Im Rahmen des Projektes FEMtential wurden Interviews mit Männern geführt, die sich für Frauen in der IT und Chancengleichheit engagieren und als Changemaker hier von Ihren Erfahrungen berichten. Hier stellen wir Don von cover.mesh vor.
CHANGEMAKER-STECKBRIEF:
Name: Don Rorlach
Position Co-Gründer & IT-Leiter
Unternehmen cover.mesh (Digitalisierungs-Unit der Ecclesia Gruppe)
Branche: Das Unternehmen ist die Digitalisierungs-Unit der Ecclesia Gruppe und entwickelt datengetriebene Risk- und Insurance-Lösungen.
Standort Berlin
Beschäftigte ca. 17 Beschäftigte
Gemeinsame Gründung in Doppelspitze
„Ich habe cover.mesh gemeinsam mit meiner Co-Gründerin aufgebaut – von der Konzeptionsphase bis zum Launch. Von Anfang an war klar: Wir machen das als Co-Spitze, eine Frau und ein Mann. Das ist in unserer Branche extrem ungewöhnlich.“
Mehrwert durch unterschiedliche Perspektiven
„Die letzten drei Jahre mit meiner Co-Gründerin waren extrem wertvoll – Frauen gucken oft anders auf gewisse Themen, auch mit einer anderen Führungsperspektive. Dieser Unterschied bringt echten Mehrwert.“
Unterschiedliche Stärken im Leadership
„Ich sehe Dinge oft eher prozess- und technikorientiert. Meine Co-Gründerin brachte dagegen die Perspektive ein: ‚Wie tickt die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter?‘ – Das ergänzt sich perfekt.“
Förderung im Alltag statt Programme
„Wir haben kein spezielles Förderprogramm, aber wir unterstützen im Alltag: Zeit und Ressourcen stellen wir bewusst zur Verfügung. Und wir greifen nicht in die Klischeekiste à la ‚Frauen sind für Marketing‘.“
Frauen sollten lauter sein
„Mein Wunsch an Frauen in der IT: lauter sein. Sich Dinge zutrauen, sichtbar werden, auch mal Werbung für sich selbst machen. Sichtbarkeit schafft Entwicklungsmöglichkeiten – fachlich oder auf der Karriereleiter.“
Nerd-Faktor verliert an Schrecken
„Die klassische Nerd-Atmosphäre der 80er und 90er gibt es kaum noch. Heute ist IT oft Wohlfühlatmosphäre, und Nerd sein ist mittlerweile eher cool – fast wie die neuen Hipster.“
Bewerbungen weiterhin männerlastig
„Aus Arbeitgeberperspektive ist das extrem auffällig: 90 % der Bewerbungen sind von Männern. Je mehr es weggeht von reiner IT-Programmierung, desto mehr geht es Richtung 50/50.
