Im Rahmen des Projektes FEMtential wurden Interviews mit Männern geführt, die sich für Frauen in der IT und Chancengleichheit engagieren und als Changemaker hier von Ihren Erfahrungen berichten. Hier stellen wir Paul Nagel von der Adito Software GmbH vor.
CHANGEMAKER-STECKBRIEF:
Name: Paul Nagel
Position: Head of Professional Service
Unternehmen: Adito Software GmbH
Branche: Die Adito Software GmbH entwickelt seit mehr als 35 Jahren CRM-Systeme.
Standort: Geisenhausen
Beschäftigte ca. 150 Beschäftigte
Vielfalt der Perspektiven im Team
„Es ist wertvoll, immer unterschiedliche Perspektiven im Team zu haben. Männer und Frauen unterscheiden sich in Arbeitsweise und Vorgehen – beide Blickwinkel braucht es, um ein Problem richtig anzugehen.“
Frauen im Projektmanagement und Vertrieb
„Gerade im Kundenkontakt und in der Steuerung von Teams ist die Feinfühligkeit und Empathie einer Frau extrem wertvoll. Deshalb habe ich bewusst versucht, auch Frauen auf diesen Positionen zu besetzen.“
Frauen als Entwicklerinnen willkommen
„In meinem Team ist die Lead-Entwicklerin eine Frau. Unser Verhältnis liegt bei etwa 1 zu 2.“
Ursache liegt in der Sozialisation
„Vielleicht liegen die Ursachen schon vor dem Arbeitsleben. Mädchen interessieren sich oft mehr für Menschen, Jungen mehr für Dinge. Deshalb entscheiden sich Jungen eher für Entwicklerjobs. Wenn Frauen sich aber für IT entscheiden, sind die Hürden in modernen Unternehmen heute gering.“
Genderneutrale Unterstützung
„Wir unterstützen alle Mitarbeitenden gleich – unabhängig vom Geschlecht. Ein Mann in meinem Team war zwei Jahre in Elternzeit und steigt jetzt mit sieben Stunden die Woche wieder ein. Genau dieselbe Flexibilität bieten wir auch Frauen.“
Männer-Themen bei Gleichstellung
„Elternzeit, Teilzeit, Work-Life-Balance, Flexibilität – das sind Themen, die Männer genauso betreffen. Wie kann ich als Mann durchsetzen, dass ich ein Jahr in Elternzeit gehe? Und wie vereinbare ich, nicht der Hauptverdiener zu sein, sondern in Teilzeit zu arbeiten und mich um Familie zu kümmern?“
Männer profitieren auch
„Auch Männer brauchen mehr Chancengleichheit – zum Beispiel bei Elternzeit, Teilzeit, Work-Life-Balance. Es sollte normal sein, wenn ein Mann sagt: ‚Ich gehe ein Jahr in Elternzeit‘ oder ‚Ich arbeite Teilzeit und kümmere mich um die Familie‘.”
