: „Zukunft instand halten“.

Isabel Weyerts Keine Kommentare

BITMi im Austausch mit Digitalminister Wildberger: Digitale Souveränität braucht den IT-Mittelstand

Berlin, 11. Juli 2025 – Gestern trafen sich die Vorstände des Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) Dr. Oliver Grün und Christian Gericke mit dem Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, Dr. Karsten Wildberger, zu einem intensiven und konstruktiven Austausch in Berlin. Im Zentrum des Gesprächs stand die Rolle des IT-Mittelstands für die Digitale Souveränität Deutschlands sowie die strategische Zusammenarbeit bei zentralen Digitalisierungsprojekten. Der Minister stimmte dabei der Bedeutung mittelständischer Digitalunternehmen für eine selbstbestimmte und innovationsgetriebene Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung und Wirtschaft zu.

Dr. Oliver Grün, Präsident des BITMi, betonte im Anschluss: „Das Meeting war positiv und inspirierend. Einigkeit bestand bei der Bedeutung und Einbindung von guten Soft- und Hardwareprodukten der mittelständisch geprägten Digitalwirtschaft, etwa bei der öffentlichen Beschaffung oder dem Deutschland-Stack.“

Vizepräsident des BITMi, Christian Gericke, ergänzte: „Unsere Kernbotschaft war, dass ein digitales Wirtschaftswunder möglich ist – wenn wir viel mehr als bisher unsere eigene Digitalwirtschaft, hochspezialisierte IT-Unternehmen aus dem Mittelstand, stärken.“

Der BITMi strebt eine kontinuierliche und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) an, um die Potenziale des heimischen IT-Mittelstands nachhaltig für die digitale Transformation Deutschlands zu nutzen.

Für konkrete Weichenstellungen lesen Sie hier unser Positionspapier zur Bundestagswahl 2025.